Kopps Dreier - Die Tops und Flops des Mexiko GP



Der letzte Grand Prix der VFC-2020er Saison ist mit Kevin Peters als Weltmeister über die Bühne gegangen. Doch obwohl Peters Titel faktisch nie gefährdet war hielt das Rennen doch einiges an Spannung und Tragödien parat. Wer die drei Tops und Flops für unseren Kommentator Julian Kopp waren erfährst du hier:


Die 3-Tops:


Sven Schubert


Schubert erlebte einen einwandfreien Rennabend. Nach seiner ersten Pole der 2020er Saison gewann er auch den Start und kontrollierte das Rennen anschließend scheinbar problemlos. Erst im Laufe des Rennens wurde deutlicher, dass Pascal Pohlenz Schuberts Sieg noch gefährlich werden könnte. Die letzte Full-Course Yellow glich den Pohlenz Vorteil aus der ersten Unterbrechung dann aber aus. Am Ende setzte er sich sowohl gegen Pohlenz, als auch gegen den Teamkollegen durch. Dieser hätte auch hier stehen können, wurde aber auf Grund seines Motorschadens zur tragischen Figur des Abends.


Pascal Pohlenz


Fast wäre dem Clipper Piloten das absolute Wunder gelungen. Der zweite Sieg in Folge nach dem Japan Triumph wäre wohl in die Geschichte eingegangen. Bereits im Qualy stark, setzte der Deutsche wieder auf eine 2-Stopp Strategie auf den Greenfield Reifen und hatte zudem Zeitglück mit der ersten Full-Course Yellow Phase. Die dritte FCY zerstörte dann die zu diesem Zeitpunkt hohen Siegchancen und so musste er sich am Ende den zeitlich überlegenen VM geschlagen geben. Profitierte in der letzten Runde von Schlüters Ausfall und setzt mit diesem Podium ein Ausrufezeichen in Richtung 2021.


Bastian Paisler


Irgendwie wurde Paisler zur grauen Maus des Mexiko GP. Fuhr bereits eine starke Qualifikation und war wieder schnellster auf den Greenfield Reifen. Im Rennen hielt sich der Überraschungsmann des Jahres 2020 eher zurück und ging in der restlichen Action beinahe verloren. Dennoch legte er eine gute Pace an den Tag, ehe die erste FCY Phase seine Strategie durchkreuzte. Nichts desto trotz zog der OMD Fahrer und Teamchef weiter durch und konnte sich einen starken vierten Rang vor den beiden WM-Führenden Jannis Wollborn (Newman) und Kevin Peters (FSR) erfahren. Durch Schlüters späten Ausfall rundete Paisler die Wahnsinnssaison ab und sicherte sich neben dem Podium auch den dritten Rang in der Fahrer-WM.



Die 3-Flops:


Tim Brendel


Es war nicht Tim Brendels Abend gewesen. Bereits in der Qualifikation schwächelte der Pole-Experte und ging von Rang sieben ins Rennen. In Kurve eins geriet Brendel dann zwischen die Fronten sowie neben die Strecke. Die anschließende Aufholjagd vom vorletzten Platz erwies sich aber dieses Mal weniger effektiv als sonst. Obwohl Brendel in der Schlussphase nahe an Lorenzo de Ciutis (OMD) herankam, scheiterte der FSR-Pilot beim Versuch wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Der Mexiko GP zerstörte zudem Brendels Statistik. Das Rennen am Autodromo Hermanos war sein erstes 2020, in welchem er keinen Zähler holen konnte.


Jannik Maleika


Auch für Jannik Maleika lief der Mexiko GP nicht nach Plan. Der Cliffort Pilot hat ohnehin eine durchwachsene Saison hinter sich. Zwar war Maleika in der Qualy noch der schnellste Cliffort Fahrer, im Rennen lief es dann aber gar nicht nach Plan. Nach harten Fights zu Beginn fiel er schnell aus den Punkterängen. Im Fight gegen den Italiener Gaggiano ging Maleika schließlich unfair zu Werke und sollte seinen Kontrahenten auf Anweisung der Rennleitung wieder vorbeilassen. Nachdem er das ignorierte erhielt er eine 10-Sekunden Strafe auf das Rennergebnis. Grund genug für Maleika den Wagen absichtlich in die Wand zu setzen und so eine FCY Phase zu provozieren. Ein No-Go finden wir und daher zurecht ein Platz in den Flop-3 des Rennens.


Luca Zorn


Für Luca Zorn war der Mexiko-GP ein unrühmlicher Abschluss für eine eigentlich rühmliche Saison. Der Schweizer setzte vor dem Rennen auf eine alternative Reifenstrategie und fuhr so als einziger die Qualifikation auf den harten Reifen. Eine interessante Taktik von der sich Zorn einiges versprach. Dadurch ging der Saldo Pilot nur von Rang achtzehn in den Grand Prix. Die vielversprechende Strategie ging aber schließlich nicht auf. Durch die drei FCY Phasen verpuffte der vermeintliche Vorteil und so war Zorn fast nie in der Position in Mexiko Punkte zu holen. Am Ende stand ein fünfzehnter Platz hinter Travis Carter (Clipper) für den Schweizer zu Buche. Dennoch kann man von einer persönlich starken Saison sprechen. Mit Luca Zorn wird auch 2021 wieder zu rechnen sein.