Division 2 - Freeway siegt in Kyalami - Kostec stottert


Groß war die Vorfreude auf die Rückkehr des Südafrika GP innerhalb der GSO. Den Auftakt der zweiwöchigen Kyalami-Party machte dabei am gestrigen Abend die Nachwuchsserie Division 2 und lieferte starke Unterhaltung. Gleiches galt für KFZ-Schubert- Manziel GP Fahrer Morgan Freeway. Diesem gelang an einem perfekten Abend der Start-Ziel Erfolg und damit der erste Sieg seit dem FWC-Australien GP 2013 in Adelaide. Damit gilt der ehemalige Königsklassen-Pilot nun als einer der großen Herausforderer von D2-Favorit Jan Winter (TDD by Kostec), welcher keinen optimalen Abend erlebte und schließlich Dritter wurde.


Was auf der Strecke machbar ist zeigte Freeway bereits in der Qualifikation. Mit einer 1.19.541 setzte er sich knapp vor Jörn Dicks (Afelian Racing) auf die Pole-Position und schlug damit unter anderem die beiden Kostecs, welche sich Platz drei und vier sicherten. Für den WM-Führenden Winter kam es besonders bitter. Auf Grund einer Behinderung von Morgan Freeway erhielt er nach der Qualifikation eine plus drei Grid Strafe und musste so von Rang sieben starten. Ein elementarer Nachteil auf einer Strecke, welche für ihre begrenzten Überholmöglichkeiten bekannt ist. Hervor stach auch Comebacker Alexander Hess (Afelian Racing), welcher das starke Training untermauerte und sich Platz sechs sicherte. Für Peter Andrews (Volksmobil Junior), den Drittplatzierten in Barcelona, geriet die Qualifikation zum Unglück, da er sich nach seiner zweiten Runde drehte und auf einem Curb hängenbleibend, abstellen musste.


Ergebnis Qualifikation:


Für Morgan Freeway schloss das Rennen direkt an die positive Qualifikation an. Beim Start behauptete der Manziel Pilot seine Führung und sollte diese während des Rennens souverän verwalten. Zusammen mit Jörn Dicks, fuhr Freeway eine Lücke zum Rest des Feldes heraus, welche sich im Laufe des Abends nicht mehr schließen sollte. Auch Dicks konnte ihn im Laufe der 34 Runden nie ernsthaft gefährlich werden. Für den Afelian Piloten war es ein ähnlich perfekter Abend wie für Freeway. Dahinter entwickelte sich dagegen eine harte Schlacht um die vorderen Punkteränge. Durch die ungünstige Ausgangslage nach der Qualifikation blieb man von Beginn an im Verkehr stecken und musste sich auf die entsprechend direkte Konkurrenz konzentrieren. Dabei blieb nicht alles ohne Fehler. Max Hayman drehte sich nach wenigen Runden im ersten Sektor auf der Strecke und löste damit einen größeren Crash aus. In dessen Folge flog der VM von Peter Andrews durch die Luft und Jan Berberich (URL Racing) drehte sich auf einen der Curbs, von welchem er anschließend nicht mehr loskam und das Rennen beenden musste. Andrews konnte mit schiefem Auto dennoch den Grand Prix fortsetzen.


Die Situation löste auch die erste und einzige Unterbrechung des Rennens aus. Die Rennleitung entschied auf Full-Course-Yellow Phase, was einige Piloten, wie unter anderem beide Kostecs nutzten, um ihren einzigen Boxenstopp des Rennens bereits nach 8 Runden zu absolvieren. Eine Taktik, welche sich im Laufe des Rennens lohnen sollte, denn nach und nach kamen die beiden D2-Talente weiter nach vorne. Für ein Podium hätte es wahrscheinlich trotzdem nicht gereicht, hätte Alexander Hess (Afelian Racing) seinen Wagen nicht vor seinem Boxenstopp in Führung liegend weggeworfen. Der Wiederkehrer fiel dadurch bis auf Rang sieben zurück und fand anschließend keine Mittel mehr um die Max Hayman (TDD by Kostec - P4) und Martin Uhlemann (WR Racing - P5) zu überholen. Dennoch dürfte Hess mit Platz sechs und seiner Comeback-Performance sehr zufrieden gewesen sein. Phillip Feckeler (Cliffort Royal Racing) verlor zuvor nach einem Dreher noch seinen sechsten Rang und wurde am Ende dennoch guter Siebter. Der zweite Comebacker und Vize-Weltmeister Steven Klatten (Cliffort Royal Racing) zeigte ebenfalls eine ordentlich Performance, landete auf Grund von Fahrfehlern am Ende aber trotzdem außerhalb der Punkte.


Für die Volksmobil Junior Piloten war es dagegen ein Abend zum Vergessen. Peter Andrews erreichte nach seinem Überschlag noch den neunten Platz während Dominic Rustemeier nach guter Qualifikation einen Crash in den ersten Kurven auslöste und wie in Barcelona früh zurückfiel. Nach einer weiteren Kollision, dieses Mal verschuldet von Stephan Gottwald (URL Racing), erreichte Rustemeier erst in den letzten Runden im Kampf mit Patrick Newman (Archer Grand Prix) noch Rang zehn und damit einen Punkt.


Nach Jan Berberich (URL Racing) stellte Leif Nordic den zweiten Ausfall des Abends dar. Der Chapman Racing Pilot fuhr früh auf Punktekurs bis er in Runde 17 einen Disconnect bekam.



Rennergebnis:


Fahrer-WM:


























Team-WM:



















Hier gehts zur Wiederholung des D2-Südafrika GP:


Autor: Julian Kopp