VFC-2021: Stimmen zum San Marino GP

Aktualisiert: Apr 27


Der GP von San Marino in Imola lieferte dieses Jahr ein strategisch spannendes Rennen, in welchem letzten Endes Sven Schubert den Sieg davon trug. Zum Rennen einige ausgewähl-te Kommentare von Seiten der Fahrer.


Sieger - Sven Schubert (Fahrer - Volksmobil-Blue Horns):

„Als Kevin hinter mir war ging es mit der Anstrengung. Die ganzen 56 Runden waren im Endeffekt eine Kaffeefahrt. Aber als Lukas dann in der zweiten Rennhälfte hinter mir war...ich würde lügen wenn ich sage ich bin nicht durchgeschwitzt. (...) Qualy war sehr wichtig, weil wir auch dachten, dass der Cesario nicht gut wegkommt und wir uns sicher waren auf P1 und P2 in die erste Kurve zu gehen. (...) Ich hab mir gedacht, was da jetzt seine Mission ist (Manöver Lukas Schmidt). Weil ich war schon am Limit mit der Bremse und die Cesario Bremse ist nun mal nicht die Beste. Danke nochmal dafür. Habe aber gesehen die Kurve kann er im Leben nicht kriegen, habe offen gelassen und bin wieder in den Reifenschonmodus gegangen. (...) Wenn es heute 18/19 Grad gehabt hätte, hätte es wahrscheinlich schon nicht mehr funktio-niert mit der 2-Stopp-Strategie. (...) Der Mai wird sehr stressig. 4 Rennen sind ein anstregen-des Programm. Aber schauen wir mal wie sich die Kräfteverhältnisse ändern und wie wir dann Ende Mai dastehen."


Zweiter - Marc Schlüter (Fahrer - Russia GP):

„Eigentlich hätte das Podium schon letztes Rennen sein sollen, aber da habe ich es durch meinen Fehler weggeworfen. An-sonsten bin ich sehr sehr happy, aber das wäre ich auch mit Platz 3 gewesen. Mehr war heute aus dem Auto nicht heraus-zuquetschen. (...) Ich glaube der Unfall mit Jannis hat etwa 8 Sekunden gekostet. Das hat dafür aber keinen Unterschied gemacht. Das Auto hatte heute nicht die Pace für ganz vorne. (...) Die nächsten zwei Strecken sollten unserem Auto und dem Reifen etwas mehr entgegen kommen. Gegen den Durzaam Reifen sehe ich da aber leider wieder keinen Stich."



Dritter - Lukas Schmidt (Fahrer - Air Arab Scuderia Cesario)

"Ich wurde im Qualy leider auf der ersten Runde in meinem letzten Run aufgehalten. Die Runde wäre nochmal 3 Zehntel schneller gewesen aber P3 war schon zufriedenstellend. (...) Von der Linie weg war es dieses Mal etwas besser aber wieder nicht ideal. Ich weiß nicht ob es an der Übersetzung liegt oder...wir müssen uns das auf jeden Fall nochmal genau anschauen. (...) Es war wirklich ein großes Problem...ich konnte zwar daneben ziehen aber hatte keine Chance auf der Bremse. Überholen war heute quasi unmöglich für mich und deshalb mussten wir es über die Strategie machen. Leider hat es beim letzten Stopp nicht ganz gereicht.

P6 - Kevin Peters (Fahrer - Volksmobil-Blue Horns):

"Ärgere mich ja auch sehr. Ein entspannter Doppelsieg wie es auch bis Runde 16 aus-sah war drin."




P8 - Alexander Kraft (Fahrer- R-cademy)

"Das Qualifiying würde ich sagen war sehr erfolgreich da ich am Ende der Session meine beste Zeit bisher gefahren bin und das auch für unser Auto einen relativ guten Startplatz bedeutet hat. Der hat eine gute Ausgangslage für das Rennen gebracht hat. Zum Rennen: Durch das Training wusste ich, dass meine Rennpace stärker ist als meine Qualipace. Am Start habe ich versucht diesmal agressiver vorzugehen und dies hat sich auch ausgezahlt. In den ersten paar Runden hatte ich sehr schöne Kämpfe die viel Spaß gemacht haben. Das ist ein positives Zeichen, dass es bergauf geht für uns. Nach dem ersten Boxenstopp hat sich die Lage beruhigt, ich konnte meine Reifen managen und den Sprit wo ich auch ohne Druck meine Pace fahren konnte. Der Endstint war jedoch eine andere Sache. Ich entschied mich für einen frühen Boxenstopp auf harte Reifen und zurück blickend war das die falsche Entscheidung. Hinter mir kam Bastian mit frischen weichen Reifen deswegen war es wichtig eine Konstant schnelle Pace zu halten ohne dass man die Reifen zu hart rannimmt. Am Ende waren es dann noch nicht mal eine Zehntel zwischen mir und Basti. Zurückblickend kann man mit einem positiven Gefühl aus dem Wochenende gehen."



P12 - Tim Brendel (Fahrer - Razor GP):

"Allgemein waren wir mit der Pace des Autos zufrieden. Mit P9 und P12 auch endlich ein paar zaghafte Zähler. Immer-hin etwas. So gut hat sich der 12te Platz für mich nicht angefühlt. Mit meiner 1-Stop Strategie hab ich mir selbst ins Bein geschossen. Mit randvollem Tank fährt sich der Razor wie ein Bus."



P14 - Alexander Rütt (Fahrer - Scuderia CM Motorsport):

"Das Rennen war bis zum dritten Stop nahezu fehlerfrei. Und im Verlauf auch sehr gut für mich, ich konnte von Fehlern und Problemen anderer profitieren und zum Ende wäre eventuell ein sechster oder sogar fünfter Platz drinnen gewesen. Umso ärgerlicher ist es, dass mir dann ein solch blöder Fehler gleich zweimal passiert und so ein gutes Ergebnis zu nichte macht. Überrascht trifft es gut. Wir waren der Meinung, dass die anderen Teams um uns rum eigentlich schnellere Zeiten gehen konnten und wir uns um Platz 8-12 einreihen würden. Es war viel drinnen, aber wir haben uns selbst geschlagen."



P16 - Johannes Greulich (Teamchef und Fahrer - Beta Guilia):

"Nun ja, das Qualifying verlief unglücklich, vor allem wenn man bei 300 km/h nicht weiß, was man tun soll, wenn auf einmal ein Auto links, eins dahinter und eins vor dir ist und dann so reagiert, dann hat man es verdient, dass man ausscheidet. Ein dickes Sorry an Barwig und McAllister, dass ich Ihnen ihre schnelle Runde genommen habe. Zum Glück konnten Sie ihr Auto reparieren und mussten nicht abstellen. Das Rennen für mich war Anfangs wieder ein Herantasten. Als ich zu viel wollte und den Manziel (glaube es war Carter) überholen wollte, landete ich im Kiesbett. Somit habe ich mich damit arrangiert und versucht ein konstantes, defensives Rennen zu fahren. Später kam dann der Kampf mit Lorenzo. Der zog sich einige Runden und wurde durch meinen ersten Boxenstopp beendet. Ich hatte in dieser Rennpassage sehr viel Spaß und konnte das Fighten in einem Rennszenario ein wenig üben. Vielen Dank an Lorenzo, der einen sauberen, harten Fight mir ermöglichte. Beim letzten Stint hab ich dann so richtig einen rausgehauen. Ich hatte viel Sprit über und konnte somit mehr boosten und hab deutlich bessere Zeiten gefahren. Somit konnte ich lang mit einem Cliffort (Freeway) mithalten und hab mitunter einen Rückstand von 20 Sekunden auf Lorenzo (1 Stopp, ich 2 Stopp) aufgeholt. Zum Schluß wurde dann ein gutes Rennen von mir, wie es Julian Kopp während dem Stream schon sagte mit dem 16ten Platz gekrönt. Leider musste ich dieses Mal Daniel hinter mir lassen. Rund-herum bin ich zufrieden mit meinem Rennen und bin relativ konstant und ohne großen Fehler gefahren. Mal sehen ob ich das in den nächsten Rennen bestätigen kann."



P21 - Travis Carter (Teamchef und Fahrer - Manziel GP)

"Über mein Rennen brauch ich nicht viel erzählen. Hatte deutlich weniger Trainings-Sessions als die Rennen davor, deshalb auch sehr Off-Pace und dement-sprechend auf einem verdienten 21.Platz. War sehr überrascht, dass ich in der Quali die momentan üblichen 2 Zehntel hinter Steini war. Mehr gibts dazu aber auch nicht zu sagen. Was Steini Rennen für Rennen abliefert, ist unglaublich. Man muss sich nur anschauen, vor wem er alles in der Fahrer-WM ist. Hätte uns jemand gesagt, dass Steini nach 4 Rennen vor Yannik Barwig im Newman steht und punktgleich mit Fabian Jungbluth in einem Russia ist, hätten wir den wohl für verrückt erklärt. Das zeigt aber auch, wie über-ragend Steini momentan drauf ist. Eine bessere Wahl hätte ich aus Fahrer- und Teamchef-Sicht nicht treffen können."



P0 - Gonzalez Cattivo (Teamchef - AirArab Scuderia Cesario)

"Wir haben das Rennen strategisch verschlafen. Das hatte verschiedene Gründe, welche wir intern besprochen haben. Gerade nach dem Wegfall von Kevin Peters hätten wir das Rennen gewinnen müssen. Lukas Pace und Einsatz hat gestimmt. Schade, dass wir daraus nicht mehr gemacht haben. Mit Larry haben wir geredet. Natürlich darf so etwas nicht passieren. Wir schauen nun aber nach vorne und sind uns sicher, dass Larry bei den nächster Rennen wieder zur Form aus Australien und Brasilien zurückfindet."


P0 - Patrick Newman (Miteigentümer und Teamleiter Newman Racing)

"Jannis ist ein starkes Rennen gefahren und Yannik hatte einfach keine Glück in diesem Rennen. Die starken Teamergebnisse kommen noch, wenn das Auto besser wird und dadurch nicht mehr so gepusht werden muss. Wir hatten nicht den besten Start in die Saison. Aber es sind noch viele Rennen zu fahren. Ich bin optimistisch und stehe hinter meinen beiden Fahrern."



P0 - Dominic Röhken (Teamchef - Cliffort Royal Racing)

"Also hätte man uns vor dem Wochenende gesagt das Cooper P5 mitnehmen kann hätten wir diesen Platz mit Handkuss genommen. Und wahrscheinlich auch nach Runde drei. Wenn man sich dann aber die Speed anguckt die Cooper nach seinem Fehler hatte, ist es eigent-lich echt bitter, dass er den Fehler überhaupt gemacht hat. Danach ist Cooper ein sen-sationelles Rennen gefahren, und ich musste ihn nicht besonders Pushen. Zu Morgan muss man erstmal überhaupt Danke sagen, das er sich überhaupt ins Auto gesetzt hat. Da muss man sagen, dass er leider im Quali keine Runde hinbekommen hat und im Rennen einige tech-nische Probleme hatte, sodass es schon ein Erfolg war das er das Auto ins Ziel bringen konnte."

Hier gehts zur Wiederholung des San Marino GP: