Japan Analyse - Cesario und die Hoffnung



Fassungslosigkeit stand den Leuten des Cesario Teams nach dem Malaysia Grand Prix in die Gesichter geschrieben. Innerhalb von 2 Stunden hatte man ein Gefühlschaos par Excellence erlebt und stand am Ende wieder mit leeren Händen da.


Dabei hatte alles vielversprechend begonnen. Wieder einmal. Larry Fischer erwischte eine starke Runde in der Qualifikation. Er schlug seinen Teamkollegen Yannik Barwig und war auch von den Volksmobil Piloten Schubert und Schlüter nicht weit entfernt. Auch zu Beginn des Rennens startete Fischer souverän und hielt den Anschluss an die Top-5 Spitzengruppe. Seinem Teamkollegen erging es schlechter. Der geriet auf Grund von Startproblemen quer und löste so einen Massencrash aus der das Feld teilte. Barwigs Rennen war durch die lange Reparatur Zeit gelaufen. Ohne Safety-Car Phase war eine Aufholjagd in die Punkte nicht mehr möglich. So lagen die Hoffnungen vom Teamchef Cattivo auf seinem langfristigen Schützling Larry Fischer. Der lag weiterhin vielversprechend mit alternativer 3-Stopp Strategie in den Top-8 und hatte endlich einmal auch das Glück auf seiner Seite. Im Boxenfenster des Cesario Piloten wurde eine Full-Course-Yellow ausgerufen. Fischer leistete darauf hin seinen letzten Reifenwechsel ab und fuhr mit der Aussicht auf die Top-5 weiter.


Doch wieder einmal sollte eine gute fahrerische Leistung nicht belohnt werden. Ein paar Runden vor dem Ende verabschiedete sich Fischers Motor und ließ den Cesario Boliden im Mittelsektor ausrollen. Ein Schlag der fester nicht hätte sein können und zusätzliche Brisans bekam als Pascal Pohlenz (Clipper) das Rennen in den Punkten abschloss. Der Deutsche sorgte damit für einen Wechsel der beiden Teams in der Team-WM, in welcher Cesario nun die rote Laterne übernommen hat. Eine Ausgangslage, welche es für die Italiener zu korrigieren gilt.


In Japan folgt dazu die erste Möglichkeit. Ob der Kurs in Suzuka dem Roten Boliden entgegen kommt, bleibt abzuwarten. Erst zuletzt äußerte sich Larry Fischer im VFC-Podcast als sehr unzufrieden mit dem Handling und der Berechenbarkeit des Fahrzeuges. Bei den schnellen Kurven in Suzuka könnte das zum Problem werden. Bisher zumindest kann man über das abgespulte Trainingspensum kaum urteilen. Die Scuderia wird in Japan vor allem gegen Pascal Pohlenz antreten, welcher als Clipper-Vertreter die größte Konkurrenz darstellt. Aber an den Erkenntnissen in Sepang kann man sich beim Traditionsrennstall auch motivieren. Man zeigte, dass der Wagen eine gute Pace an den Tag legen kann und mit einer starken fahrerischen Leistung auch in der Lage ist in die Punkte zu fahren.


Ein Umstand den Gonzalez Cattivo aufgreifen dürfte um mit seinen Fahrern den vorletzten Grand Prix einer Seuchensaison anzugehen.


Hier seht ihr die aktuellen Trainingszeiten des Japan GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020


Autor: Julian Kopp