VFC 2021 - Stimmen zum Australien GP


Ereignisreich ging der Australien GP am vergangenen Wochenende über die Bühne. Es gab sowohl Gewinner als auch Verlierer. Wir haben euch einige Stimmen von Fahrern und Teamchefs nach dem Rennen in Melbourne zusammengestellt.



Sieger: Aleksandar Knezevic (Cliffort Royal Racing):

"Also ich kann mein Glück eigentlich nicht in Worte fassen. Vor allem nach der letzten Saison wo viel Dresche auf mich eingegangen ist. Ich war schon wirklich überrascht über die Pace im Qualy, also ich habe gedacht, dass VM im Rennen weit weg sein wird. [...] Ich muss an erster Stelle sagen großes Lob an Cooper, weil der hat mir in den letzten Minuten noch wirklich geholfen was Setup angeht. Also ich war eine gute halbe Sekunde weg von ihm und dann haben wir noch ein bisschen was ausprobiert, getüfftelt und dann einfach die perfekte Runde gefahren. Also ich behaupte jetzt das war die beste Runde die ich in mittlerweile 19 Jahren SimRacing gefahren bin. Es war einfach die perfekte Runde. [...] Cooper hat selbst gezeigt, dass die Pace da war. Wir waren wie gesagt selber etwas überrascht denn wir hatten uns vielleicht ein Podium ausgerechnet wenns gut läuft. Er hatte eben den Verkehr noch, ich habe im ersten Stint hinter Schubert gehangen, aber ab dem Zeitpunkt haben wir es eigentlich kontrolliert. [...] Was das Rennen angeht muss ich wieder ein großes Lob an Cooper sagen, weil so stelle ich mir eine Zusammenarbeit vor. Ich hatte leider in der Vergangenheit die Leute die zwar schnell waren, aber ja das miteinander war nicht immer ganz einfach und hier kann man sich einfach drauf verlassen.[...]"



P2: Lukas Schmidt (Air Arab Scuderia Cesario):

"Das Auto ist nicht da wo wir es gerne hätten im Vergleich zu anderen. Im Vorfeld sah es dann aber gar nicht schlecht aus. Leider wurde meine letzte schnellste Runde dann gestrichen sonst wäre es P3 gewesen, hat aber gepasst. [...] Ich hätte locker eine Sekunde schneller fahren können, aber es war halt wirklich praktisch unmöglich zu überholen. Zum einen die Bremsen und zum anderen war unser Setup zu untersteuernd für die letzte Kurve, dass ich in der Dirty Air nicht voll aufs Gas gehen konnte. [...] Ich muss unserem Strategen dem Herrn Cattivo ein Kompliment machen, weil ich wäre wahrscheinlich nicht so früh reingegangen für unseren letzten richtigen Boxenstopp [...] die Reifen wären so wahrscheinlich ziemlich tot gewesen die letzten drei Runden."



P3: Cooper McAllister (Cliffort Royal Racing):

"[...]Also mir war es schon vorher bewusst, dass ich im Qualy die Zeit nicht hinkriegen werde. Ich hatte auch leider viel Pech auf meinen Runden. Aber im Rennen war es mir schon bewusst, dass wir vom Auto her gut mithalten können. [...] Ich habe Abstand gelassen um die Reifen zu schonen [...] weil wir nicht das beste Auto zum überholen haben. [...] als die FCY-Phase rauskam hatte ich extreme Probleme mit den alten Reifen und ich weiß nicht ob es gereicht hätte wenn ich in die Box gefahren wäre, deshalb bin ich draußen geblieben. [...] "



P7: Jannis Wollborn (Newman Racing Team):

"[...] ich hatte einen recht guten Start von der Linie weg. T1/T2 wurde ich dann von Schlüter in die Mauer gedrückt, wo er sagte, er hatte Untersteuern, macht trotzdem die Lenkung auf und lässt mich auf das Gras und in die Mauer fahren. Direkt Schaden gehabt. Runde 4 hab ich in der vorletzten Kurve meine Chance gesehen, bin in die Lücke gefahren, hab Platz gelassen usw. und auf der Geraden hab ich ihn genug Platz gelassen zum Überleben, doch dann fährt er auf einer Geraden in mich rein. Dann habe ich es nicht mehr erwartet, dass er so in die 1. Kurve reinfährt. Dachte ich bin nen bisschen weiter vorne und hab ihn dann noch berührt. Dann dafür die Strafe bekommen und hatte noch ein bisschen Spaß am Überholen. Am Ende hats dann nur für P7 gereicht. War dann nur Schadensbegrenzung."



P12: Marc Schlüter (Russia GP):

"Qualy [war] nicht optimal mit P5, vorallem da ich das Auto weggeworfen hatte. Da war mehr drin, evtl. sogar [die] Pole. [Der] Start war in Ordnung, konnte P5 halten und [bin] dann im Kampf mit Jannis gedreht worden und [habe] somit wertvolle Plätze verloren. Am Ende mit P9, durch meinen dummen Fehler in der Box leider nur noch P12. [Dann habe ich] Schadensbegrenzung betrieben. Da war deutlich mehr drin im Rennen. Das Auto hat viel Potenzial. Kyalami sollte besser für uns laufen."



P19: Gino Gaggiano (Scuceria CM Fahrer+Teamchef):

"Eigentlich sind wir mit einem guten Gefühl ins Rennwochenende gegangen, wir wussten trotzdem, dass wir nicht die schnellsten sein werden und mehr über unser eigenes Können als über Setup oder Fahrzeugupdates glänzen müssen. Allerdings hat uns der doch unerwartete Verschleiß der Reifen in die Kine gezwungen - wir haben diese zwar mehrfach im Vorfeld getestet, im Rennen war die Abnutzung aber dann doch stärker. Dann gab es noch ein Fauxpas beim Boxenstopp, als beide gleichzeitig rein kamen, es aber nicht kommuniziert wurde. Also das Rennen war dann ab Mitte des Renngeschehens gelaufen. Mund abwischen und weiter zum nächsten Grand Prix."



P9: Larry Fischer (Scuderia Cesario):

"[Das] Qualy [war] nicht so der Wunscheinstieg ins Jahr. Ein Windows Update brach die Session vorzeitig ab. Nach Rückkehr in meiner Hotlap wurde ich 2x auf den Desktop zurück geworfen, ohne eine Zeit zu setzen. Top 10 wären möglich und [dadurch eine] variablere Strategie. Ich denke, [das Rennen kann] man kann es als Erfolg verbuchen. Wir brachten unsere 1-Stop-Strategie zum arbeiten, haben uns aus Sachen rausgehalten und kamen auf Platz 7 vor. Ärgerlich war es dann, den Russia-GPs in der vorletzten Runde ausgeliefert zu sein, Platz 8 klingt nämlich besser als 10, hatte keine Chance die zu halten. Aber es sind wichtige Punkte fürs Team und habe das bestmögliche aus der gegeben Situation gemacht. Ebenso much respect an Lukas oben auf dem Podium! Das zeigt, wie viel Potenzial im Wagen steckt."



P4: Pascal Pohlenz (Clipper Motorsport Fahrer+Teamchef):

"Also Quali [ist] ganz gut gelaufen, nur da die zweite schnelle Runde wegen Tracklimits gestrichen wurde stand ich in der 3. Runde unter Druck, da es ansonsten statt P4 nur P10 in etwa gewesen wäre. Dementsprechend unter Druck das Beste rausgeholt. Im Rennen dann auf die harten Reifen gesetzt, da die Weichen bei Clipper, wenn überhaupt, nur minimal schneller waren. Ab dem Moment dann darauf gehofft dass bei den anderen die Reifen einbrechen, was allerdings nicht passiert ist. Danach dann einfach das Auto nach Hause gebracht und die Punkte mitgenommen."



P5: Kevin Peters (Volksmobil Blue Horns):

"Mit dem Rennen an sich bin ich sehr zufrieden. Nachdem mir bereits in der Qualifikation mit dem Disconnect jegliche Chance auf den Rennsieg genommen wurde, ging es für uns nur noch um Schadens-begrenzung. Diese haben wir mit einigen Positionsveränderungen hinbekommen. Pacemäßig wäre ein Podiumskampf drin gewesen, was mir Hoffnung für die kommenden Rennen macht!"



P14: Jan Winter (Beta Giulia Ersatzfahrer):

"Im Qualifying bin ich nahezu eine perfekte Runde mit dem Beta Guilia gefahren. Am Ende der Session wollte ich noch einmal diese Zeit unterbieten, habe allerdings gleich in der ersten Kurve zu eng genommen und so wurde es nichts mehr mit dieser Runde. Letztenendes wurde es P10 und das ist mehr als zufriedenstellend. Ich denke niemand in dem Fahrerfeld hat den Beta Guila, gerade in Melbourne, so weit vorne gerechnet. Der Start lief gut, ich habe mich eher zurück gehalten, dass ich niemanden in die Quere komme. Im Laufe des ganzen Rennens hatte ich eine echt starke Pace, die ich so im Training sonst nicht gefahren bin und dadurch klebte ich quasi das ganze Rennen über an Yannik Barwig seinen Heck dran. Dass ich einen Newman mit diesem Auto verfolgen kann, hätte ich vor dem Rennen alles andere als erwartet. Es war ein sehr stressiges Rennen für mich. Vorne an Yannik bleiben, während hinter mir der Russia GP von Fabian Jungbluth selber an meinem Heck kleppte und ich wusste dass er schneller kann.

Irgendwann ist mir wohl der Kragen geplatzt, in Runde 28 war es glaub ich, dass ich endlich an Yannik vorbei wollte, obwohl ich mit P8 schon ein echt bombastisches Ergebnis rausgeholt hätte, kam der Rennfahrer einfach in mir raus und wollte mehr. Ich setze mich neben Yannik kurz vor T11, die "fast" unmögliche Stelle zu überholen [...] und dann kam es zum ungewollten Crash. Im nachhinein hätte ich lieber P8 [mit] nach Hause genommen. Zwischen mir und Yannik ist alles gut, haben es direkt nach dem Rennen geklärt. Für mich war es ein Rennunfall. Ich bin zu viel Risiko gegangen in dem Moment, aber man fährt um zu lernen. "



Die Wiederholung zum Australien GP findest du hier: