Dicks' Dreier – Die Tops und Flops des Spanien GPs


Der Spanien GP entpuppte sich als spannender Kampf um die Spitze mit tollen Überhol-manövern und strategisch interessanten Entscheidungen. Hier nun die Tops und Flops des zurückliegenden Rennens von unserem Redakteur Jörn Georg Dicks.


Tops

Pascal Pohlenz

Letztes Jahr musste Pascal Pohlenz trotz starker Leistungen im unterlegenen Clipper bis zum vorletzten Saisonrennen auf einen Sieg warten. Jetzt holte er sich diesen Triumph schon im fünften Rennen der Saison 2021. Pohlenz zeigte schon vor und nach der Qualifikation, dass er das oberste Podesttreppchen für sich be-anspruchen würde. Am Setup hatte er noch etwas gefunden, fuhr damit der Konkurrenz um die Ohren und sicherte sich die Pole. Diese starke Leistung setzte Pohlenz im Rennen fort; er truf die richtig-strategischen Entscheidungen, ließ sich nie unter Druck setzen und zeigte, im Gegensatz zu Brasilien, Geduld beim Überholen. Vor allem die starken Manöver gegen Kevin Peters und Lukas Schmidt um den Sieg sind Beweis genug, dass Pohlenz sich den Sieg und den Platz in der Topliste verdient hat.



Jannis Wollborn

Jannis Wollborns Start in die neue Saison konnte man bisher als "Ok" bezeichnen, aber bis Spanien hatte es noch nicht zu einer Podiumsplatzierung gereicht. Dies hat Wollborn nun geändert. In Jerez schnappte er sich nun den zweiten Platz. Über das ganze Rennen hinweg zeigte Wollborn seine gewohnt starke Pace, dazu funktionierte der Newman auf der Strecke besonders gut, wodurch das Podium erst möglich wurde. Durch starke Überhalmanöver und Kämpfe, allem voran gegen Titelaspirant Lukas Schmidt und seinem alten Rivalen Kevin Peters ist das Podium somit absolut verdient. Mit solchen Leistungen legt Wollborn den Grundstein, um später im WM-Kampf noch mit einzugreifen.



Fabian Jungbluth

Nach drei enttäuschenden Rennen war der Spanien GP für Fabian Jungbluth Balsam für die Rennfahrer-Seele. Er zeigte im Qualifying eine solide Leistung und konnte im Rennen eine konstant gute Pace abrufen. Den Newcomer und Langstreckenexperten Fabian Walter konnte er zwar nicht hinter sich halten, dafür aber auf den letzten Metern einen heranstürmenden (und erhitzten) Yannik Barwig, der eigentlich als einer der möglichen Kandidaten für den Sieg feststand. Es war somit Jungbluths bisher beste Leistung, die ihm Platz 8 und damit wieder eine Punkteausbeute bescherte.




Flops

Luca Zorn

Ohne Training geht in der VFC nicht viel. Dieser Formel konnten bisher konnten Fahrer wie Sven Schubert, Jannik Maleika oder Alexander Kraft entgehen. Auch Luca Zorn gehörte bis zuletzt noch zu dieser Gruppe und fuhr in den ersten drei Rennen für den Saldo starke Ergeb-nisse ein. Doch in San Marino und jetzt Spanien sollte diese Formel für Zorn nun gelten. Im Qualifying konnte er zwar noch Akzente setzen, aber im Rennen zeigten sich dann die Defizite des Schweizers. Im Verlaufe des Rennens machte er viele kleine Fehler und stellte schließlich nach erneutem Dreher den Wagen zu Mitte des Rennens in der Garage ab. Nach den ersten Rennen keine zufriedenstellenden Leistungen für ihn.

Marc Schlüter und der Massencrash

Zu Marc Schlüter und der Startkollision ist alles gesagt worden. Schlüter ist in diesem Rennen ein Flop gewesen und man muss nicht weiter ausführen, wieso. Die Berührung mit Barwig entwickelte sich zur Massenkarambolage, die viele das Rennen schon in Kurve 1 zerstörte. Man muss nicht noch mehr Negatives zu Marc Schlüter schreiben: Auf am Boden liegende tritt man nicht mehr ein.



Anmerkung: Aufgrund des Crashs in Kurve 1 war für viele Fahrer von vorne rein das Rennen vorbei. Aus diesem Grund gibt es dieses Mal nur zwei Flops, da es außer den beiden Kandidaten schlichtweg keine gibt, die ein selbstverschuldeter Flop wären.


Hier gehts zur Wiederholung des Spanien GP:


Autor: Jörn Georg Dicks