Kopp`s Dreier – Das sind die besten Fahrer des Belgien GP



Der Belgien GP hatte einige Überraschungen parat und verlangte den VFC-Fahrern alles ab. Wie unser Kommentator die Leistungen der Fahrer bewertet und welche seine Top-3 sind lest ihr hier:

Die Top-3

Luca Zorn - Die Rennfähigkeiten des Schweizers waren in 2020 schon beinahe in Vergessenheit geraten. In Spa hingegen zeigte sich Zorn wieder von seiner besten Seite. Zu Beginn noch von Kevin Peters abgeräumt kam Zorn immer mehr in Fahrt. Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern blieben die ganz großen Schnitzer aus. Auch in der turbulenten Schlussphase des Rennens wahrte er die Nerven und den Überblick. Dass er sein Rennen auf den Regenreifen durchzog half bei der konstanten Leistung. Am Ende hatte er mit Platz drei das Maximum rausgeholt. Kopp-Note: 1+


Tim Brendel – Nach der starken Qualifikation mit erneuter Pole-Position auch mit einem starken Rennstart. Fuhr in der Folge fast fehlerlos an der Spitze sein Rennen. Machte dort immer wieder den schnellsten Eindruck. Trotz Trockenreifen immer auf der Strecke geblieben. Er wurde aber mehrmals durch SC-Phasen eingebremst. Am Ende Opfer der Entscheidung pro Kevin Peters. Mit Rang neun hatte er so noch das Beste aus der Situation gemacht. Der Sieg wäre verdient gewesen. Kopp-Note: 1


Gino Gaggiano - Mit Spannung erwartete man das Debüt des Rookies beim Belgien GP. Viel hatte man sich beim OMD Team vom Neuling erhofft. Diese Hoffnungen wurden am Ende erfüllt. Fuhr ein unscheinbares aber effektives Rennen. Setzte ebenfalls schwerpunktmäßig auf die Regenreifen und wurde belohnt. Grobe Schnitzer blieben aus und damit trotz einem zwischenzeitlich 18. Platz am Ende verdient in die Punkte gefahren.. Kopp-Note: 1-


Die restlichen Fahrer in der Kurzbewertung:


Jannis Wollborn - Der Weltmeister zeigte sich wieder als schneller Regenfahrer. Dennoch oft zu ungeduldig und ungestüm in den Zweikämpfen. Zwischendurch mit eigenen Fehlern aus dem Rhythmus gebracht aber mit einer grandiosen Aufholjagd zum Sieg. Kopp-Note: 2


Aleksandr Knezevic – Zeigte, dass er gut vorbereitet war. Im Quali noch unauffällig bewies er wieder Rennqualitäten. Hätte sich den guten Rennstart mit seinem Fehler in der Bus-Stop aber fast komplett zerstört. Danach wieder souverän und mit dem nötigen Killerinstinkt. Gegen den Teamkollegen aber chancenlos. Kopp-Note: 2+


Sven Schubert - Verhältnismäßig unauffällig zog Schubert sein Rennen durch. Vermied dieses Mal gröbere Fehler. Bis auf kleinere Zusammenstöße im Bereich der Bus-Stop-Schikane mit einem guten Grand Prix und dem verdienten vierten Rang. Kopp-Note: 2


Bastian Paisler – Auch Paisler zeigte sich in den Ardennen nicht Fehlerfrei. Immer wieder unrund und unstet in den Reifenentscheidungen. Am Ende mit Platz fünf und einer guten Aufholjagd noch das Maximum rausgeholt. Nicht sein bester Grand Prix. Kopp-Note: 3+


Kevin Peters – Wieder hatte Peters Schwierigkeiten im Regen. Schoss zudem Luca Zorn ab und warf den Wagen zwischenzeitlich in die Leitplanken. Hatte Glück weiterfahren zu können und holte am Ende zumindest noch Rang sechs. Kopp-Note: 4


Cooper McAllister – Nicht sein Rennen. Zu Beginn fast mehr mit Boxenstopps beschäftigt als mit Rennfahren. Nicht immer glücklich in der Reifenwahl und verlor das Rennen fast komplett in der Blanchiment. Am Ende mit Platz sieben trotzdem noch Punkte rausgeholt. Kopp Note: 3-


Patrick Newman – Lange sah es nicht unbedingt nach Punkten für Patrick Newman aus. An den Startunfällen beteiligt und auch später die schlüterische Boxenblockade mit verursacht. In der Schlussphase konstant den Wagen auf der Strecke gehalten und so Punkte eingesackt. Eine seiner besseren Saisonrennen. Kopp-Note: 3+


Travis Carter – Vielleicht sein bestes Saisonrennen. Anfangs noch mit Fehlern und Problemen gewöhnte sich Carter an die Bedingungen. Ähnlich wie Patrick Newman von den Fehlern der Konkurrenz in der Schlussphase profitiert und das Auto sicher in die Punkte gebracht. Kopp-Note: 2-


Larry Fischer – Wieder ein durchwachsenes Rennen für den Cesario Piloten. Lange gut in den Punkten gefahren. In der Schlussphase nicht nervenstark genug. Erst Unglücklich von Tim Brendel abgeräumt danach durch eigene Fehler um mehr als einen Punkt gebracht. Kopp-Note: 4


Jannik Maleika – Ein Rennen in dem er wieder hätte profitieren können. Lange in den Punkten gefahren. Am Ende mit den Trockenreifen zuviel Risiko gegangen und so nach hinten gefallen. Kopp-Note: 3-


Johannes Greulich – Eher negativ als positiv aufgefallen und auf Grund des Zweikampfverhaltens noch eine Zeitstrafe kassiert. Dennoch besserer Auftritt als in Ungarn. Kopp-Note: 4-


Pascal Pohlenz – Insgesamt starkes Regenrennen. Podium wäre möglich gewesen, aber am Ende mit den Trockenreifen zuviel Risiko gegangen und alles weggeworfen. Tragische Rennfigur. Kopp-Note: 3+


Fabian Jungbluth - Lange wieder mit einem konstanten und starken Rennen. Pokerte hoch indem er mit Trockenreifen durchfahren wollte. Verlor den Wagen beim Restart und warf sein Rennen weg. Anschließend wieder Unfall und Rennaus. Kopp-Note: 3-


Marvin Schumacher - Eines seiner besseren Rennen. Zwischenzeitlich lange in den Top-8. Warf sein Rennen beim Restart nach der La-Source weg und damit wichtige mögliche Punkte. Kopp-Note: 4


Rene Weller - Schon beim Start mit Problemen wegen der Trockenreifen. In der Folge immer wieder in strittige Situationen verwickelt und verlor das Auto schließlich ganz. Kopp-Note: 5


Yannik Barwig – Starkes Quali und starker Rennstart. Dann mit den Trockenreifen eine Fehlentscheidung mit fatalen Folgen getroffen. Vielleicht sein bestes Rennen 2020. Kopp-Note: 2-


Denny Weller – Erst die Fehlentscheidung mit den Trockenreifen am Start. Dann wieder mit den bekannten Lenkradproblemen. Zwischendurch noch Pech durch den Unfall mit Cybok und die Startkollision. Nicht sein Rennen. Kopp-Note: 5


Dominik Cybok – Konnte nicht auf sich aufmerksam machen. Rennen durch seinen Dreher schnell vorbei. Durch sein zurückkommen auf die Strecke den Unfall mit Denny Weller verursacht. Kopp-Note: 6


Alexander Kraft – kein Rennstart auf Grund von Lenkradproblemen. Daher ohne Wertung.


Marc Schlüter – Lange unauffällig aber schnell gewesen. Zwischenzeitlich die Top-5 im Blick gehabt. Beim Ausweichen gegen Bastian Paisler abgeflogen und sorgte für die kurioseste Szene der bisherigen Saison in dem er fast eine Minute die Box blockierte. Daraufhin DSQ, weil er auf Anweisung der Rennleitung nicht abstellte. Kopp-Note: 4