Nächster Paukenschlag in Italien! - Die Torino Car Group verkündet neues Team für 2021



Während einer Pressekonferenz in Turin verkündet Gonzalo Cattivo das Schwesterteam zur Scuderia Cesario namens Beta Giulia. Der neue Rennstall, welcher nicht nur aus dem Erfahrungsschatz von Cesario profitieren sollte, wird in der kommenden Saison 2021 auch mit einem Motor aus der Gruppe ausgestattet.


„Damit wäre sichergestellt, dass beide Teams genug Power im Heck haben. Das Cesario Aggregat wird für Beta Giulia allerdings umgebranded“, so Cattivo.

Nach der bisher misslungenen Saison 2020 plant die Motorsportgruppe wohl mit zwei verschiedenen Lösungsansätzen: „Cesario soll in der nächsten Saison wieder um die Fahrer-Weltmeisterschaft mitfahren können. Mit Schmidt haben wir hier ein heißes Eisen im Feuer. Auch Fischer sollte man nicht unterschätzen“, führt Cattivo aus. „Beta Giulia wird wohl hingegen den Ansatz verfolgen, mit einem guten Motor, aber überschaubaren Mitteln ein wettbewerbsfähiges Auto zu bauen. Es soll so den Nachwuchsfahrern die Möglichkeit gegeben werden, sich voll in die Technik der Autos, aber auch aufs Fahren konzentrieren zu können.“


Doch wer sind die neuen Fahrer? Daniel Bentenrieder und Johannes Greulich

Beide kennen sich schon lange privat und haben sich seit Anfang September schon an die Saisonvorbereitung für Beta Giulia gewagt.

Cattivo: „Greulich wird nicht nur Fahrer sein, sondern auch Teamleiter. Ich sehe ihn als eine innovative, motivierte Person, der unserer Torino Car Group und vor allem dem Rennstall frischen Wind einhauchen kann.“


Greulich dürfte bekannt sein aus seinem ersten Rennen mit dem Cesario am Hungagoring, wo er unter schlechten bzw. gemischten Verhältnissen im Qualifying auf Rang vier gefahren ist. „Klar war hier ein wenig Glück im Spiel, aber ich konnte unter Beweis stellen, dass ich eine ruhige und geordnete Fahrweise an den Tag lege und unter schwierigen Verhältnissen trotzdem gute Zeiten fahre“, sagt Greulich. So wie auch in Spa, als er im Saldo eine Zeit lang Siebter war und diese Position durch einen Fahrfehler leider aufgeben musste.

„Klar, es ist ein Risiko, das neue Team einen Rookie zu überlassen, jedoch sehe ich in Johannes jemanden, der sich nicht zu hohe Ziele steckt und diese auch erreicht“, meint Cattivo. „Das ist genau das richtige, was ich mir für das Team vorstelle.“


Ganz im Gegensatz zu Bentenrieder. Ein Fahrer mit sehr viel Potential, welcher jedoch oft wegen kleinen Fehlern gute Ausgangspositionen im Rennen aufgeben musste. Auch er hat dies trotz eines schlecht performenden Autos mehrmals unter Beweis stellen können.

„Für mich ist klar, er bringt die Erfahrung mit und ich schaffe es noch ihm die Konstanz beizubringen. Dann schafft er es auch öfter in die Punkte“, so Greulich. „Außerdem war mir wichtig, dass er unser absoluter Top-Fahrer im Team wird, von dem ich lernen kann und der prägend bei signifikanten Entscheidungen mitwirken kann.“


Auf Nachfrage, ob man sich gleich hohe Ziele stecken wolle, wenn man schon von sicheren Punkten spricht, sagt Greulich: „Mein Plan für Beta Giulia ist ganz klar nicht Letzter in der Konstrukteurs-WM zu werden. Wenn mehr drin ist, dann ist es so, wenn nicht, dann nicht Aber wir haben nichts zu verlieren.“


Sehr bescheiden vom bayerischen Teamchef.


Autor: Johannes Greulich