Großbritannien GP - Wie stark ist Volksmobil?



Trotz eines positiven Rennens in Monza wurde man den Eindruck nicht los, dass für Volksmobil mehr drin gewesen wäre. Die Abwesenheit von Marc Schlüter war kein Indikator für ein gutes Teamergebnis. Am Ende war man trotzdem zufrieden.


Zwischen Sieg und Rookie


Das lag selbstverständlich nicht nur an der abermals starken Leistung von Sven Schubert. Sebastian Steinhauer war derjenige, welcher den gesperrten Marc Schlüter ersetzen sollte. Der VFC-Debütant erlebte dabei seine Höhen und Tiefen während des Rennens. Aber am Ende gab es mit Rang zwölf und damit einem Zähler noch ein kleines Happy-End. Selbiges blieb Sven Schubert verwehrt. Zwischenzeitlich war der Schwabe durch die richtige Reifenstrategie auf klarem Siegkurs. Doch gerade der Zwischenfall mit Rene Weller (MS4All) warf ihn wieder weit zurück. Die anschließende Aufholjagd forderte dann schubertsche Opfer wie Jannik Maleika (Cliffort). Am Ende stand dennoch kein Sieg. Nach der letzten Safety-Car Phase musste sich Schubert dann gegen Kevin Peters (FSR) beugen. Dem Boost sei Dank.


Positive Aspekte


Dabei wäre ein Triumph VOR Kevin Peters wichtig gewesen. Gerade, weil nun auch mit dem Abgang von MS4All Schubert neben Jannis Wollborn (Newman) der ärgste Herausfoderer von Kevin Peters ist. Vor dem Großbritannien Rennen zählt der Abstand ganze 25 Punkte. Eine Lücke die auf normalem Wege schwer zu schließen sein wird. Doch es gibt Hoffnung für Volksmobil. Wie geplant schraubt das Team weiter fleißig am aktuellen Wagen und kommt als einziger Rennstall mit einem Update nach Silverstone. Dabei schöpft man das Potenzial aber noch nicht komplett aus. Fakt ist dennoch, dass die materielle Lücke zu FSR immer weiter geschlossen werden dürfte. Neben dem Material macht auch die Wetterprognose Hoffnung. Ein anstehendes Regenrennen würde dem Team sehr entgegen kommen. Bei den bisherigen Regen-GP zeigte sich Schubert sowie der Wagen auf hohem Niveau und gerade Kontrahent Kevin Peters zeigte immer wieder Nerven sobald die Strecke nass wurde.


Dreikampf


Es gibt also genug Argumente für ein Comeback im WM-Kampf. Die bisherigen Trainingszeiten zumindest überzeugen. Auf Schützenhilfe von Marc Schlüter darf Schubert jedoch wenig hoffen. Als Teil seiner Strafe aus Belgien muss Schlüter in Silverstone nämlich vom letzten Platz ins Rennen gehen. Bei all dem Optimismus sollte man den Blick aber auch auf Jannis Wollborn richten. Der ist nämlich nicht nur vier Punkte vor Schubert in der WM, sondern mittlerweile auch ein ausgefuchster Regenspezialist.



Die aktuellen Trainingszeiten zum Großbritannien GP findest du hier:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020


Autor: Julian Kopp