Italien Analyse - Newman zurück im Titelrennen



Zu Beginn der Sommerpause hätten die Wenigsten für möglich gehalten, dass Jannis Wollborn mit Newman Racing noch einmal in einen der beiden WM-Kämpfe eingreifen könnte. Ein paar Wochen und einen Grand Prix später ist dieses Szenario durchaus realistisch geworden. In Spa-Francorchamps gelang Newman Racing ein Big Point Rennen indem man die Autos auf Platz eins und zwei setzte. Damit ist das Team auch das erste, welchem ein Doppelsieg 2020 gelang. Besonders wichtig war dabei der Sieg von Wollborn, welcher damit in der Fahrer-WM zu Bastian Paisler aufschloss und wieder einen realistischen Anschluss auf den Führenden Kevin Peters herstellte. Dabei sind die fünfzehn Zähler Vorsprung ein trügerisches Polster für Peters, denn man rechnet mit einem starken Newman Team in den kommenden GPs von Silverstone oder Suzuka.

Bevor es aber soweit kommt ist auch für Newman Racing das Rennen in Monza zu absolvieren. Dank des 25-PS Motorenupdates in der Sommerpause dürfte man mittlerweile deutlich optimistischer auf diesen Grand Prix schauen als noch vor einigen Wochen. In den bisherigen Trainings zeigte sich dabei der Wagen durchaus konkurrenzfähig zu den anderen Teams. Auch in Sachen Topspeed. Wobei natürlich die Lücke zu bspw. MS4All immer noch vorhanden ist. Sollten die Bedingungen trocken bleiben, wäre man also wahrscheinlich in der Lage wieder mit beiden Autos um die Top-5 zu kämpfen.


Auch ein weiterer Triumph ist am Sonntag nicht komplett ausgeschlossen. Die Wettervorhersage deutet immer mehr darauf hin, dass es auch in Monza regnen könnte. Das könnte der entscheidende Gamechanger für das Newman Team sein. In den bisherigen Regenrennen zeigte sich vor allem Jannis Wollborn als stärkster Fahrer im Feld. Fakt ist aber auch, dass es ihm sein Teamkollege wohl nicht leicht machen wird. Der Bosnier Knezevic schafft es in dieser Saison häufig auf einem ähnlichen Niveau wie Wollborn zu fahren und war in den letzten Rennen nicht nur dran am aktuellen Weltmeister, sondern manchmal auch besser.


Eine ähnliche Motivation wird Knezevic wohl auch am Sonntag haben. Zumindest wird man als Team besser abschneiden wollen als in der letzten Saison. Schon 2019 war Monza eine Achillesferse für Newman Racing, da dort die Schwächen beim Topspeed offengelegt wurden. Am Ende holte man Rang fünf und sieben. Ein ähnliches Ergebnis wäre im Hinblick auf die kommenden Rennen sicherlich hilfreich. Dass beide Fahrer aber immer für positive Überraschungen zu haben sind hat man in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen und auch Denny Weller sowie Kevin Peters werden die Positionen des Teams weiter sehr genau verfolgen.

Die bisherigen Trainingszeiten zum Italien GP findest du hier:

https://www.race-view.com/results?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020

Autor: Julian Kopp