VFC 2021 - Stimmen zum Südafrika GP


Nach dem ersten Südafrika GP in der VFC seit 2014 gab es wieder einmal viel Gesprächsstoff. Wir haben nach dem Rennen die Stimmen einiger Beteiligter im Fahrerlager eingefangen.


Sieger - Sven Schubert (Fahrer - Volksmobil Blue Horns):

"Das war mit eines der anstrengensten Rennen was ich je gefahren bin mental, dass es jetzt mit einem Sieg ausging ist fantastisch! (...) Ich dachte mir schon im Warm-Up, dass ich auf der guten Seite stehe und Kevin auch. So war es dann auch und alles Links von mir ist eher rückwärts als Vorwärts gefahren zum Start. Dann waren halt die zwei Clifforts und wir ganz vorne. Da war uns eigentlich ziemlich schnell klar, dass das ein Vierkampf werden wird. (...) Ich war ja direkt hinter Aleks und hab mich dann im zweiten Sektor kurz ins Kies verabschiedet. Hatte dann entsprechend Rückstand. Ich wollte dann in der Runde rein und mein Ingenieur wollte mich auch unbedingt reinholen. Auch danke an der Stelle nochmal an Jörn. Top Job! Dann habe ich aber geshenen, dass der Regen im letzten Sektor weniger wird und hab mich halt entschieden, Risiko, ich bleib jetzt draußen und hat auch funktioniert. Bis darauf, dass ich mich in der letzten Kurve weggedreht habe wo Cooper durchgekommen ist aber ansonsten war es ein perfektes Rennen. (...) War schon alles im Griff am Ende, weil ich wusste wenn ich muss kann ich drauf antworten. Das einzige worüber ich mir Gedanken gemacht habe war, dass der Himmel hält, der dann in der Auslaufrunde seine Schleusen geöffnet hat. Und das hat eigentlich perfekt funktioniert.(...)"



Zweiter - Cooper McAllister (Fahrer - Cliffort Royal Racing):

"Platz 2 ist ein gutes Gefühl. Eins wäre schöner aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. (...) Qualy war halt eigentlich so ein One-Shot Ding. Ich habe mir am Anfang gedacht, du gehst nicht zuviel Risiko ein du wirst schon relativ weit vorne stehen, weil ich hatte schon eine gute Position auf der Strecke. Hat am Ende nur für Platz acht gereicht wie beim letzten Mal. (...) Ist halt ein großes Risiko. Ich habe auch einen Fehler gemacht, ich hätte noch eine Runde warten sollen und dadurch haben wir auf der Strecke auch die Position verloren. (...) Brasilien wird jetzt schwieriger mit dem Podium, in Imola könnte es schon wieder besser aussehen. Ich wollte noch einen großen Dank an Aleksandar Knezevic sagen, macht Spaß mit ihm zu fahren."



Dritter - Aleksandar Knezevic (Fahrer - Cliffort Royal Racing):

"Joar das Rennen war schon anstrengend. War dann am Ende schade, dass wir nicht ganz vorne standen, aber Schubert hat es richtig gemacht. Richtig gepokert und da kann man nur Glückwunsch sagen. Interlagos wird schon schwieriger, weil die Motoren dort eine größere Rolle spielen. (...) In Imola spätestens bekommen wir einen neuen Motor rein und da wollen wir auf jeden Fall wieder angreifen. (...) Wir haben uns das mit der Linie schon angeschaut im Warm-Up (...) Mir wars eigentlich ziemlich klar, dass ich als erster in die erste Kurve reinfahre. Das war natürlich großes Pech für die anderen, aber das ist halt so. (...) Cooper war im Rennen schon schneller als ich, ich habe ihn ja schon im ersten Stint vorbeigelassen als es angefangen hat zu regnen. Weil ersich auch einfach mehr zum pushen gefühlt hat. (...) Wir wollten dann Sven noch etwas unter Druck setzen, aber er ist auch routiniert genug, dass da nichts passiert. Wir haben dann einfach zurückgewechselt, weil es bei uns aktuell auch keinen großen Unterschied macht.(...)"



