D2-Saison 2022 -Die alten Neuen - Infernal Void stellt ersten Fahrer für 2022 vor!


Es war eine dieser tollen Geschichten der 2021er GSO Saison. Afelian Racing kam als völlig neuer Rennstall in die Liga und startete in der Comebacknachwuchsserie Division 2. Der Einstieg lief dabei nicht immer einfach. Schon zu Beginn hatte der Rennstall Probleme eine ganze Fahrerpaarung zu stellen. Nach der Verpflichtung des ebenfalls neu dazugestoßenen Jörn Dicks erwies sich dann jedoch als erster Glücksgriff. Dicks hatte bereits in der Winterserie IGP zuvor sein Potenzial angedeutet und ging als Teamchef und Fahrer in die Saison. Teaminhaber Paul Müller mobilisierte derweil die Fans des Rennstalls, welche in den ersten Rennen in der Liveübertragung immer wieder auf sich aufmerksam machten.


Dennoch ging man zum Saisonstart mit nur einem Fahrer an den Start. Ein Top-5 Platz war dabei noch ein zufriedenstellendes Ergebnis. Ab dem zweiten Rennen in Südafrika stieß GSO-Rückkehrer Alexander Hess zum Team und ergänzte sich von Anfang an mit seinem Teamkollegen Jörn Dicks. Der Rest ist Geschichte und am Ende standen sowohl der Fahrertitel für Jörn Dicks, als auch der Teamtitel für Afelian Racing zu Buche. Für Dicks und Hess geht es nun 2022 in der Königsklasse VFC für das Volksmobil Team weiter.

Damit schließt sich auch gleichzeitig ein Kapitel für den Rennstall. In der zweiten Jahreshäflte hatte es schon Probleme mit dem Teameigentümer, "Die LpWG", über die zukünftige strategische Ausrichtung des Teams gegeben. Die Folge war nun ein Wechsel zu Infernal Void, einem internationalen E-Sports Club. In einer Pressekonferenz gab der jetztige Teamchef Paul Müller nicht nur seinen ersten Fahrer für 2022 bekannt, sondern sprach auch unter anderem über die langfristigen Ziele des Rennstalls.


Als Piloten verkündete Müller den schon 2021 in der D2 fahrenden Stefan Cerne. Dieser war in der vergangenen Saison für das 404 MG Falcon Simracing Team am Start und erreichte dabei als bestes Resultat einen siebten Rang in Silverstone, bei welchem er sein Potenzial zumindest andeutete. Geduld will Müller für seinen neuen Schützlich auf jeden Fall mit-bringen: "Ich habe vollstes Vertrauen in Stefan Cerne, er wird definitiv einige Beobachter überraschen. Er bekommt von uns vollstes Vertrauen und alle Zeit der Welt die er braucht um sich weiter zu entwickeln. Bei Afelian Racing bzw. jetzt Infernail Void geht es nicht darum den D2 Titel unbedingt zu verteidigen, sondern einzig und allein darum Talente zu entwickeln." sagte der Teamchef.

Der allgemeinen schwierigen Situation ist er sich hingegen bewusst und steckt sich keine allzu hohen Ziele für 2022. "(...) die D2 Saison 2022 wird ganz anders als die Saison 2021. Das Fahrerfeld ist wesentlich größer und es scheint mir qualitativ gerade im vorderen Bereich noch enger und größer geworden zu sein. Da wird es wesentlich schwieriger vorne mitfahren zu können, aber ich freu mich einfach auf ein noch größeres Spektakel und eine hoffentlich noch größere Zuschauerschaft." so Müller. Die langfristige sportliche Teilnahme an der VFC sei für den Rennstall trotz des Rückschlages für 2022 natürlich weiter "reizvoll".


Dennoch steht dem Rennstall noch eine zweite Herausforderung bevor. Noch ist immerhin eines der beiden Cockpits unbesetzt. Dahingehend habe der Teamchef aber bereits Kontakte außerhalb der GSO "angezapft". Mit dem neuen Eigentümer im Rücken könnte es so doch gegebenenfalls eine überraschend positive Fahrersuche werden. Schon 2021 begann schließlich alles so...



Das komplette Interview mit Paul Müller:


Guten Abend! Afelian sieht sich für 2022 nicht nur mit einem Wandel bei der Fahrerpaarung konfrontiert sondern tritt auch unter neuem Namen auf. Wie kam es dazu?


Das unsere Fahrer sich für die Saison 2022 verändern werden, war ja relativ früh klar in der Saison und es war von Anfang an so abgesprochen das Sie unser Team als Sprungbrett für höhere Aufgaben nutzen dürfen und wir Ihnen da keine Steine in den Weg legen. Ich würde sagen dieser Plan ist für Jörn und Alex hervorragend aufgegangen und ich wünsche Ihnen bei Volksmobil nur das beste. Nachdem lange unklar war ob Afelian als Team auch einen Platz in der VFC bekommt oder weiterhin in der D2 bleibt kamen personelle Schwierigkeiten dazu, aus privaten Gründen hat sich in relativ kurzer Zeit große Teile des Teams zurückgezogen und mit dem ehemaligen Eigentümer, namentlich "Die LpWG" hatte man sich auch überworfen, da man sich uneins über die zukünftige strategische Ausrichtung war und wie man das hätte zusammen bewerkstelligen sollen.


Übrig blieb ein noch vorhandener D2 Platz für das Team und ein Manager der weiterhin Bock auf Simracing und diese Liga hatte. Nach einem kurzen Anschreiben und einem sehr guten Gespräch mit dem CEO von Infernail Void ging dann alles ganz schnell und ich, sowie der Ligaplatz von Afelian ging an Infernal Void über. Wenn Sie sich unsere neuen Möglichkeiten so ansehen, würde ich sagen das Sie mir zustimmen können das es kein Rückschritt war sondern eine klare Verbesserung. Wir haben hier Bedingungen, von denen Afelian seinerzeit nur träumen konnte. Unseren Fahrern wird es an nichts mangeln.


Man geht als Meisterteam in seine zweite D2 Saison. Im Fußball sagt man oft die zweite Saison ist schwerer als die Erste. Wird es hier auch so sein?


Ich denke das wird man so direkt gar nicht beantworten können, die D2 Saison 2022 wird ganz anders als die Saison 2021. Das Fahrerfeld ist wesentlich größer und es scheint mir qualitativ gerade im vorderen Bereich noch enger und größer geworden zu sein. Da wird es wesentlich schwieriger vorne mitfahren zu können, aber ich freu mich einfach auf ein noch größeres Spektakel und eine hoffentlich noch größere Zuschauerschaft. Die D2 ist einfach eine tolle Liga, die manchmal völlig zu Unrecht im Schatten der VFC etwas untergeht.


Ihr habt für 22 Stefan Cerne als ersten Fahrer verkündet. Dieser hatte 21 einige Schwierigkeiten. Weshalb fiel die Entscheidung auf ihn und was für Erwartungen hat man für die kommende Saison an ihn?


Ein Großteil der Konkurrenz hat seine Fahrerpaarung bekanntermaßen schon zusammen, wir hatten zwar auch einige Gespräche mit potenziellen Fahrern wo es aus verschiedensten Gründen nicht geklappt hat, aber deswegen haben wir uns nie unter Druck setzen lassen. Die Kritik, die es zum Teil von anderen Teams oder Beobachtern der Liga gab, konnte ich bisher nicht nachvollziehen. Wissen Sie, es nicht entscheidend ob ich 3 Monate oder 3 Tage vor Saisonstart meine Fahrerpaarung zusammen habe, sondern nur ob es auf allen Ebenen passt. Ich darf die Leute daran erinnern das wir in der Saison 2021 im ersten Rennen auch nur mit Jörn angetreten sind und Alex erst zum 2ten Saisonrennen zu uns gestoßen ist...der Rest ist Geschichte. Ich habe vollstes Vertrauen in Stefan Cerne, er wird definitiv einige Beobachter überraschen. Er bekommt von uns vollstes Vertrauen und alle Zeit der Welt die er braucht um sich weiter zu entwickeln.


Bei Afelian Racing bzw. jetzt Infernail Void geht es nicht darum den D2 Titel unbedingt zu verteidigen, sondern einzig und allein darum Talente zu entwickeln. Das war auch letzte Saison unser grundsätzlicher Anspruch und erst ab Richtung Mitte der Saison, als abzusehen war das wir um die Titel mitfahren haben wir etwas umgeschwenkt und die Herausforderung angenommen. Sie können Jörn Dicks fragen, Druck das Sie es schaffen müssen die Titel dann auch zu holen gab es trotzdem nie, ganz im Gegenteil...in Momenten wo Jörn seine Hoffnungen auf den Meistertitel der D2 schon beerdigen wollte weil das Punktepolster von Jan Winter zu gut aussah habe ich Ihn ermutigt und jederzeit bedingungslos unterstützt. Wir sind einfach eine Wohlfühloase für Talente und das werden wir auch in der Saison 2022 sein, daran können Sie uns messen und nicht anhand von Punkten oder Titeln...sollte dabei dennoch wieder diese schöne Trophäe, die Sie hinter mir sehen, dabei herausspringen nehmen wir das natürlich gerne mit.


Ein zweites Cockpit ist noch frei, der Fahrermarkt derzeit eng gestrickt. Wie zuversichtlich seid ihr noch jemanden zu finden und was sind eure Anforderungen?


Wir sind zuversichtlich das wir noch einen zweiten Fahrer finden werden, diesbezüglich werden bereits Kontakte und Netzwerke außerhalb der GSO angezapft. Aber wie schon gesagt, entscheidend ist das es passt und nicht einfach irgendwen in das Cockpit zu setzen. Die Zukunft wird zeigen wo die Reise hingehen wird, klar ist aber das es sportlich schon reizvoll wäre in der VFC mitzufahren und auch für die Gewinnung von weiteren Sponsoren auch besser vermarktbar wäre.



Autor: Julian Kopp