VFC-2021: Stimmen zum Brasilien GP


Der GP von Brasilien in Interlagos lieferte dieses Jahr ein strategisch spannendes Rennen, in welchem letzten Endes Lukas Schmidt den Sieg davon trug. Zum Rennen einige ausgewählte Kommentare von Seiten der Fahrer.



Sieger - Lukas Schmidt (Fahrer - Air Arab Scuderia Cesario):

„Endlich! Die ersten beiden Rennen ist ja echt ziemlich viel bei mir schief gelaufen und jetzt hat's endlich mal alles geklappt und wir konnten unsere gute Pace mal zeigen. Bin mega zufrieden! Im ersten Stint hat man schon gesehen, dass Kevin zu Beginn des Stints einfach schneller sein wird, da er auf dem Soften war, da haben wir in ziehen lassen und dann beim Boxenstopp einfach überholt. Im letzten Stint hab ich dann auch den Boost runtergedreht und bin das Ganze dann nach Hause gefahren und habe nichts mehr riskiert."



Zweiter - Sven Schubert (Fahrer - Volksmobil-Blue Horns):

„Ich hab keine Ahnung, (was am Start) passiert ist. Ich bin meine Linie, meine Kurve gefahren, hab beim Anbremsen in den Rückspiegel geguckt, da war alles weit genug weg und auf einmal krieg ich nen Schlag und dann steh ich auf einmal entgegen der Fahrt-richtung. Gott sei Dank ist mir keiner rein gefahren, [….] aber schlimmer hätt's eigentlich nicht losgehen können. Mir war's auf gut Deutsch „Scheiß egal“ was mit den Anderen ist, ich bin einfach vorbei gefahren, weil ich so die Schnauze voll hatte, wenn man das so sagen kann. Dann war ich nach fünf bis sechs Runden wieder in den Top 10 und dann gemerkt, dass meine Zwei-Stop auf Soft nicht sich ausgehen wird, musste dann auf Drei-Stop switchen und dann hab ich eigentlich die ganze Zeit nur Vollgas gegeben, das ganze Rennen durch. Ich hab auch erst drei Runden vor Schluss realisiert, dass wir da (an Peters) da unter Umständen noch rankommen werden, aber groß abgesprochen haben wir uns da nicht. Lukas Schmidt wird [in Imola] wieder der erste Gegner sein.“



Dritter - Kevin Peters (Fahrer - Volksmobil-Blue Horns):

"„Zweiter Platz wäre natürlich jetzt besser gewesen, ohne die letzte Runde, aber es hilft auf jeden Fall in der WM weiter, darum geht’s ja am Ende. Wir haben leider Punkte auf Lukas verloren, was uns in den ersten beiden Rennen ausblieb, daher war ich damit dann doch recht zufrieden im ersten Moment. Und dieses Rennen wirft uns halt ein bisschen weiter zurück. Ich hab erstmal gar nichts (von dem Start) vorne mitbekommen bis vorne drei Leute vor mir standen. Bin Lukas leicht drauf gefahren und dann war der Frontflügel bis Rennende halt kaputt, weil wir keine Zeit hatten, den zu reparieren. Wir hatten auch mittendrin überlegt, vielleicht auf Drei-Stopp umzubauen, […] nur hatten wir halt einfach keine Lücke dazu, da wären wir hinter diese vier, fünf Personen zurückgefallen, von daher mussten wir's von vorne probieren.“



P4- Marc Schlüter (Fahrer - Russia GP):

"Mein Rennen verlief nicht 100% nach Plan aber es war endlich mal ein gutes Rennen. Die FCY Phase hat mir das Rennen etwas gerettet, weil ich durch den Unfall mit Pohlenz und Schubert am Rennstart eine beschädigte Aufhängung hatte, die ich dann während FCY repariert hab um nicht so viel Zeit zu verlieren wie unter Renntempo. Ich habe dann nach dem Reparaturstop eine Aufholjagd gestartet, die am Ende mit P4 belohnt wurde, was eigentlich P3 oder sogar P2 hätte sein sollen. Ich und das Team sind immer noch recht unzufrieden mit der 5 Sek Strafe, aber das kann man nicht mehr ändern und wir gehen gestärkt nach Imola. Echt schade für meinen Teamkollegen Fabian, der nach Runde 1 auf P6 lag, aber leider seinen Frontflügel verloren hatte dadurch, dass sein Heckflügel einen Klick niedriger war als geplant. Ich bin mir sicher in Imola können wir beide ein gutes Teamergebnis erzielen"



P9 - Gino Gaggiano (Clipper Motorsport):

"Das Rennen verlief größtenteils wie geplant. Wir hatten vereinzelte Fehler, die sich aber bis auf den Abflug von Rütt im Rahmen hielten. Ganz wichtig für die Moral und natürlich Wertung waren die Punkte für Platz 9. Wir hoffen den positiven Schwung mit-nehmen zu können und freuen uns riesig auf Imola, eine unserer Lieblingsstrecken."



P16 - Alexander Hess (Ersatzfahrer - R-cademy):

"Mein erstes VFC Rennen ist echt gelungen. Als mitgeteilt wurde, dass ich ein Rennen in der VFC bestreiten darf, hab ich mich mega gefreut. Endlich mal in der großen Klasse mitfahren und kämpfen. Das Auto fühlte sich echt gut an, konnte mich somit auch gut damit auseinandersetzen und mich an den Wagen gewöhnen. Die D2 und die VFC unterscheiden sich nochmal ein ordentliches Stück. Macht aber Spaß neue Herausforderungen vor sich zu haben. Nach dem Chaosstart am Anfang, wo ich mir zum Glück auch kein Schaden eingefahren habe, ging es für mich darum ein konstantes Rennen abzuliefern und das habe ich auch gemacht. Am Anfang war ich eine gute Zeit am pushen, wollte einfach wissen wie ich mit dem Auto konkurrieren kann gegen die anderen Teams. Die Pace war ganz in Ordnung. Die Zeiten haben mir fürs erste gereicht und habe so ganz gut um die Positionen P14-17 gekämpft. Leider ist mir ca in Runde 19 der Motor ausgegangen und habe dadurch meine hart erkämpften Positionen verloren. Von P15 ging es zurück auf P18. Von da ging es Konstant Richtung Endplatzierung P16. Wollte unbedingt das Ziel erreichen und am besten meinen Teamkollegen schlagen. Ich bin zufrieden mit dem Rennen und hoffe, dass ich die Möglichkeit bekomme, nochmals in der VFC teilzunehmen."


P17 - Leif Nordic (Ersatzfahrer - Clipper Motorsport):

"Alles in Allem bin ich mit dem Wochenende zufrieden. Ist natürlich am Ende schade, dass es nicht für Punkte gereicht hat, aber das kann passieren. Vor allem ging es für mich persönlich hier darum, Erfahrung zu sammeln und mein Rennen zu fahren, das hat ja geklappt. P12 im Quali ist super für den Anfang und die Pace im Rennen war nach dem ersten Stop auch solide. Wenn ich die Chance hier nochmal bekommen sollte, bin ich mir sicher, dass da nach oben definitiv noch einiges an Luft ist. Ärgerlich ist nur, dass beide Autos von uns am Start Schaden bekommen haben, sodass Pascal auch nur zwei Punkte retten konnte. Für ihn wäre sonst 'ne Menge mehr drin gewesen."


P19 - Johannes Greulich (Fahrer - Beta Guilia):

"Mein Rennen war durchwachsen. In der Testphase in der Woche vorm Rennen konnte ich konstant bessere Zeiten fahren, jedoch am Sonntag war der Wurm drin. Viele kleine Fehler und ein ständig ungewohntes Gefühl am Lenkrad. Wahrscheinlich sollte es nicht sein, dass ich für meine 200 Testrunden belohnt werde... Jedoch zwischenzeitlich fand ich mich auf Platz 14 wieder und konnte so mal kurzzeitig ein tolles Ergebnis für mich aufweisen. Der Vorfall mit Travis Carter war meinerseits unglücklich und ich entschuldige mich hiermit bei ihm für die Aktion. Hier fehlt mir schlichtweg die Erfahrung, um mal aufzumachen und somit den Schnelleren ziehen zu lassen. Natürlich konnte ich die Strafe nicht verstehen, aber auf Nachfrage bei der Rennleitung war es dann doch ersichtlich, warum ich die Drive-Trough bekommen habe. In Imola rechne ich mir nicht viele Chancen aus, da wir einerseits noch mit dem alten Motor fahren werden und andererseits die Strecke technisch sehr anspruchsvoll für den Fahrer sein wird. Besonders für einen BG-Piloten. Jedoch immerhin haben wir ein Aero-Upgrade bekommen und es wird interessant zu sehen wie das Auto dann liegt."



P21 - Yannik Barwig (Fahrer - Newman Racing):

"Es war ein schwieriges Rennwochenende. In der Qualifikation war nicht viel mehr möglich mit dem Auto. Im Rennen gab es dann den Zwischenfall in der ersten Kurve, der einem das Rennen natürlich kaputt macht. Danach war die Pace des Autos solide und man konnte weiteres wichtiges Ver-trauen in das Auto gewinnen. Der Blick geht aber ganz klar nach vorne"



P23 - Cooper McAllister (Fahrer - Cliffort Royal Racing):

"Kein Kommentar! Ein großer Dank geht an Yannik Barwig fürs Abfahren des Heckflügels und Pascal Pohlenz als Auslöser des Startcrash."









Hier gehts zur Wiederholung des Brasilien GP:



Beteiligte Redakteure: Jörn Dicks und Julian Kopp