P13 - Tim Brendel (Fahrer - Razor GP):

"Das Rennen war ähnlich schlecht wie in Melbourne. Der Regen hätte uns vll. ein bisschen in die Karten gespielt, aber der war ja nach gefühlten 2 Runden wieder weg. Allerdings muss ich auch sagen, dass im Rennen der Wurm drin war; denn pacemäßig lief es nicht und fehlerfrei bin ich auch nicht gefahren. Schon frustrierend."



P14 - Pascal Pohlenz (Clipper Motorsport):

"Im Grunde genommen habe ich nur einen Fehler gemacht, der war es auf Regenreifen zu starten. Danach gab es nur noch Pech, da die Wetterumschwünge immer im Moment wo ich die Reifen dafür gewechselt hatte gekommen sind und dann natürlich noch die Kollisionen mit Larry und Marvin, bei denen ich absolut keine Schuld trage. (...) Marvin ist durchgehend auf Regenreifen gefahren und wollte mich dann in der Haarnadel vorbeilassen, hat aber so stark auf der Ideallinie gebremst, dass ich nur noch auffahren konnte. In Melbourne sahen seine Rundenzeiten im Training nicht schlecht aus und im Rennen wurde er von Lorenzo ziemlich zurückgehalten. Über die Leistung in Kyalami kann jeder sich selber seine Meinung bilden."



P5 - Kevin Peters (Fahrer - Volksmobil Blue Horns):

"In Südafrika konnten wir als Team einige Probleme aus Melbourne lösen, was uns in eine bessere Ausgangs-lage gebracht hat. Durch den auf-kommenden Regen und immer wieder wechseln-den Bedingungen hatten wir im Rennen die Option einen sicheren 4. Platz oder mit einem Reifenpoker eine Chance auf den Sieg zu bekommen. Die nach außen wirkende "falsche" Entscheidung war daher recht kalkuliert. Da das Wetter nicht auf meiner Seite war, war ich dann trotzdem mit P5 zufrieden, vor allem mit Blick auf Lukas Schmidt, welcher in der Saison VM´s größter Konkurrent werden kann."

P22 - Travis Carter (Teamchef und Fahrer - Manziel GP):

"Letztendlich sehr zufrieden. Das zeitweise herrschende Chaos im Mittelfeld konnten wir beide Anfangs gut nutzen, um in die Punkteränge zu fahren. Steini hat während den durchaus schwierigen Bedingungen ein nahezu fehlerfreies Rennen abgeliefert und diese Leistung verdient mit Punkten gekrönt. Ein Dank geht hier nochmal an Morgan Freeway raus, der uns während dem Rennen überragend unterstützt hat! Ein noch besseres Teamergebnis habe ich auf meiner ersten Runde nach dem Wechsel auf die Trockenreifen weggeschmissen. Aber mit dem Freeway-Sieg in der D2 und den Punkten von Steini in der VFC, kann man hier von sehr gelungenen Wochen in Kyalami reden! (...) Auch wenn die Zeiten in Kyalami im Trockenen sicherlich nicht die schlechtesten waren und wir uns, im Vergleich zum Melbourne-Rennen, überraschend gut im Auto gefühlt haben, bin ich mir nicht sicher, ob das für Punkte reicht. Wir müssen sehen, dass wir das gute Gefühl aus Kyalami mit nach Brasilien nehmen und auf die Leistung aufbauen. Gerade im hinteren Feld der Team-WM kann es um jede Position gehen."


P4 - Jannis Wollborn (Fahrer - Newman Racing):

"Danke, kam ganz unerwartet, trotz Regen. P4 wäre im Trockenen niemals möglich gewesen. Ich denke ich hab mehr aus der Karre rausgeholt als sie hergeben kann. Yannik war auch recht zufrieden mit seinem Ergebnis, obwohl er Lukas gerne noch bekommen hätte. Vor dem Rennen dachte ich, dass ich vielleicht in die Top 10 fahren kann, weil ehrlich gesagt sehe ich unser Auto als viert- oder fünftschnellstes Auto. Mal gucken, wie es sich entwickelt"




Hier findest du die Wiederholung des Südafrika GP: