Mit jungen Talenten in die Zukunft – Cliffort Royal Racing vor dem D2 Start



"Wir wollen einfach ein paar Talent für die kommenden VFC-Jahre testen." So fasst Dominic Röhken, Teamchef des Cliffort Royal Racing Teams, das Ziel und die Hoffnungen für die diesjährige Saison in der wieder gegründeten Division 2 zusammen. Cliffort Royal Racing ist mit seinem D2-Team dabei eines der diversen Juniorenteams, die ihren VFC-Counterpart in der Nachwuchsserie vertreten werden.


Dass man direkt in der Debütsaison der D2 ein Juniorenteam aufstellt und zwar erst ein Jahr nach der Gründung des VFC-Rennstalls, zeigt den Anspruch des britischen Teams: Junge Talente finden, in der Nachwuchsserie der GSO ausbilden und mit diesen dann in ein paar Jahren in der VFC angreifen. Doch in der Vorbereitung 2021, genauer gesagt bezüglich der Fahrerpaarung, verlief nicht alles so, wie Teamchef Röhken es gerne gehabt hätte. Cliffort wird am Sonntag wahrscheinlich mit nur einem Fahrer antreten, dem Neuzugang Phillip Feckeler.


Ursprünglich hatte man geplant, mit der Fahrerpaarung bestehend aus Patrick Drasl und Philip Salle anzutreten. Während Salle wohl als Gelegenheitsfahrer antreten soll, war die Situation mit Patrick Drasl eine andere. Anfang Februar ließ Röhken nämlich über die offiziellen Medienkanäle verkünden, dass Drasl durch Phillip Feckeler ersetzt werde. Man ließ auf Nachfrage der Redaktion mitteilen, dass es zu Unstimmigkeiten zwischen Fahrer und Teamchef gekommen war, worauf man sich in beiderseiten Einvernehmen darauf geeinigt hatte, den Vertrag für diese Saison vor dem ersten Rennen aufzukündigen.



Trotz dieser leichten Unruhen im Team blickt der Teamchef optimistisch in die Saison: "Mit Phillip haben wir einen neuen heißen Stern am Horizont, dem wir eine Chance geben möchten, in die GSO einzusteigen! Und natürlich soll er den Fahrern in unserem VFC-Team auch Druck machen.", so Röhken in einer weiteren Frage. Feckeler selbst ließ das ganze Drumherum im Gespräch mit uns kalt. Er sei seinem Teamchef sehr dankbar, dass man ihm die Chance bei Cliffort gibt. Feckeler äußerte sich im Anschluss zur Umstellung von GT auf Formelwagen und seine Fortschritte vor dem ersten Rennen wie folgt: "Ich konnte in kurzer Zeit gute Fortschritte machen, was meine Zeiten und die Konstanz angeht. Was mich für die Saison sehr positiv stimmt, da ich eigentlich aus dem GT3 Sektor komme. Natürlich war es eine gewisse Umstellung jetzt in einem Formelwagen an den Start zu gehen, aber ich habe schon ein paar Testtage absolvieren können und bin mit den Einstellungen des Wagens sehr zufrieden."


Mit seinen sich selbst gesteckten Ansprüchen, vorne mitzufahren und für die ein oder andere Überraschung zu sorgen, kann man davon ausgehen, dass er das in ihn gesteckte Vertrauen an Röhken zurückzahlen will. Dies wird sich an diesem Sonntag, dem 21.02 um 18:30 Uhr im Livestream der GSO zeigen, wenn Feckeler mit den anderen Fahrern der D2 den ersten Grand Prix der Saison in Katalonien bestreitet.




Autor: Jörn Georg Dicks