Großbritannien GP – Jungbluth als Speedster Speerspitze?



Von einer bisher verfehlten Saison bei Speedster zu sprechen wäre äußerst unpassend. Das Team, welches Anfang der Saison vor allem mit den Bekannten VFC-Namen Fabian Jungbluth und Patrick Newman an den Start ging steht nach dem Italien Grand Prix weiterhin auf dem siebten Rang der Team-WM. Dennoch verlief Monza für den Rennstall weitestgehend unglücklich. Zu groß war der Speed Unterschied, sowohl des Wagens als auch der Reifen, zum vorderen Feld.

Erfüllte Erwartungen

Gerade Rookie Dominik Cybok zeigte sich abermals sehr unglücklich. Nach dem kurzen Einstand beim Belgien Rennen brachte es der Deutsche dieses Mal zwar auf mehr Runden, schied aber wieder durch unsicheres zurückkommen auf die Strecke aus. Dieses Mal wurde Travis Carter (Clipper) zum Opfer, welcher später selbst auf Grund technischer Probleme den Wagen abstellte. Der zweite Speedster Fahrer Patrick Newman verlebte ein eher unspektakuläres Rennen und hatte am Ende selten bis gar nicht die Chance an die Punkteränge heran zu kommen. Am Ende war es wieder mal Fabian Jungbluth, der als Speedsterische Speerspitze fungierte und mit einem spät eroberten zehnten Platz schließlich drei Zähler mitnahm und so in der letzten Runde sowohl Yannik Barwig (Cesario) als auch Luca Zorn (Saldo) schlug.

Großbritannien als neue Challenge

Genug für die Ansprüche von Speedster, allerdings nicht genug um Saldo und Cesario endgültig abzuschütteln. So steht für Großbritannien wieder das Ziel des Teams vor allem die Konkurrenten zu schlagen. Ob das gelingt ist aber wieder einmal fraglich. Gerade im Vergleich zu den direkten Gegnern hat das Speedster Team sein Training bisher in Grenzen gehalten. Die mangelnde Vorbereitung könnte am Ende den Unterschied machen. Gerade auch, weil Teams wie Cesario wieder eine gute Pace an den Tag legen. Dennoch könnte der erwartete Regen am Ende auch Speedster wieder in die Karten spielen, die Chance auf ordentliche Punkte wäre wieder wahrscheinlicher geworden. Gerade Fabian Jungbluth bewies im Regen immer wieder Kämpfermentalität und auch Patrick Newman gelang im Regenchaos von Spa-Francorchamps sein erster sowie einziger Punktgewinn in der VFC 2020.

Kampf der Kontrahenten

Ob der Wetterfaktor Speedster am Ende wirklich entgegen kommt muss man abwarten. Gerade Dominik Cybok wird einiges wieder gut machen wollen und konzentriert an den Grand Prix herangehen. Er selbst muss allerdings als Konsequenz des Italien-Unfalls aus der Box starten. Die Chance für ihn seinen eigenen Rhythmus in Ruhe zu finden. Seine Teamkollegen dagegen könnten entspannter an die Sache herangehen. Aber auch wenn Fahrer wie Patrick Newman bereits viel eigenen Druck verloren haben steht der Rennstall im Fokus. Denn diese letzten vier Grand Prix entscheiden am Ende über eine erfolgreiche oder verlustreiche Saison 2020. Über den Sieg oder die Niederlage gegen die direkte Konkurrenz.

Die aktuellen Trainingszeiten zum Großbritannien GP findet ihr hier:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020

Autor: Julian Kopp