Greulich's Dreier - Die Tops und Flops des VFC-Ungarn GP 2021


Anderer Autor, Anderes Format. Bei der Bewertung der Fahrerleistungen des Ungarn GP, traut sich unser Autor Johannes Greulich an eine andere Art der Sichtweise heran. Welche Fahrer für ihn nach dem VFC-Ungarn Rennen 2021 besonders zu erwähnen sind und wer als tragischer Held oder Bösewicht in Erinnerung bleibt liest du im folgenden.


Der verdiente Gewinner: Cooper McAllister (Cliffort Royal Racing) Rang 1:

Ohne Frage: der verdiente Gewinner vom Großen Preis in Ungarn. Zum Anfang der Saison noch stark dabei und seitdem quasi von der Podium-Bildfläche verschwunden. Und jetzt ist er wieder da und beweist seine Klasse bei einer anspruchsvollen, kurvenreichen Strecke: Erster im Qualifying und Erster im Rennen.



Der Taktikfuchs: Kevin Peters (Volksmobil Blue Horns) Rang 3:

Wer hätte das gedacht, dass Kevin Peters, der den ungarischen Ring liebt, nur auf Rang 6 in das Rennen startet? Doch aufgrund seiner Finesse im richtigen Moment auf den richtigen Reifen zu wechseln, hat er Plätze gut gemacht und ist auf Rang 3 ins Ziel gekommen. Und das obwohl der Rivale aus dem Nürburgring direkt an seinem Heck geklebt ist. Eine weltmeisterliche Leistung des amtierenden Weltmeisters.



Der Comebacker: Yannik Barwig (Newman Racing) Rang 7:

Auf dem Zettel schaut das Rennergebnis von Barwig erstmal nicht besonders gut aus: Auf dem siebten Platz gestartet und auf dem siebten Platz auch ans Ziel gekommen. Nicht wirklich spektakulär! Jedoch verfolgt man den Rennverlauf, dann ist er der Comebacker des Rennwochenendes. Nachdem er in der sechsten Runde seinen Frontflügel verloren hat und durch die Reparatur nach ganz hinten fiel, hat er sich mit einem nachfolgend starken Rennen auf dem siebten Rang wieder-gefunden. Eine Leistung, die man diese Saison noch nicht von Barwig gesehen hat. Mit dieser Leistung hat er die meisten Plätze bei diesem Rennen gut gemacht.



Der Abgeschriebene: Lukas Schmidt (Scuderia Cesario) Rang 8:

Ähnlich wie der nachfolgende Schubert, war man bestimmt überrascht, dass ein Lukas Schmidt nur auf den achten Platz ins Ziel kam. Schuld dafür ist seine Grid-strafe nach dem Qualifying, wodurch er von Platz 19 starten musste. Seine Konkurrenten haben sich bestimmt schon die Hände gerieben, weil er für sie als abgeschrieben galt. Dennoch überzeugte der Schweizer mit einer guten Leistung und fuhr auf den harten Durzaam einen ordentlichen Platz 8 ein. Jedoch ist dies zu wenig, um mit Wollborn im WM-Kampf mithalten zu können.



Der Unflexible: Sven Schubert (Volksmobil Blue Horns) Rang 9:

Betrachtet man den aktuellen WM-Stand müsste ein Sven Schubert eigentlich ums Podium mitkämpfen, allerdings hat er diese Chance aufgrund eigener Fehler und der eigenen Sturrheit verwehrt. Stur deswegen, weil er schon mehrmals plump betont hat: „Ich fahre den harten Reifen nicht!“ Betrachtet man die Leistung seines Teamkollegen, dann würde man erkennen, dass Flexibilität einen Weltmeister ausmachen. Da muss sich Schubert noch eine Scheibe davon abschneiden und von seinem hohen Ross runterkommen, um auch mal auf Hart zu fahren. Denn dann würde er bestimmt auch mal keine wichtigen Match-Points für den WM-Kampf verlieren.



Der Gescheiterte: Gino Gaggiano (Scuderia CM Motorsport) Rang 13:

Die Pace war da, aber die Punkte blieben ihm verwehrt. Ein Fluch der wohl über den italienischen Rennställen liegt. In Summe ein starkes Rennen von Gaggiano, jedoch hat ihn eine Kollision mit Max Hayman zurückgeworfen, weswegen er seine Hoffnungen auf Punkte wiedermal zurück-stecken musste. Schade!



Der Publikumsliebling: Sebastian Steinhauer (Manziel Grand Prix) Rang 14:

Immer wieder überrascht Steinhauer in der laufenden Saison mit guten Leistung-en, jedoch kann er leider nicht immer in die Punkte fahren. Dennoch ist er vor allem seit dem Kyalami Grand Prix in den Herzen der Zuschauer und vor allem bei den Kommentatoren: Man gönnt ihm Punkte. Leider hat es am Hungaroring nicht dazu gereicht, obwohl er sechs Plätze gut gemacht hat. Neben Lukas Schmidt und Yannik Barwig hat Steinhauer die meisten Plätze in Ungarn gut gemacht.



Der Pechvogel: Daniel Bentenrieder (Beta Giulia) Rang 18:

Es sah so gut aus für Bentenrieder: Nachdem er nur auf Platz 16 gestartet ist und zum Rennbeginn sogar auf 20 zurückfiel, konnte er sich innerhalb kürzester Zeit auf den Platz 14 zurück-kämpfen. Was dann kam, war einfach nur Pech: Es versagt sein Equipment. Es hat bis zu einer Minute gedauert, bis er wieder fahrbereit war, jedoch war dann ein Schaden am Auto und die verlorene Zeit das Endresultat, weswegen er quasi sein Rennen aufgeben musste und als 18ter ins Ziel fuhr. Bei Bentenrieder sind wohl aktuell, wie bei Gaggiano, höhere Gewalten im Spiel…



Das Mysterium: Tim Brendel (Razor Grand Prix) Rang 20:

Auch für Tim Brendel lief es an diesem Wochenende nicht gut: Qualifying Platz 13, im Rennen DNF durch Motorschaden. Doch was ist aus dem Tim Brendel geworden, der Woche für Woche im Qualifying einen rausgehauen hat und folglich ein Punktegarant war? Seit dieser Saison ist er leider nicht mehr wieder-zuerkennen und es bleibt die Hoffnung, dass der alte Tim Brendel wiederkommt. Auf ein Neues in Silverstone!



Autor: Johannes Greulich


Hier gehts zur Wiederholung des Ungarn GP: