Kopp`s Dreier - Die Tops und Flops des VFC-Australien GP 2021


Beim Saisonauftakt der VFC 2021 konnten sich die Piloten das erste Mal mit ihren neuen Fahrzeugen messen. Einige haben sich dabei besser, andere schlechter geschlagen. Kommentator Julian Kopp präsentiert seine Tops und Flops des Australien GP.



Tops



Aleksandar Knezevic

Für den Cliffort Piloten Knezevic war es ein rundum perfekter Saisonauftakt. Erst fuhr der Bosnier in der Qualifikation die Runde seines Lebens, nur um anschließend hauchdünn vor Lukas Schmidt den Grand Prix zu gewinnen. Zuvor hatte Knezevic das Rennen weitestgehend kontrolliert und nur am Start kurz Schwäche gezeigt, als er zwischenzeitlich auf Platz drei zurückfiel. Ein vielversprechender Beginn für den alten Hasen der GSO, welcher jetzt mit noch mehr Motivation in die nächsten Aufgaben geht. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Teamkollegen Cooper McAllister scheint bisher ebenfalls hervorragend zu funktionieren.



Alexander Kraft

Alexander Kraft bleibt innerhalb der VFC wohl ein absolutes Rätsel. Der Deutsche hält sich in der Öffentlichkeit sehr bedeckt und erscheint wie am vergangenen Sonntag oftmals erst am Renntag zum Training. Dennoch schafft er es damit regelmäßig gute Ergebnisse einzufahren. So auch in Australien. Kraft fuhr ein unauffälliges, aber effektives Rennen und profitierte zudem von den Fehlern der Konkurrenz. Im Nachwuchsteam R-cademy schlug er beide Piloten des Mutterrennstalles Razor GP und ließ auch Teamkollege Lorenzo de Ciutiis weit hinter sich. Die Belohnung waren am Ende drei wertvolle Punkte.



Larry Fischer

Für Larry Fischer begann der Rennabend äußerst ungünstig. Durch technische Probleme konnte der Cesario Pilot keine Zeit in der Qualifikation setzen. Mancher wird zu diesem Zeitpunkt gedacht haben, dass sich das Unglück von 2020 nun fortsetzt. Doch man sollte getäuscht werden. So startete Fischer im Rennen aus der Box und begann eine furiose Aufholjagd. Unauffällig aber fehlerlos fuhr der Deutsche bis auf Rang acht nach vorne, welchen er am Ende auf Grund alter Reifen noch gegen die Russia GP Piloten verlor. Dank der nachträglichen Strafe für Marc Schlüter blieb es am Ende bei einem guten neunten Platz. Balsam für die Fischer Seele nach einer verpatzten letzten Saison.




Flops



Sven Schubert

Mit großen Erwartungen an das VM-Team war man in den Australien GP gegangen. Wie gut das Standing der VMs wirklich war, wird der Rennstall vorher selbst wohl am besten gewusst haben. Gerade Sven Schubert galt im Fahrerlager als Favorit für die Pole. Der Schwabe schlug sich den Erwartungen entsprechend, verpasste in der Qualifikation am Ende knapp die Pole. Im Rennen liet Schubert vor allem unter Reifenproblemen und kam mit den harten Gummis nicht klar. Die Folge war, dass er als erster der Spitzengruppe zur Box musste. Anschließend fiel der VM Pilot zurück. Ein zusätzlicher Stopp und ein Rechenfehler bei der Tankfüllung, sorgten dafür, dass Schubert am Ende statt um den Sieg, auf Rang sechs fuhr. Damit landete er noch hinter seinem Teamkollegen Kevin Peters.



Marc Schlüter

Für Schlüter begann das neue Jahr wie das Alte aufgehört hatte. Bereits in der Qualifikation setzte der Russia GP Pilot den Wagen bei seinem zweiten Run in die Wand und musste die Session vorzeitig beenden. Von Rang fünf startend, verwickelte sich der Deutsche früh in einen harten Zweikampf mit Jannis Wollborn von Newman Racing. Nicht ganz unschuldig war Schlüter, dass die beiden letztlich kollidierten. Auch in der Folge lief die Aufholjagd mit einigen Hindernissen und so gelang es ihm nur noch bis Rang neun hinter seinen Teamkollegen Fabian Jungbluth zu fahren. Als er dann noch in der Box die geregelten Bereiche missachtete und dadurch im Nachhinein durch eine Strafe auf Rang zwölf landete, war der misslungene Saisonstart für Marc Schlüter perfekt.



Bastian Paisler

Für Bastian Paisler war es ein Saisonstart zum Vergessen. Mr. Understatement entpuppte sich in Australien als knallharter Realist, auch wenn ohne einen Haufen Zwischenfälle wohl am Ende mehr als Platz 17. drin gewesen wäre. Bereits in der Qualifikation landete er mit seinem Teamkollegen Tim Brendel hinter den Fahrern des Nachwuchs-teams R-cademy. Nach solidem Rennstart ging es anhand einer Kollision mit Luca Zorn (Saldo) vollends bergab. Am Ende schlug er mit Lorenzo de Ciutiis (R-cademy) nur einen Piloten aus dem Hause Razor. Für Paisler und Co. ergibt sich viel Arbeit für den kommenden Südafrika GP.



Die Wiederholung des Australien GP findest du hier:



Autor: Julian Kopp