Belgien Analyse - Speedster vor der nächsten Hürde


Auf den ersten Blick betritt Speedster in Spa-Francorchamps schwieriges Terrain. Doch was heißt das schon in der Saison 2020? Speedster betrat gefährlichen Boden und schlug sich gut. Platz sieben in der Konstrukteurs-WM hätte man innerhalb des Rennstalles vor der Saison wohl unterschrieben. Dennoch hinterließ die erste Jahreshälfte einen faden Beigeschmack. Der Saisonstart begann hoffnungsfroh mit Platz sechs für Fabian Jungbluth im Regen von Australien. Dann begeisterte der ehemalige Weltmeister Alexander Quickström mit Rang fünf in der Türkei die Fans und Jungbluth sicherte sich ebenfalls einen fünften (Frankreich) sowie einen sechsten Rang (Monaco) im Laufe der Saison.


Trotzdem rutschte das Team in der Folge wieder ins Mittelfeld der Team Wertung ab. Schuld daran waren manches Mal fehlende Vorbereitung aber auch zu viele Fahrerwechsel innerhalb der Saison. Mit Lukas Habersam, Alexander Quickström, Fabian Jungbluth, Patrick Newman, Gianluca Bonanno und Wladislav Russinov griffen bereits sieben Piloten für die Amerikaner ins Lenkrad. Für besonders viel Konstanz steht das allerdings nicht. Bereits jetzt wird gemunkelt ob vielleicht in Spa-Francorchamps Fahrer Nummer acht folgen könnte. Mit Dominik Cybok kehrte in der Sommerpause ein alter Bekannter der GSO zurück auf den Asphalt und drehte einige Testrunden für das Speedster Team. Ein Einsatz als dritter Speedster Pilot in Spa gilt als wahrscheinlich. Bereits jetzt waren seine Rundenzeiten auf einem ähnlichen Niveau wie bei Patrick Newman. Da Cybok als Rookie zählt dürfte die Erwartungshaltung allerdings nicht allzu groß sein.


Nichts desto trotz wird das Team auch in Belgien versuchen wieder in die Punkte zu fahren. Fabian Jungbluth zeigt sich in guter Form und konnte zuletzt einen dritten Platz beim RaceBet500 erreichen. Auch Patrick Newman im zweiten Cockpit wird darauf aus sein in dieser Saison noch Punkte zu holen. Die bisherigen Rundenzeiten lassen allerdings nichts Gutes vermuten. Der große Streitpunkt um den schwachen Motor wird auch dieses Mal wieder zum Thema. Man habe sehr viel Grip in den Kurven aber enorme Schwierigkeiten mit dem Tempo. Ob das Team durch Setup Arbeit oder Erkenntnisse auf der Strecke gegen die vorhandenen Schwierigkeiten ankommt wird sich zeigen.


Dass die Amerikaner immer für eine Überraschung gut sind hat man in diesem Jahr schließlich schon hinlänglich gezeigt.


Die aktuellen Trainingszeiten zum Belgien GP seht ihr hier:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020


Autor: Julian Kopp