Bekanntgabe bei Saldo - Fahrerpaarung für 2022 steht

Luca Zorn hielt sich in diesem Jahr sehr bedeckt, was seine Fahrer für 2022 angeht. Wie Cliffort und Newman ließ man die Fragen unbeantwortet, ließ Gerüchten freien Lauf oder den Spekulationen freien Raum. Mit den Teamanmeldungen für 2022 kamen aber nun die ersten Informationen an die Oberfläche, die Zeichen verdichteten sich.


Nun verkündete Luca Zorn jüngst in einer Pressemitteilung seine Fahrer für die neue Saison. Dabei gibt es eine kleine Überraschung. Luca Zorn wird wider Erwarten nicht hinters Lenkrad für sein eigenes Team steigen. "Nach dem Jannik mir mitgeteilt hat das er für die Saison 2022 nicht mehr fahren würde, habe ich mich dazu entschieden auch nicht mehr selbst ins Steuer zu greifen. Da diese Entscheidung doch eher spät in der Saison kam wurde dann mit den noch vorhanden Fahrer verhandelt und wir konnten uns mit meiner Meinung nach mit der besten Paarung einigen.", so Zorn. Der Schweizer erwarte mit dem vorhandenen Budget wieder einen Kampf im Mittelfeld, wobei seinen Fahrern der VM-Motor zugute kommen sollte.


Statt Zorn und Maleika werden nun Fabian Jungbluth und Leif Nordic die Saldo-Cockpits besetzen. Gerade die Verpflichtung von Leif Nordic ist sehr überraschend, da man den Clipper-Piloten für 2022 wieder in der Division 2 im Chapman-Team erwartet hatte. Die Leistungen des Esten stimmten dazu in der vergangenen VFC-Saison nicht immer. Selbst Nordic war überrascht, aber "...manchmal entwickeln sich Möglichkeiten ja doch dann erst, wenn man sie nicht mehr erwartet. Der Kontakt zum Team bestand schon etwas länger, aber dass es dann am Ende doch geklappt hat, war eine Überraschung, wenn auch eine sehr schöne. Ich bin auf jeden Fall froh, dass das Team mir die Möglichkeit gibt mich auch im nächsten Jahr in der VFC zu beweisen.". Er bedanke sich für das Vertrauen von Luca Zorn und auch bei Clipper für das Rookie-Jahr.


Nordic wolle sich dabei vor und während der neuen Saison neues Selbstvertrauen aufbauen und mit seinem Teamkollegen Jungbluth das Team weiter nach vorne bringen. Der Kontakt mit Teamchef Zorn kam laut Aussagen Nordics schonmal während der Saison auf, aber erst gegen Ende wurde es deutlich konkreter. Der schweizerische Teamchef ist ebenso von seinem 2. Fahrers überzeugt: "Zu Nordic bin ich zuversichtlich das er seine Leistung bringen kann, man konnte dieses Jahr sein potenzial bereits sehen."


Fabian Jungbluth dagegen wurde schon etwas länger bei Saldo gehandelt. Kaum ein Cockpit war noch frei und realistische Chancen auf Teams wie Newman oder Cliffort waren quasi gleich null. Die Verkündung von Jungbluth ist somit wenig überraschend. Der Deutsche dürfte damit zum ersten Mal in der Rolle des Teamleaders sein und so die Equipo Saldo weiter nach vorne bringen. Das kann den Spaniern sowie Teamkollegen Leif Nordic durchaus helfen.


Mit Jungbluth und Nordic dürfte sich Teamchef Luca Zorn gut aufgestellt haben. Fabian Jungbluth ist als konstanter Fahrer mit guter Grundschnelligkeit bekannt, der mit guter Setuparbeit und guten Trainingseifer in der letzten Saison auf sich aufmerksam gemacht hatte. Mit Leif Nordic hat er dabei einen soliden Fahrer als Teamkollegen, dem es aber noch an Erfahrung und manchmal auch Selbstbewusstsein mangelt. Umso besser für den Esten, dass er nun von Anfang an zur Saison und bei der Planung des Autos dabei ist. Ein erneuter Kampf um die Plätze im Mittelfeld sollte so möglich sein.

Autor: Jörn Georg Dicks