Exklusiv-Interview: Lukas Schmidt über seine Zukunft bei Cesario



Sprengkraft besaß die Nachricht, dass Gonzalez Cattivo für 2021 den Weltmeister Lukas Schmidt zurück in die GSO gelotst hat. Damit versucht Cesario nach der bisherigen Pleitensaison ab dem nächsten Jahr einen Neuanfang. Wir haben den alten Bekannten Lukas Schmidt getroffen und mit ihm über seine Vorstellungen für 2021 gesprochen.


Redaktion: "Herr Schmidt, Sie haben sich 2021 für ein Comeback entschlossen. Sie werden für die Scuderia Cesario fahren, wie kam es dazu?"

Lukas Schmidt: "Nach nun einer etwa einjährigen kompletten Pause vom Simracing, habe ich für mich wieder neue Motivation gefunden, und mich dazu entschieden 2021 wieder in die VFC einsteigen zu wollen. Das Cesario Team kam dann direkt auf mich zu, und konnte mich mit seinen Zukunftsplänen sehr überzeugen."


Redaktion: "Nun steht auch fest, dass mit Gonzalez Cattivo ein Weltmeister an der Boxenmauer sitzt. 2013 wurde dieser mit Cesario Weltmeister. Ist es etwas Besonderes für Cesario eine WM zu gewinnen?"

Lukas Schmidt: "Auf jeden Fall, das Team hat eine sehr lange Tradition in der Liga, noch weitaus länger als ich überhaupt im SimRacing aktiv bin. Deshalb ist es ganz bestimmt was sehr Spezielles mit solch einem Team eine WM zu gewinnen."

Redaktion: "Es wäre Ihre Dritte und damit würden Sie sich in die Geschichtsbücher eintragen. Andererseits ist Cesario aktuell in großen Problemen. Welche Aussichten ergeben sich und was sind die Ziele für nächstes Jahr?"

Lukas Schmidt: "Es hat sich für mich nach Absprache mit dem Teamchef schnell gezeigt, wie es zu den aktuellen Problemen kommen konnte. Dies wollen wir insbesondere in der Saisonvorbereitung nächstes Jahr deutlich besser machen, die finanziellen Mittel sind zumindest im Team dafür vorhanden. Es ist immer schwierig einzuschätzen, das Hauptziel ist es auf jeden Fall Spaß am Fahren zu haben und wenn das Auto dann konkurrenzfähig ist, ist das Ziel natürlich immer zu gewinnen und auf jeden Fall den dritten Titel anzustreben."

Redaktion: "Mit Larry Fischer hat Cesario einen Vertrag bis Ende 2022 geschlossen. Viele hat das überrascht. Was halten Sie von Ihrem Teamkollegen?"

Lukas Schmidt: "Ich hatte bisher tatsächlich noch nie mit ihm zu tun, kann das deshalb im Moment noch nicht genauer kommentieren. Ich denke jedoch, dass bei ihm auf jeden Fall gutes Potential vorhanden ist. Mit einem konkurrenzfähigeren Auto kann man von ihm nächstes Jahr ganz bestimmt auch gute Resultate erwarten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit."


Redaktion: "Cesario hat immer auf eine klare Nummer 1 gesetzt. Wurde Ihnen diesbezüglich etwas zugesichert?"

Lukas Schmidt: "Ich persönlich war noch nie ein Fan von Teamorder. Jedoch wurde mit mir diesbezüglich bereits gesprochen und bestätigt, dass ich auf jeden Fall von der Teamleitung als Nummer 1 angesehen werde. Ob und inwiefern sich dies dann konkret während der Saison auswirken wird, ist im Moment schwierig zu sagen."

Redaktion: "Wir freuen uns auf jeden Fall über ihr Comeback! Welche Fahrer sehen Sie als größte Konkurrenten an, wenn das Material stimmt?"

Lukas Schmidt: "Dies ist schwierig zu sagen, vom fahrerischen Skill her schätze ich einen Pascal Pohlenz oder Jannis Wollborn am stärksten ein. Jedoch wird die tatsächlich größte Konkurrenz denke ich dann auch sehr vom Auto abhängen."