Malaysia Analyse - Speedster zwischen Drama und Zugzwang



Als die Qualifikation für den Großbritannien GP absolviert war, sah alles nach einem spektakulären Abend für Patrick Newman aus. Der Speedster Pilot schlug auch dank der Wettergegebenheiten den Teamkollegen sowie das halbe Fahrerfeld. Was am Ende blieb war Trauer und Wut sowie ein Speedster in seinen Einzelteilen.


Ein Drama der Tragik


Dabei war die Freude so groß gewesen. Nach der Qualifikation stand Patrick Newman auf dem neunten Startplatz und erzielte so sein bestes Quali-Resultat 2020. Ein Glücksmoment für die scheidende VFC-Legende. Dementsprechend war der Vorsatz mit Vorsicht in die ersten Kurven zu gehen. Umso tragischer war die folgende Kettenreaktion. Nachdem Pascal Pohlenz (Clipper) den Saldo-Piloten Daniel Bentenrieder drehte, verstopfte dieser die Strecke für die nachfolgenden Fahrer. Unter ihnen Patrick Newman. Dieser fuhr auf, behielt aber seinen Frontflügel. Allerdings überstand das Speedster Heck den kommenden Bastian Paisler nicht und so verlor Newman seinen Heckflügel. Das Rennen war daraufhin gelaufen. Mit Tränen in den Augen stellte der erfahrene Pilot den Wagen ab. Ein Ereignis, welches seinen Abgang zum Saisonende nur bekräftigt haben dürfte. Und Teamkollege Fabian Jungbluth? Der kam mal besser, mal schlechter mit dem Wagen zurecht. Landete am Ende zumindest in den Punkten. Doch Rang elf war am Ende ein schwacher Trost. Da Luca Zorn gut für Saldo punktete zog der spanische Rennstall mit Speedster in der Team-WM gleich.

Jungbluth vs. Zorn


Eine Ausgangssituation, welche Speedster in den letzten Rennen in eine prekäre Lage bringt. Luca Zorn zeigt sich aktuell in Topform und so könnten Newman und Co. am Ende noch den siebten Rang in der Team-WM einbüßen. Ein Szenario, welches zur Sommerpause noch als recht unwahrscheinlich galt. Alle Hoffnungen liegen daher nun auf Fabian Jungbluth, welcher nach zwischenzeitlich starken Resultaten derzeit nur kleine Punktenüsse hamstert. Auch für den kommenden Malaysia GP hält sich die Motivation in Grenzen. Die Zeichen stehen auf ein heißes Trockenrennen, was zumindest hinsichtlich der Reifen ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz sein könnte. Gerade für Patrick Newman ist das aktuelle Szenario eine zerfahrene Situation. Nach seinen drei Zählern in Belgien wollte der alte Hase die Saison eigentlich ruhig ausklingen lassen. Eine Unbekannte im Speedster Team könnte zumindest Dominik Cybok sein. Nach zwei verpatzten Grand Prix und dem fehlen in Großbritannien wird der Rookie wieder für Speedster ins Cockpit steigen. Wo für ihn die Reise hingeht ist ein Rätsel. Für die kommende Saison ist Cybok nicht für einen Stammplatz in der VFC gesetzt worden. Die Zeichen gehen in eine andere Richtung. Umso mehr wird Cybok versuchen in Malaysia positiv aufzufallen.

Dementsprechend heißt es schwitzen für Speedster und das nicht nur auf Grund der Malaysischen Temperaturen. Ob die Ausgangssituation sich nach dem Grand Prix weiter verschlechtert hat wird sich maßgeblich aus dem Duell Jungbluth gegen Zorn heraus entscheiden.

Hier findet ihr die aktuellen Trainingszeiten zum Malaysia GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202020


Autor: Julian Kopp