Malaysia Analyse - OMD auf der Jagd



Gefasst erlebte man Bastian Paisler nach dem Großbritannien Grand Prix. Seit diesem Rennsonntag steht wohl fest, dass der Überraschungsmann sich aus dem WM-Rennen verabschiedet hat. Doch Zeit zum Trübsal blasen hatte Paisler kaum. Der OMD-Fahrer und Teamchef konzentriert sich nun auf das nächste Ziel. Platz vier in der Team-WM.

Ein nicht so guter Sonntag


Es war nicht der beste Sonntag für das OMD –Razor Team. Das deutete sich schon vor der Qualifikation an. Rookie Gino Gaggiano konnte den Grand Prix nicht antreten und so ging das Team mit nur zwei Piloten in den Abend. Neben Paisler war wieder der Italiener Lorenzo de Ciutiis am Start. In der Qualifikation hatte man allerdings kein Glück. Durch wechselndes Wetter erwischte man schlechte Bedingungen und so war bereits danach klar, dass es ein schweres Rennen für OMD werden würde. So kam es dann letztlich auch. Paisler arbeitete sich zwar im Laufe des Abends immer weiter nach vorne, konnte aber aufgrund fehlender Safety-Car Phase und eines Drehers, mit Frontflügelverlust und daraus resultierendem Not-Stop, den Anschluss an die Spitze nicht halten. Auch der eigentliche Vorteil der Medium Reifen kam in Silverstone durch die nassen Wetterlagen nicht zur Geltung. So erreichte der Deutsche am Ende Rang neun und damit vielleicht das Maximum was an diesem Abend zu leisten war. Lorenzo de Ciutis hingegen hatte mehr Schwierigkeiten und konnte dieses Mal nicht glänzen. Nach der starken Vorstellung in Italien verlor er gegen Rennende noch die sicher geglaubte Punkteplatzierung, erreichte am Ende nur Rang dreizehn und ging so leer aus.

Neue Hoffnung für Malaysia


Ein Resultat, welches für OMD alles andere als optimal war. Konkurrent Cliffort setzte zwei Autos in die Punkte und konnte so den Vorsprung auf elf Zähler ausbauen. Eine Lücke die es für Paisler und Co. noch zu schließen gilt. Hinzu kommt, dass das zurückgezogene MS4All Team noch in Reichweite liegt. Somit hätte man die Möglichkeit bis zum Saisonende noch bis auf den vierten Platz nach vorne zu kommen. Ein Ziel, welches Paisler nun mit allem Ehrgeiz verfolgen dürfte. In der Fahrer-WM liegt er fast sicher auf dem fünften Rang, allerdings ohne Chance noch um den Titel mitreden zu können. In Malaysia ist deswegen Attacke angesagt. Besonders positiv für das Team? Es scheint ein Hitzerennen ohne Regen zu werden. Eine gute Nachricht für den Medium Reifen der in Sepang endlich wieder zur Geltung kommen könnte. Aufgrund der Hitze und vieler schneller Kurven dürfte die Belastung der Gummis nämlich wieder besonders hoch sein. Hinzu kommt, dass der zweite Italiener im Team, Gino Gaggiano, wieder zurück sein wird. Aufgrund von terminlichen Unsicherheiten, könnte jedoch der Einsatz von Lorenzo de Ciutiis in Gefahr geraten. Allerdings besteht angesichts dessen die Möglichkeit, einen alten Bekannte wieder hinter dem Steuer des OMD #33 zu sehen.

Paisler wird also versuchen mit aller Macht sein Team zu forcieren. Bei einem guten Tag ist einiges möglich und damit auch die Chance die Lücke zu Cliffort endgültig zu schließen. Ob Paisler und seinen Römern das gelingt hängt vor allem von ihnen selbst ab.

Die aktuellen Trainingszeiten zum Malaysia GP findet ihr hier:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020



Autor: Julian Kopp