Italien Analyse - Speedster vor alten Herausforderungen


Groß waren die Sorgen von Speedster vor dem Belgien Grand Prix. Das Auto zeigte sich zwar stark im kurvenreichen Mittelsektor, offenbarte aber in den anderen beiden Abschnitten klare Schwächen beim Topspeed. Dass Spa am Ende zur Regenschlacht wurde kam den Fahrern entgegen. Gerade die hohe Safety-Car- und Ausfallquote halfen dem Team zudem eigene Fehler auszugleichen. So setzte Patrick Newman zwischenzeitlich den Speedster an die Mauer des Boxeneingangs und löste so die jetzt schon legendäre schlüterische Blockade aus. Rookie Dominik Cybok konnte die eigenen Erwartungen nicht erfüllen und war bereits nach der ersten Runde ausgeschieden. Ein selbst ausgelöster Unfall gegen Denny war vorangegangen.


So sah es in Belgien lange so aus, als ob vor allem Fabian Jungbluth die Punktehoffnung für Speedster wäre. Dabei ging man aber Risiken ein. Jungbluth versuchte in der Schlussphase des Rennens mit den Trockenreifen ohne einen weiteren Stopp durchzufahren. Die Rechnung ging nicht auf. Nach der bereits vierten SC-Phase verlor Jungbluth den Wagen auf der nassen Strecke beim Restart. Der verlorene Flügel wurde an der Box zwar ersetzt, wenig später war Jungbluths Rennen trotzdem vorbei und mit ihm die Punktehoffnung. Wäre da nicht Patrick Newman gewesen. Newman war mit den Regenreifen auf Nummer sicher gegangen und profitierte von den in der Schlussphase rutschenden Trocken-Fahrern. Plötzlich fand sich Newman so auf Platz zehn wieder, welchen er auch bis ins Ziel brachte. Hierbei profitierte man auch von der letzten SC-Phase die den Grand Prix beendete.


Die Freude war danach unermesslich bei Patrick Newman. Das Ziel in dieser Saison Punkte einzufahren war schon jetzt erreicht. Damit geht Newman ohne Druck in seine letzten fünf letzten VFC-Rennen. Zumindest vermeintlich. Speedster macht sich auch in Italien keine großen Hoffnungen auf starke Resultate. Zu groß sind die Probleme mit der Höchstgeschwindigkeit bei den Amerikanern. Erschwerend hat die Konkurrenz nachgerüstet. Sowohl Cesario als auch Clipper reisen mit fetten Aero Updates nach Monza. Alle diese Umstände könnten für ein Horror-Rennen sorgen. Auch wenn für Patrick Newman der persönliche Druck nun weg ist, desto größer ist dieser in der Hinsicht auf die Team WM. Vier Zähler beträgt der Vorsprung auf Saldo noch nach dem Belgien GP. Auch Cesario ist mit 19 Punkten Rückstand noch nicht endgültig geschlagen und gerade die Italiener haben sich für den Italien GP große Ziele gesetzt.


Wie wichtig der Italien GP am Ende für Speedster wird hängt auch an der eigenen Leistung. Neben Newman und Jungbluth wird auch Dominik Cybok wieder an den Start gehen. Der Rookie wird auf eine besseren Leistung als beim letzten Rennen aus sein. Genau wie Fabian Jungbluth.

Die bisherigen Trainingszeiten zum Italien GP findest du hier:

https://www.race-view.com/results?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020

Autor: Julian Kopp