Kopps Dreier – Die Tops und Flops des Monaco GPs


Der Große Preis von Monaco hatte auch 2021 in der VFC einiges an Unterhaltung zu bieten. Neben Safety-Car Phasen, strategischen Winkelzügen gab es auch erstaunlich viele Zwei-kämpfe zu bestaunen. Kommentator Julian Kopp stellt seine Tops und Flops aus Monte Carlo vor.


Tops

Jannis Wollborn

Was der Weltmeister von 2019 in Monaco ablieferte zeugt einmal mehr von der hohen Qualität des Deutschen. Trotz verhältnismäßig wenig Trainingsaufwand zu einigen anderen Toppiloten sicherte sich Wollborn erst knapp die Pole-Position, nur um dann fast den gesamten ersten Stint absichtlich auf harten Reifen langsam zu fahren und schließlich zum richtigen Zeitpunkt anzuziehen und einen Vorsprung herauszufahren. Dieser garantierte am Ende den Sieg vor Lukas Schmidt. Andere Piloten hätten wohl schon beim Anblick des selbst angerichteten Trains im Rückspiegel irgendwann die Nerven verloren. So nicht Jannis Wollborn. Seine Formkurve zeigt stark nach oben und fand nun seinen vorläufigen Höhepunkt in Monte Carlo. Auch wenn gerade die letzten beiden Rennen dem Newman sehr entgegen kamen. Ob Wollborn auch auf den kommenden un-geeigneteren Strecken glänzen kann bleibt abzuwarten.



Yannik Barwig

Auch unser zweiter Top des Monaco GP ist ein Newman Pilot. Durch eine konstante, fehlerlose und unauffällige Leistung sicherte sich Yannik Barwig letztlich sein langersehntes und auch verdientes Erfolgserlebnis. Der Heidel-berger zeigte sich gerade im ersten Stint geduldig, hielt Anschluss zur Spitze und fuhr dann ähnlich wie der Teamkollege seinen ersten Stint lange genug aus um von den Fehlern der Konkurrenz und deren Reifenverschleiß zu profitieren. Am Ende stand ein vierter Platz zu Buche sowie die Hoffnung auf einen beginnenden Aufwärtstrend.



Morgan Freeway

Wohl niemand hätte damit gerechnet, Morgan Freeway als Top des Monaco GP zu sehen. Generell hätte man lange nicht erwartet, dass Freeway überhaupt Teil des Grids sein würde. Doch noch am Renntag sprang der D2 Pilot von KFZ-Schubert Manziel für den fehlenden Schweizer Luca Zorn ein. Ohne große Vorbereitung in den Monaco GP gehen? Ein gewagtes Unterfangen. Doch Freeway meisterte es mit Klasse! Während sich um den Saldo Piloten herum die Konkurrenz ab- oder wegschoss bzw. auf falsche taktische Züge setzte, fuhr Freeway einfach sein Rennen durch ohne sich einen großen Patzer zu leisten. So sprang am Ende Platz 10 und drei wichtige Punkte für den spanischen Rennstall heraus. Damit stellt Freeway wohl auch den bisher erfolgreichsten Ersatzfahrer-Einsatz des Jahres dar und dürfte sich für weitere Einsätze empfohlen haben.




Flops

Larry Fischer

Es läuft aktuell einfach nicht für Larry Fischer. Der Deutsche setzte seinen Negativtrend der letzten Rennen fort und erlebte in Monaco einen gebrauchten Rennabend. Man merkte Fischer einfach an, dass er nicht viele Sympathien für den Prestigekurs übrig hatte. Am Ende waren es vor allem eigene Fehler, welche ein erfolgreiches Rennen unmöglich machten. Der Cesario Pilot verlor mehrfach ohne Bedrängnis den Frontflügel und kam so mit mehreren Runden Rückstand und als letzter Fahrender über die Linie. Eine Leistung die auch Fischer selbstkritisch sah und die sicherlich hinterfragt werden dürfte.

Gino Gaggiano

Auch für Gino Gaggiano lief es zuletzt nicht immer rund. Zu oft hatte der Italiener mögliche Punkte durch eigene Fehler noch abgegeben. Ihm merkte man an, dass Monaco kein beliebtes persönliches Pflaster war. So musste sich Gaggiano bereits in der Qualifikation deutlich dem Teamkollegen und Ersatzfahrer Alexander Hess geschlagen geben. Auch im Rennen blieb Gaggiano unauffällig und war im hinteren Mittelfeld in Zwischenfälle unter anderem mit Bastian Paisler verwickelt. Den negativen Höhepunkt erreichte der Italiener als er kurz vor Schluss den Wagen im Eingang zum Tunnel verlor und so die zweite Safety-Car Phase auslöste.



Fabian Walter

Fabian Walter hatte in Monaco keinen einfachen Stand. Nach seinem gelung-enen ersten Stammauftritt in Spanien war das Gap zum Teamkollegen diesmal größer. Noch fataler war aber der Start-platz im Mittelfeld, welcher das Risiko für Zwischenfälle maßgeblich erhöhte. So kam es dann auch. Nachdem Bastian Paisler seine Bremse unterschätzte drehte er den Rookie um. Dieser ließ erst gut und geduldig das kommende Feld vorbei, nur um dann zu hastig rückwärts zu fahren. Die Folge war ein Verlust des Heckflügels und damit der Absturz ins hintere Feld, aus welchem sich Walter anschließend nicht mehr befreien konnte. Ein Lernerlebnis für den neuen Cliffort Stammfahrer.


Hier gehts zur Wiederholung des Monaco GP:

Autor: Julian Kopp