Halber Rückzug der Italiener - Pironi wechselt in die Division 2!


Der Reifenhersteller Pironi ist dieses Jahr nicht wirklich mit Lob in der VFC gesegnet. Viele Fahrer und Teams, die den Reifen der Italiener in der VFC-Saison 2021 nutzen, kritisierten oftmals die schlechte Haltbarkeit und den dadurch resultierenden, plötzlichen Pace-Verlust. Lautester Kritiker waren dabei unter anderem die Fahrer von Volksmobil oder Clipper Motorsport.


Deshalb ist es nun nicht verwunderlich, dass die Italiener ankündigten, sich mit Ende der VFC-Saison 2021 aus dem Geschäft zurückzuziehen. Diese Entscheidung schwirrte schon länger im virtuellen Fahrerlager als Gerücht umher, nun ist es offiziell.

Damit bleiben Yasuda und Duurzaam als Reifenhersteller der VFC erhalten, der Dreierkampf der Hersteller wird somit zum Duell. Im Zuge der Neuausrichtung der Königsklasse der GSO ab 2022 hat man bei beiden Reifenherstellern angekündigt, dass es neben den traditionellen soften, harten und Regenreifen noch einen Intermediate-Reifen geben wird. Hierdurch erhofft man sich mehr Flexibilität bei der Strategie im Regen. Die Fahrer dürfte es ebenso freuen.


Pironi wird sich laut Statements darüber hinaus nicht komplett aus der GSO verabschieden; für 2022 wird man die Division 2 und ihre Teams mit Reifen ausstatten. Damit ersetzt man den Hersteller Greenfield, der mit seinen Pneus für seine extreme Haltbarkeit bekannt ist. Das sorgte dafür, dass die D2-Fahrer die Gummis oftmals als Steinreifen bezeichneten. Mit Pironi dürfte das anders werden, vor allem wird hierdurch die Strategie bei den schneller abbauenden Pironi-Reifen deutlich in den Vordergrund rücken.

Autor: Jörn Georg Dicks