Division 2 - Vorbericht: Fällt in Japan die Entscheidung im Meisterkampf? - Alle Augen auf Winter


Für 2021 war der Plan die gute alte Nachwuchsserie Division 2 wieder seit vielen Jahren in der GSO zu etablieren. Das gelang trotz organisatorischer Anlaufschwierigkeiten seit Rennen eins mit Bravour. Seitdem konnten die Zuschauer und Ligabeteiligten sich auf jedes Rennen freuen und bekamen neben viel Action auch jede Menge Dramatik zu sehen. Gerade der Meisterschaftskampf hält die Nachwuchsfahrer in Atem. Mit dem kommenden Japan GP geht die D2 allerdings schon in ihr vorletztes Rennen. Durch den knappen Rennkalender von neun Grand Prix im Jahr endet sie damit schon deutlich früher als die Königsklasse VFC.

Mit dem letzten Grand Prix in Großbritannien hat sich innerhalb des Meisterschaftsstandes allerdings einiges getan und so ist die Situation für alle Beteiligten nun doch etwas entspannter. Da Heiko Kolvenbach in Silverstone innerhalb der Schlussphase an die Box ging, den Platz verfehlte und so am Ende gepaart mit zu frühem Abbremsen zum Beginn der Full-Course-Yellow Phase den Sieg verlor, kann Jan Winter nun ohne den ganz großen Druck die Vorbereitungen für das Rennen in Suzuka treffen.

Durch den Triumph hat der TDD by Kostec Pilot nun ganze zehn Punkte Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger Jörn Dicks (Afelian Racing) und zwölf Punkte auf Dicks Teamkollegen Alexander Hess. In Suzuka könnte damit die endgültige Meisterschaftsentscheidung bereits fallen, in der Fahremeisterschaft sowie in der Teammeisterschaft. Während das Afelian Racing Team gegenüber KosTec Racing mit sieben Punkten mehr alles klar machen kann, hat Jan Winter ebenfalls alles in der Hand. Dazu müsste Winter das Rennen vor den Afelians beenden, um mindestens fünf Zähler mehr zu holen.

Keine unrealistische Ausgangssituation also für den zukünftigen Scuderia Cesario Piloten. Dazu kommt, dass mit Heiko Kolvenbach ein Störfaktor für den Sonntagabend fraglich ist. Der Buttler-Pal Pilot wird durch die kurzfristige Entscheidung für den Grand Prix, aber so oder so trainingstechnisch im Nachteil sein und könnte für die Top-3 so eventuell gar nicht gefährlich werden.

Ob es einem der anderen D2 Piloten gelingt vorne mitzumischen ist hingegen fraglich. Bei gutem Training und Setup wäre wohl unter anderem Morgan Freeway (Manziel) dazu in der Lage. Der Mann von den Faröer Inseln konnte bereits einen Sieg in der laufenden Saison einfahren und wartet seitdem erneut auf das große Erfolgserlebnis. Mit ihm wird auch Teamkollege und Trainingsmeister Stefan Schubert an den Start gehen, welcher allerdings wieder etwas weiter hinten, im Kampf um die letzten Punkteränge, zu finden sein wird.

Mit einiger Erleichterung hat auch das Volksmobil Junior Team nach dem D2-Abgang von Teamchef Peter Andrews wieder einen neuen Piloten für das zweite Cockpit präsentiert. David Jundt wurde für die letzten beiden Grand Prix verpflichtet. Ein SimRacing bekannter Name, welcher bereits unter anderem in der GPVWC schon große Erfolge feiern konnte. „David ist ein erfahrener Racer, der nun seinen Weg in die GSO gefunden hat und sich erst einmal wieder dem Spaß wegen etwas ausprobieren will. Wir sind froh, dass wir ihn für unser Team gewinnen konnten und hoffen, dass er mit Dominic zusammen noch einmal ein paar Punkte in den letzten Rennen sammeln kann.“ so Andrews am Donnerstagabend.

Da VM sich in der Team-Meisterschaft noch mitten im Fight mit KFZ-Service Schubert-Manziel und WR Racing befindet ein wichtiger Schritt für das Team in der Schlussphase der Saison. Gerade weil auch unter anderem WR wohl nur mit einem Fahrer antreten wird. Nico Postkämper hat immer noch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen und wird so wohl erst im letzten Saisonrennen wieder dabei sein. Die Teamchancen hochhalten wird wohl der erfolgreichste Teamfahrer der Saison, Tobias Dorsch, welcher nun dafür sorgen soll, dass das Team bestenfalls noch Rang vier in der Meisterschaft einfahren kann.

Neben Jundt wird es in Suzuka wohl noch ein neues altes Gesicht bewundert werden können. Nach seinem VFC-Aus bei Cesario wird Max Hayman aller Wahrscheinlichkeit nach in die Nachwuchsserie zurückkehren. Zur Überraschung einiger Beobachter im Fahrerlager. Hayman tritt dabei wieder bei seinem altem Team KosTec Racing an, da Dominik Wiesner an den beiden letzten Rennen nicht teilnehmen wird können. Ursprünglich sollte Hayman beim bisherigen Team GSO mit Simon Core fahren, welches in Atlantic SimRacing Syndicate (A.S.S. Team) umbenannt werden sollte. Nach Differenzen mit der Ligaleitung wurde der Einsatz von Simon Core und dem A.S.S Team jedoch zurückgezogen. Hayman spulte bisher schon einen immensen Trainingsumfang ab und könnte durchaus eine wichtige Rolle einnehmen.

Ansonsten dürfte es auch im Mittelfeld heiß hergehen. Mit Jan Berberich kehrt nach jetzigem Stand auch einer der URL Fahrer zurück ins aktive Grid. Der ehemalige VFC-Pilot dürfte sich dann unter anderem wieder mit den Falcon Piloten Cerne und Dittmer um die Punkte streiten.

Sowohl Piloten und Zuschauer erwartet in Suzuka somit ein Rennen was Spannung in allen Grid-Teilen verspricht und von entscheidender Meisterschaftsbedeutung sein könnte. Antworten auf die vielen Fragen bekommt dann aber auch der Zuschauer erst wieder am Sonntag ab 18:30 Uhr auf Live auf GSO TV.


Autor: Julian Kopp