Erdbeben bei Volksmobil! - Deutscher Rennstall gibt Fahrerpaarung für 2022 bekannt!


Lange schon begleitete die Silly Season alle Beteiligten der VFC durch die bisherige Saison. Ein Team, welches immer einmal in den Gerüchten genannt wurde war das von Volksmobil-Blue Horns. Schlechte Stimmung und Misserfolg brachten vor allem Kevin Peters in Ge-rüchte rund um einen nächstjährigen Wechsel zur Scuderia Cesario. Das Team selbst hielt sich bisher bedeckt. Der Teamchef zeigte sich trotz der schwierigen Chemie zwischen seinen beiden Piloten bisher recht zufrieden. Die Zahlen sprechen dafür. VM hat 40 Zähler Vorsprung auf Newman Racing und muss versuchen trotz schwacher Wagenentwicklung diesen auch über die lange Zielgeraden zu retten.


Umso wichtiger war der Triumph am vergangenen Sonntag in Österreich. Sven Schubert zeigte wieder einmal seine Klasse, fuhr seinen dritten Saisonsieg ein. "Sven ist überragend gefahren. Wir hatten aber auch das nötige Glück zur richtigen Zeit. Es wird schwierig gegen die Konkurrenz in der Fahrer-WM anzukommen, aber in der Konstrukteurs-WM sind wir voll dabei." sagte Andrews nach Rennende. Beim Weltmeister Kevin Peters hingegen lief es nicht gut. Schon im Qualy nur auf Rang acht fahrend, zeigte sich die Schwäche des älteren Motors. Hinzu kam, dass Peters zum Opfer des Daniel Bentenrieder wurde und anschließend den Faden verlor. Die zwei Punkte dürften ihn am Ende wenig trösten. Der Weltmeister steckt in einer Sinnkrise, welche zwar langt um jedes Rennen Punkte zu sammeln, aber nicht für die nötigen Triumphe sorgt. Nach dem Siegeszug der 2020er Saison ist Peters in der zweiten Reihe angekommen. Ein Umstand der auch Andrews Sorgen macht: "Wir freuen uns natürlich wenn Kevin aufs Podium fährt, aber meist verlieren wir auch mal ein paar Positionen und das ist ärgerlich. Ein Sieg würde ihm sicher gut tun." So entscheidet nicht nur die aktuelle Saison, sondern auch die Planung für nächstes Jahr ob Kevin Peters einer der One-Season Champions in der GSO-Historie bleibt.

Doch etwaige langfristige Planungen scheinen sich jetzt in Bezug auf die bestehenden Fahrer erübrigt zu haben. Heute trat Andrews vor die Pressevertreter und erklärte den Abgang der beiden Bestandsfahrer nach der laufenden Saison: "Von unserer Seite aus müssen wir sagen, dass wir gerne mit beiden Piloten auch über 2021 hinaus zusammen-gearbeitet hätten. Wir verstehen aber die Situation in der sie sich befinden und dass die Teamzusammenstellung dafür sorgt, dass sie so nicht ihr Potenzial ausschöpfen können. Beide Fahrer haben ihre unterschiedlichen Gründe sich nach einer neuen Herausforderung umzusehen und das respektieren wir. Jetzt hoffen wir, dass wir für die laufende Saison noch einen Titel gewinnen können." Ob wir beide Top-Piloten nächstes Jahr noch in der VFC sehen werden steht derweil in den Sternen. Laut Gerüchten können sich beide noch ein Jahr unter bestimmten Bedingungen vorstellen, haben aber auch die Option des VFC-Karriereendes im Blick.


Doch wäre die plötzliche Meldung des Rennstalles nicht schon spektakulär genug gewesen, verkündete Andrews im Anschluss noch die Neuverpflichtungen für 2022. Mit Jörn Dicks und Alexander Hess setzt man bei VM für die kommende Saison auf ein interessantes Jugend-konzept. Beide Piloten fahren derzeit innerhalb der D2 für das Afelian Racing Team und um die Grand Prix Siege. Zuletzte in Deutschland feierte man den Doppelsieg und damit auch den ersten Erfolg der Saison für Jörn Dicks. Ein Sieg für Alexander Hess scheint dabei auch nur eine Frage der Zeit zu sein. "Wir sind sehr froh die Beiden für uns gewonnen zu haben. Die Gespräche waren sehr kurz und so haben wir früh Planungssicherheit für nächstes Jahr. Wir haben uns für ein gewagtes aber interessantes Konzept entschieden, welches langfristig ausgerichtet ist. Jörn und Alex haben eine starke Entwicklung hingelegt, funktionieren als Team, also das was dieses Jahr bei uns nicht so gut geklappt hat. Wir wollen 2022 ein bisschen aufmischen und überraschen. Selbst wenn das heißt, dass wir nächstes Jahr absichtlich auf den Titel verzichten, so ist uns das voll bewusst.“

Die beiden Piloten zeigten sich ebenso zufrieden mit der Entscheidung und schauen voller Motivation auf die kommende Saison.


Alexander Hess: "Ich freue mich nächtes Jahr auf die VFC und über die Möglichkeit im VM zu sitzen. Direkt neben meinem alt bekannten Teamkollegen Jörn. Wir wollen natürlich dort anknüpfen wie wir es auch momentan in der D2 machen. Durch gute Team- und harte Setuparbeit zum Ziel. Vielen Dank für das Vertrauen an Peter Andrews und dass er uns diese Möglichkeit bietet."


Jörn Dicks: "Ich bin sehr stolz über diese Chance bei Volksmobil und auch sehr dankbar, nächstes Jahr bei so einem großen Team hinters Lenkrad zu steigen. Die Gespräche mit Peter Andrews waren von Anfang an sehr gut und wir konnten uns dementsprechend schnell einigen. Umso glücklicher stimmt es mich, dass ich weiter mit Alex zusammen in einem Team fahren kann. Die Zusammenarbeit mit ihm ist großartig und das zeigt sich bei uns auch auf der Strecke. Deshalb bin ich optimistisch, dass auch in die kommenden VFC-Saison so mitzunehmen. Und ich freue mich sehr auf 2022!"


Zuvor wird es aber sowohl für Alexander Hess als auch für Jörn Dicks wieder in der D2 rund gehen. Am 13.06. steht der Belgien Grand Prix auf dem Programm. Dort können sie ihre Titelansprüche weiter festigen. Die Entscheidung von Volksmobil wirkt wie ein gewagtes Experiment, welches sowohl überraschen als auch scheitern könnte. Aber nach den Erfahrungen der aktuellen Saison ist es wohl der richtige Schritt. Bleibt noch abzuwarten wohin es im nächsten Jahr die bisherigen Fahrer Kevin Peters und Sven Schubert verschlägt. Zumindest weiß die VFC nun, dass beide Piloten realistischere Optionen für 2022 sein könnten. Die Antworten darauf wird es bis zum Herbst diesen Jahres geben, solange kämpfen beide Piloten noch um die Team-WM für Volksmobil-Blue Horns.


Autor: Julian Kopp


Hier findest du die Wiederholung zum VFC-Österreich GP: