VFC 2021: Japan Vorbericht Teil 2 – Kampf um Platz 8 und viel Relaxtheit


Beta Giulia


Ausgangssituation: Wichtige Punkte im Kampf um Platz 8 in der Team-WM gesammelt, dazu die ersten Punkte für Jan Winter in der VFC. Das Rennen in Mexiko verlief für Beta Giulia sehr gut, auch, wenn der Fehler von Daniel Bentenrieder in den letzten Runden das Ergebnis etwas trübt. Aber diese fünf Punkte von Winter waren im Kampf um das Budget 2022 sehr wichtig.

Nun gilt es, dieses Errfolgserlebnis nach Suzuka zu tragen. Dort wird der finale Kampf um Platz 8 geführt. Es wird jedoch für beide Fahrer schwer, die Razors und Alexander Kraft zu schlagen. Aber möglich ist es und das finale Ziel sollte Motivation geben. Schließlich geht es um mehr Geld.


Trainingsvorbereitung: Beide Fahrer haben für das finale Ziel genug trainiert, gerade Daniel Bentenrieder ist mit seiner Zeit gut unterwegs und auf Platz 12 wiederzufinden. Jan Winter ist dabei noch stärker und mit seiner Zeit sogar auf P10.


Updates: Keine Updates bei Beta Giulia.


Motor: Der starke Motor, denn beide Fahrer schon auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken angewendet hatten, kommt hier wieder zum Tragen. Drei Rennen ist er bei beiden Fahrern alt.


Fahrervoraussetzungen: Nach den ersten VFC-Punkten ist Jan Winter auf einem erneutem Formhoch. Den Verlust des D2-Titels hat der junge Deutsche hinter sich gelassen und scheint sich voll und ganz auf seinen letzten Einsatz in der VFC in 2021 zu konzentrieren. Die Trainingszeiten versprechen dabei auch, dass er ein Wörtchen um die Punkte mitzureden haben wird.

Daniel Bentenrieder ist ebenfalls wieder schnell unterwegs, allerdings scheint die Konstanz in den letzten Rennen zu fehlen. Die muss der Bayer aber im letzten Rennen der Saison wiederfinden, damit eine erneute Punkteausbeute funktionieren wird.


Platzierungstipp: Zwischen P10 bis P18.

Equipo Saldo


Ausgangssituation: Das letzte Rennen der Saison rückt näher und für Saldo damit eine eigentlich zufriedenstellende Saison. Viele schrieben die Spanier in das Hinterfeld oder kritisierten ihren fehlenden Trainingseifer. Nun sind die Stimmen verstummt, man liegt sicher auf Platz 7 der Team-WM. Die maximale Ausbeute. Im Grand Prix von Mexiko gab es dazu wieder mal Punkte, Jannik Maleika beendete das Rennen auf P12. Viel gibt es für beide Fahrer nicht mehr zu beweisen oder zu schaffen, man wird also das letzte Rennen angehen wie jedes x-beliebige.


Trainingsvorbereitung: Man ahnt es bereits, beide Fahrer haben bisher nicht vor dem Rennen trainiert. Also alles wie immer.


Updates: Kein Update für die Equipo.


Motor: Im letzten Rennen holen beide Saldo-Fahrer noch einmal den Motor Nr. 2 raus, der noch ganz gut Power hat. Vor allem Luca Zorn dürfte im Vorteil sein, da er weniger fuhr und sein Motor daher nur zwei Rennen alt ist.

Fahrervoraussetzungen: Viel gibt es da nicht zu sagen. Beide Fahrer gehen in ihr letztes Rennen und dürften das Rennen wohl einfach nur genießen wollen. Maleika dürfte daran interessiert sein, seine Punktestreak zu erweitern, Zorn wohl eher daran, überhaupt Punkte zu holen. Bei beiden geht es wie gesagt um nichts, bei den Cockpits scheinen sich beide wohl schon sicher zu sein, so wenig, wie man da hört.


Platzierungstipp: Schwer zu sagen, wahrscheinlich wieder zwischen P8 und P14.

Clipper Motorsport


Ausgangssituation: Der Sieg ging Pascal Pohlenz diesmal durch die Lappen. In Mexiko schaffte es der Hesse nicht, den schnelleren Marc Schlüter abzuwehren. Mehr noch, durch eine falsche Reifenwahl landete Pohlenz dieses Mal nicht auf dem Podium.

Aber schlimm ist das nicht. In der Team-WM geht es um nichts und der dritte Platz in der Fahrer-WM scheint für Pohlenz unrealistisch. Dazu ist er am Renntag verhindert, weshalb Alexander Hess und David Jundt die Chance bekommen, im Clipper um das Podium und vielleicht sogar den Sieg mitzufahren. Gerade Hess dürfte zeigen wollen, was er in einem Topauto kann. Sozusagen einen Vorgeschmack auf 2022 geben.


Trainingsvorbereitung: Hess hat viel für den Traum vom Podium oder sogar den Sieg trainiert und ist mit seiner Zeit relativ nah an der Spitze. Virtuell steht er auf Platz 2. Jundt hat währenddessen noch nicht trainiert, vielleicht tut er dies aber auch offline.


Updates: Keine neuen Updates bei Clipper.


Motor: Jundt erhält den Wagen von Pohlenz und wird das Aggregat 1 fahren, während Hess mit Nordics Motor Nr. 3 fährt. Hierdurch hat er einen leichten Vorteil gegenüber Jundt.


Fahrervoraussetzungen: Durch seinen starken sechsten Platz und der Pace hat sich Jundt in der VFC empfohlen. Der Einsatz bei Clipper dürfte ihm sehr entgegenkommen, dort kann er weiter zeigen, dass man mit ihm nächstes Jahr oder in 2023 rechnen dürfte,

Alexander Hess ist währenddessen extremst motiviert. Der D2-Vizemeister ist sprichwörtlich heiß darauf, den ersten VFC-Sieg oder ein Podium in diesem Jahr zu holen und 2021 noch besser abzuschließen als ohnehin schon.


Platzierungstipp: Zwischen P1 bis P8.

Scuderia Cesario


Ausgangssituation: Punkte für beide Fahrer im letzten Rennen, dazu ein halbwegs erfolgreicher Rennabend für den Ersatzfahrer Heiko Kolvenbach. Bei Cesario war in Mexiko etwas Ruhe eingekehrt. Larry Fischer konnte seit langem wieder zeigen, dass er ein guter Fahrer ist und setzte den Cesario auf P9. Das dürfte Motivation geben, vor allem, weil Fischer sagte, er hätte seit langem mal wieder Spaß gehabt. Er dürfte dieses Gefühl wohl gerne nach Japan mitnehmen wollen. Lukas Schmidt ist währenddessen mit der Verkündung aus dem Urlaub zurückgekehrt, dass er 2022 nicht fahren wird. Er dürfte es ebenfalls ruhig angehen wollen.


Trainingsvorbereitung: Schmidt und Fischer haben genug trainiert und sind mit ihren besten Zeiten auf P5 und P13 wiederzufinden. Beide sind sind an der Spitze bzw. am vorderen Mittelfeld dran.


Updates: Ein letztes Update erhält Cesario im letzten Rennen.


Motor: Während Schmidt mir Aggregat Nr. 3 ins Rennen geht, wird Fischer Motor Nr. 2 nehmen. Beide Motoren sind aber von der PS-Zahl her gleich und noch kraftvoll genug für Suzuka.


Fahrervoraussetzungen: Für beide Fahrer geht es um nichts mehr. In der Team-WM kann man nicht mehr nach vorne oder nach hinten, dazu wird der Kampf um den WM-Titel zwischen zwei anderen ausgetragen. Schmidt hat keine Chance mehr und fährt 2022 auch nicht, er dürfte es also ruhig angehen lassen und sein Rennen fahren. Ein Besuch auf dem Podium wäre dazu ein versöhnlicher Abschied aus der GSO.

Larry Fischer ist ebenfalls nicht mehr als Fahrer nächstes Jahr zu sehen, dafür aber im Media-Bereich. Dementsprechend wird er auch nicht mehr großartig auftreten, aber eine Punkteplatzierung im letzten Rennen könnte ihm den Abschied vom Fahrertum bestimmt versüßen.


Platzierungstipp: Zwischen P3 und P12.

Autor: Jörn Georg Dicks