Kopp's Dreier - Die Tops und Flops des VFC-USA GP 2021


Der USA GP der VFC läutete die letzten Rennen der Saison ein. Auch dieses Mal gab es positive und negative Überraschungen. Wir blicken auf die Tops und Flops des Rennabends in Indianapolis:


Tops


Yannik Barwig

Es war der große Abend des Yannik Barwig. Nicht nur, dass er es schaffte den Teamkollegen Jannis Wollborn hinter sich zu lassen, er schlug auch Pascal Pohlenz im Clipper und sicherte sich so seinen ersten Sieg seit 2014. Ironischerweise gelang ihm das damals schon beim Rennen in den USA. Eine fehlerfreie Leistung, die auch bewies, dass Barwig Drucksituationen gewachsen ist. Hält er diese Form in den letzten zwei Rennen kann der Heidelberger, auch dank gut entwickeltem Auto, weiter ein Wörtchen um Siege oder Podien mitreden. Für Barwig selbst ist vor allem die Position gegen Rivalen wie Fabian Jungbluth wichtig. Selbigen überrundete er in den USA und sicherte sich so auch vorerst Rang Acht in der Fahrer-WM.



Pascal Pohlenz

Es war nicht der perfekte Abend für Pascal Pohlenz. Standesgemäß konnte sich der Deutsche in der Qualifikation seine sechste Pole der Saison sichern. In dieser Disziplin ist er aktuell sicherer Spitzenreiter der VFC. Im Rennen zeigte auch Pohlenz wie so oft eine starke Leistung. Dennoch baute auch er, wie schon das ein oder andere Mal in der aktuellen Saison, einen Fahrfehler ein. Dieser beeinflusste das Resultat maßgeblich und so verlor der Clipper Pilot trotz Aufholjagd den sonst sicheren Sieg. Denn trotz Ausflug ins Grüne fuhr Pohlenz der restlichen Konkurrenz um die Ohren. Dementsprechend dominant war der zweite Platz letztlich gewesen. In der Fahrer-WM hat Pohlenz mit dem Wagen und der positiven Form noch die Möglichkeit Plätze in den letzten zwei Rennen gut zu machen.



Alexander Kraft

Wie bereits des öfteren in den letzten Wochen fiel Alexander Kraft in seinem R-cademy wieder positiv auf. Eine gute Leistung, die durchaus von Zwischenfällen sabotiert wurde, endete schließlich auf Krafts persönlich als Ziel ausgegebenen Achten Platz. Ein besseres Resultat wäre also ebenfalls möglich gewesen. Trotz Unfall brachte Kraft den Wagen jedoch zuverlässig wieder zurück in die Punkteränge. Damit bestätigt der Deutsche seine gute Form und setzt ein Ausrufezeichen nachdem er für Manziel GP in der kommenden Saison bestätigt wurde.



Flops


Volksmobil-Blue Horns

Es lief in Indianapolis einfach nicht für das führende Team der Konstrukteurs-WM. Zwar landeten Sven Schubert und Kevin Peters in den Punkten, ein Top-5 Platz war so am Ende aber nicht mehr machbar. Bereits in der Qualifikation deutete sich mit den Plätzen fünf und acht ein schwieriger Abend für das Team von Peter Andrews an. Mittlerweile scheint der Wagen auf Grund der Entwicklungsnachteile zur Konkurrenz nicht mehr siegfähig zu sein. Gerade Kevin Peters wirkte eher frustriert und fightete mit beiden Ellenbogen gegen die Kontrahenten im Mittelfeld. Dennoch, der Platz an der Sonne in der Team-WM mit 36 Zählern Vorsprung scheint nicht mehr verlierbar zu sein. Zumindest die Punkteserien der beiden Piloten hielten, die Fahrer-WM scheint für Sven Schubert nun fast unerreichbar. Bereits in Mexiko könnte man hier das Nachsehen gegen Jannis Wollborn haben.



Marc Schlüter

Für Marc Schlüter war es ein frustrierender Rennabend. Trotz einem letztlich hilf-reichen fünften Platz trauerte der lang-jährige VFC Fahrer der nächsten Sieg-chance hinterher. Schließlich ging der Russia Pilot von Rang zwei in den Grand Prix. Zusätzlich ärgerlich für Schlüter: Zeitgleich holte Yannik Barwig eben jenen ersten Saisonsieg, dem Schlüter bereits die ganze Saison hinterher jagt. Doch Zwischenfälle u.a. mit Alexander Kraft verhinderten am Ende ein zumindest erhofftes Podium. Damit gehen Schlüter langsam die Rennen aus. Ob es in Mexiko oder Japan noch gelingen kann bleibt abzuwarten, aber diese Saison scheint alles möglich zu sein. Marc Schlüter wird auf bessere Abende hoffen.



Daniel Bentenrieder

Zugegeben, die Erwartungen an Beta Guilia in Indianapolis waren bereits im Vorfeld gering. Da man sich nicht für den besten verfügbaren Motor entschied, zeigten sie sich gegenüber frischeren motorisierten Kontrahenten klar im Nachteil. Bereits im Qualy gelang Daniel Bentenrieder nicht der Sprung in die Top-15. Ein 17. Platz für den Bayer, welcher sonst eigentlich gerade im Qualy seine Stärken zum Vorschein bringt, spricht Bände. Schlimmer wurde das Rennen. In der Anfangsphase sah man Bentenrieder in der Live-Übertragung beinahe öfter neben der Bahn als auf der Strecke und auch den Frontflügel büßte er zwischenzeitlich ein. Nach 20 Runden war das Rennen dann beendet, nachdem er das Rennen freiwillig aufgab. Kein guter Abend für Daniel Bentenrieder, bessere werden folgen. Vielleicht schon beim kommenden Rennen in Mexiko.



Autor: Julian Kopp