Malaysia Analyse - Clipper auf der Jagd nach dem roten Monster



Lange sah die laufende Saison für das Clipper Motorsport Team sehr düster aus. Zu wenig punktete das Trio aus Simon Core, Marvin Schumacher und Travis Carter. Selbst mit Neuzugang Pascal Pohlenz wurde es kurzfristig nicht besser. Zu selten sah der Deutsche das Ziel.


Die zurückgekehrte Hoffnung


Mittlerweile von einer gelungenen Saison zu sprechen wäre definitiv noch zu hoch gegriffen. Dennoch sind die Wolken am Horizont etwas heller geworden. Durch seinen 8. Platz in Silverstone gelang Pascal Pohlenz mit einem passablen Rennen doch noch der verloren geglaubte Anschluss an das Scuderia Cesario Team. Man hätte sogar gleich auf ziehen können, wäre Pohlenz nicht früh mit einer Durchfahrtsstrafe zurückgeworfen worden. Er hatte den Massenstau zu Beginn des Rennens verursacht als er Daniel Bentenrieder (Saldo) drehte. Seine Teamkollegen hatten wieder einen unauffälligen Tag. Weder Travis Carter noch Marvin Schumacher schafften den Sprung in die Top-15 und holten abermals keine Punkte. Ein bekanntes Bild in der laufenden Saison.


Ein Ritter gegen das Monster


So dürfte Teamchef Simon Core seinen Ritter Pascal Pohlenz aussenden um das rote Monster Cesario noch zu packen. Deren Formkrise verschlimmerte sich zuletzt zu sehends, was die Stimmung im Clipper Team heben dürfte. Es bestände in Malaysia das erste Mal in dieser Saison die Chance den letzten Platz in der Team-WM zu verlassen. Diese wird das Team ergreifen wollen. Auch wenn dem Rennstall die Strecke in Sepang nicht zwangsläufig entgegen kommen dürfte besteht Hoffnung. Der Malaysia GP tendiert gerne zwischen Glutofen und Monsunregen. Bedingungen die dem Team entgegen kommen könnten. Gerade der strapazierfähigere Medium Reifen sollte Clipper bei hohen Temperaturen gegenüber den Pironi und Yasuda Reifen entgegen kommen. Sollte stattdessen der Monsungott zuschlagen könnte das dennoch kein Nachteil sein. Pascal Pohlenz hatte sich in dieser Saison bereits mehrfach stark unter nassen Bedingungen gezeigt, wie zuletzt in Silverstone. Selbst wenn Pohlenz scheitern würde, stehen die Chancen gut, dass auch Cesario kaum Boden gut machen kann. Somit wäre nur einer der drei Strikes verbraucht. Das macht Hoffnung beim Schlusslicht der VFC.


Eine Hoffnung die Simon Core Mut machen und ruhige Nächte in Sepang bescheren dürfte.


Autor: Julian Kopp