Neues VFC-Motorenreglement 2022 bekannt – Erste Motorenhersteller verkünden ihre Zusage


Die VFC geht für 2022 in einige große Veränderungen. Diese hatten schon in 2021 mit Umstrukturierungen in der Führungsetage begonnen, wodurch dann ein z.B neues Entwicklungssystem oder neue Offensiven im Social Media-Bereich getätigt wurden.

Eine der größten Veränderungen im nächsten Jahr wird aber die Motorenregelung sein.

Vorbei sind die Zeiten der komplizierten V4 oder V6-Motors, ab nächstem Jahr wird unter einer einheitlichen Motorenformel gefahren, welche in der Form von V10-Motoren kommt. Das soll den Sound und die Entwicklung verbessern und den Einstieg von neuen Herstellern vereinfachen. Dabei ist hervorzuheben, dass die V10-Motoren mit Eco Fuel gespeist werden, um mit der heutigen Zeit zu gehen. Die jeweiligen Motoren haben unterschiedliche Mengen an PS-Anzahl, werden aber alle bei über 900 PS liegen und damit eine große Menge an Power auf die Strecke bringen.


Gesondert hervorzuheben ist das Tokensystem, welches vor allem den Teams sehr entgegenkommen dürfte: Die Hersteller können anhand dieses Systems ihre Motoren in gemeinsamer Absprache mit den Teams verändern. Die Impulse kommen hier von den Rennställen selbst, die sich gemeinsam auf eine Entwicklungsrichtung bei ihren jeweiligen Motoren einigen. Hierdurch wird der Motor im nächsten Jahr einen noch wichtigeren Platz bei der Planung der Teams haben, da sich die Aggregate konstant entwickeln lassen. Die Werkshersteller wie Cesario oder Volksmobil haben dabei zwar einen kleinen Vorteil gegenüber den Kundenherstellern, dass System ist nichtsdestotrotz in seiner Gänze betrachtet als fair einzuschätzen. Es könnten so einige Überraschungen möglich sein.


Das hat auch einige Kundenhersteller überzeugt, die länger nicht mehr in der VFC zugegen waren. Darunter der Motorenhersteller Hobbs, den man damals in der abgebrochenen FWC-Saison 2015 gesehen hatte. 2019 hatten es die US-Amerikaner dann in Form vom Rennteam United Motorsports nochmal probiert, wo unter anderem Lucas Bingenheimer und der Cesario-Fahrer Larry Fischer fuhren. Das ganze Projekt scheiterte aber in krachender Manier, man zog sich nach ein paar Rennen aus der VFC-Saison 2019 zurück.

Dieses Mal soll aber bei Hobbs alles anders werden. Mit einer besseren Vorbereitung nimmt man sich die Herausforderung VFC noch einmal an und tritt als Kundenhersteller in der Saison 2022 an, um deren Teams mit Motoren zu versorgen. Das kommt einer Überraschung gleich, nachdem man zweimal in der GSO bisher gescheitert war. Aber bei Hobbs scheint man das Motto "Aller guten Dinge sind Drei" recht ernst zu nehmen.


Ebenso überzeugt von der neuen Motorenformel ist Hamasaki, der momentane Ausrüster für Cliffort Royal Racing und Razor GP. Der Hersteller für Kundenmotoren hat dieses Jahr zwei Siege mit Cliffort zu verzeichnen, jedoch ist der Motor nicht als der kraftvollste bekannt. Das soll sich in 2022 deutlich ändern. Hamasaki fährt die großen Geschütze auf und hat angekündigt, deutlich mehr Aufwand und Arbeit in das nächste Jahr zu investieren.

"Hotaka war immer der Vorreiter bei den japanischen Motorenherstellern in der VFC und wir bei Hamasaki mussten uns in vielen Dingen hinten anstellen. Diese Zeiten sind aber nun vorbei. Wir wollen mit dieser Offensive aus dem Schatten von Hotaka treten und dafür sorgen, dass Hamasaki ganz oben mitfahren wird.", so der Pressesprecher der Japaner.

Um diese Ambition zu untermauern hat man sich bei Hamasaki nach einigen Verhandlungen und dem Überzeugungsgeschick von Bastian Paisler dafür entschieden, Razor GP die Werksunterstützung zu geben.


Mit den neuen Motorenreglement scheint also vieles in die richtige Richtung zu gehen; dass neue Tokensystem verspricht Fairness und einige Überraschungen, wodurch sich viele Hersteller davon überzeugt sehen. Hobbs und Hamasaki sind auf jeden Fall schon bestätigt; es bleibt abzuwarten, ob noch einige andere Hersteller auf den Zug aufspringen werden.

Autor: Jörn Georg Dicks