Division 2 2022 – Österreich GP – Andrews gewinnt erstes GSO Rennen – Favoriten patzen!


Es war eine dieser kleineren großen Überraschungen am vergangenen Sonntagabend in der D2. Nach hartem Fight überfuhr mit Peter Andrews bereits der dritte Rennsieger der diesjährigen Serie die Ziellinie. Für den Amerikaner und VM-Teamchef ist es damit der erste Triumph seiner Fahrerkarriere in der GSO. Falcon Pilot Rouven Meschede muss dagegen weiter auf seinen ersten Sieg in der D2 warten, baute dafür aber die Meisterschaftsführung gegenüber Jannik Maleika (VM) aus.

Dabei war Meschede in der Qualifikation noch als klarer Favorit in den Rennabend gegangen. Am Ende setzte sich der Rookie mit über drei Zehnteln deutlich gegen die Konkurrenz von VM durch. Teamkollege Kropp konnte trotz geringer Vorbereitung den Sprung in die Top-5 machen. Christopher Neugebauer gehörte dabei ebenfalls zum Vorderfeld. Außerdem erfreulich: Mit 19 Fahrern war das Feld gegenüber dem Portugal GP wieder etwas mehr aufgefüllt, trotz einiger Ausfälle unter anderem bei Morgan Freeway (Manziel), welcher auf Grund technischer Schwierigkeiten nicht am Rennabend teilnehmen konnte.

Bereits am Start ahnte man, dass der Kampf um den Sieg heute kein Alleingang wie in Portugal werden sollte. Beide VM schienen an ihren Starts gearbeitet zu haben und während Andrews beim Überholversuch in Kurve eins noch scheiterte übernahm Teamkollege Maleika kurzzeitig die Führung. Nur zwei Runden später krachte es zwischen den Meisterschaftsführenden. In Kurve drei kam es zur Kollision. Meschede drehte sich und fiel ins Mittelfeld zurück. Andrews hingegen nutzte die Konfusion um die Führung zu übernehmen. Nachdem auch Maleika die verlorenen Positionen wieder gut gemacht hatte verwaltete man anschließend die Doppfelführung auch mit zwischenzeitlicher Full-Course Yellow Phase durch den Ausfall von Jan Berberich (Full Course Yellow).

Unterdessen ackerte sich Rouven Meschede weiter hinten immer mehr durchs Feld, nicht ohne jedoch von weiteren Zwischenfällen verschont zu bleiben. Da auch Kropp früh den Wagen öfter wegschmiss sah es zu diesem Zeitpunkt schon nach einem verkorksten Rennabend für das Team aus. Doch der Wandel kam mit dem Safety-Car nach dem Ausfall des zweiten Cliffort von Thomas Raschke.

Die Folge war ein Safety Car zur Rennhälfte. Das bot vor allem Rouven Meschede noch einmal die Chance in Richtung Podium anzugreifen. Vorne musste derweil Jannik Maleika beim Teamkollegen anstehen und verlor so seinen zweiten Platz gegen den nachfolgenden Christopher Neugebauer (Hope Racing). Zwar sollte sich Maleika, selbigen zeitnah zurückerobern, ein Fehler in der letzten Kurve inklusive Dreher zerstörte aber jegliche Sieghoffnungen. Nur mit Glück entging der ehemalige VFC Fahrer einem Crash mit den folgenden Piloten. Das war nun das Signal für Rouven Meschede.

Als selbiger 10 Runden vor dem Ende Neugebauer schnappte war die Aufholjagd auf den 4,5 Sekunden enteilten Peter Andrews eröffnet. Dabei zeigte sich auch die gute Pace Meschedes, welcher die Lücke immer weiter zu fuhr und 2 Runden vor schloss letztlich attackierte. Doch in beiden Runden konterte der Amerikaner die Manöver aus Kurve zwei und konnte so letztlich den Sieg nach Hause bringen.

Nach dem total verkorksten Rennen in Australien und der Abwesenheit in Portugal ein gelungenes Comeback. Da Jannik Maleika schließlich das Podium komplettierte konnte Meschede aber zumindest den Abstand in der Meisterschaft um 2 Punkte vergrößern. Gut anzuschauen waren in der Schlussphase neben dem Kampf um den Sieg auch die Fights im Mittelfeld. Dabei wussten gerade die beiden Sapphire und Christian Dittmer zu unterhalten. Mit Paul Pukey und Jendrik Bierhoff schaffte es das Team zudem erstmals mit beiden Fahrzeugen in die Top-10.



Autor: Julian Kopp




Das Gesamtergebnis:


Die Wiederholung:


Der WM-Stand: