Belgien Analyse - Clipper und das Motorendilemma



Clipper-Teamchef Simon Core würde zur Saison 2020 wohl sagen, dass es ein Jahr zum Haare raufen wäre. Für sein Team lief es von Beginn an überhaupt nicht nach Plan. Zusammen mit Marvin Schumacher und Travis Carter ging das Trio auf Punktejagd und wurde schwer enttäuscht. Nicht einen Zähler sammelte man in den ersten fünf Grand Prix und unterbot somit die eigenen Erwartungen. Neben dem Auto ließ es das Team auch an der fahrerischen Leichtigkeit vermissen. Im Chaos von Magny-Cours gelang dann endlich das Erfolgserlebnis und die Hoffnung auf die Trendwende. Doch der 10. Rang von Marvin Schumacher blieb das beste Saisonresultat…bis zum letzten Rennen, dem Ungarn GP.


Nachdem Simon Core sich immer mehr aus dem Cockpit zurückzog und dem Cesario Flüchtling Pascal Pohlenz eine Perspektive bot, ging es mit neuer Hoffnung an die weiteren Rennen. Aber der Hoffnungsträger warf Top-Platzierungen in Frankreich sowie Monaco weg und Simon Core dürfte sich im Anschluss weiterer Kopfhaare entledigt haben. In Ungarn kam dann der Durchbruch. Pascal Pohlenz fuhr überragend auf den 5. Platz und konnte damit das erste Mal ein Rennen in der VFC 2020 beenden. Für die Teamkollegen blieb wieder Blech.

Mit diesem Rennen zeigte Pohlenz, dass aus dem Clipper noch einiges herausrauszukitzeln ist. Dennoch weiß das Team um die Schwierigkeiten für den Großen Preis von Belgien. Wieder einmal geriet während des ersten Trainings der Motor in die Kritik. Fehlende Leistung bereitet den Fahrern Kopfzerbrechen und so kämpft man auf der Highspeedlastigen Strecke mit der 300 km/h Marken.


Allerdings gibt es einige unbekannte Faktoren die dem Clipper Team entgegen kommen könnten. Sowohl die sich anbahnende unsichere Wettersituation als auch Reifenprobleme bei anderen Teams könnten für den Rennstall sprechen. Der Medium Reifen könnte sich in Spa wieder als großer Trumpf erweisen. Unter solchen Situationen kann alles möglich sein sowohl für Pascal Pohlenz, der im letzten Jahr im Cesario vierter in Belgien wurde, als auch für seine Teamkollegen Carter und Schumacher.


Das Clipper Team fährt somit als Außenseiter nach Belgien und kann eigentlich nur überraschen.


Die aktuellen Trainingszeiten zum Großen Preis von Belgien seht ihr hier: 

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020


Autor: Julian Kopp