VFC-2021: Stimmen zum Ungarn GP

In der Hitzeschlacht von Ungarn triumphierte am Ende der Cliffort-Pilot Cooper McAllister über die Konkurrenz. Dank einer souveränen Vorstellung und ein wenig Glück durch eine FCY-Phase konnte der Australier den ersten Sieg für sein Team seit Melbourne und seinen ersten Grand Prix-Sieg nach mehreren Jahren holen. Hier nun die Stimmen zum Großen Preis von Ungarn.



P1 - Cooper McAllister (Cliffort Royal Racing)


Es ist auf jeden Fall schön, also, Freude kann ich irgendwie jetzt noch nicht so ausdrücken, aber ist natürlich schön fürs Team und für Dominic Röhken. Ich hab eigentlich erwartet, dass die [Konkurrenz] noch einen Drauf setzen können, aber anscheinend ging da doch nicht so viel und unser Auto war anscheinend perfekt für die Strecke. Wegen der Team werden wir sehen, es ist halt jedes Rennen unterschiedlich, manchmal denkt man wir wären weiter weg und am Ende ist man doch relativ nah dran. Wir schauen auch von Rennen zu Rennen eigentlich. Silverstone sollte uns eigentlich auch gut liegen, weil wir einen frischen Motor haben.



Pascal Pohlenz - P2 (Clipper Motorsport)


War gar nicht so großartig überrascht (mit der Pace). Hab ja schon vor dem letzten Rennen gesagt, dass der Clipper auf kurvenreichen Strecken besser zu funktionieren scheint als auf Strecken wo's viel Geradeaus geht und dementsprechend war das fast erwartbar, mit Ausnahme vom Pironi; da hatten viele gedacht, dass der doch deutlich weniger hält.

Im Training hab ich mich früh drauf festgelegt, dass ich ne Vier-Stop fahren werde, da dass ansonsten für mich einfach keinen Sinn gemacht hätte, jeden Stint drei Runden länger zu fahren, die aber dann dafür jeweils zwei bis drei Sekunden langsamer sind. Dementsprechend konnt ich fast jede Runde wie ne Qualy-Runde fahren. Und am Ende wäre das ja fast ausgegangen ohne das FCY, aber wie es dann am Ende gewesen wär, dass weiß leider niemand.



Kevin Peters - P3 (Volksmobil)


Es hat nichts gepasst im Qualy und dann haben wir die Strategie etwas umstrukturiert fürs Rennen. Drei-Stop statt Vier-Stop und das hat dann ja am Ende gepasst.

Im ersten Stint haben wir einfach abgewartet bis dann die Bahn frei war, haben den Reifen ausgenutzt und sind dann in den Verkehr reingekommen. Lukas war sehr schwer zu überholen wegen dem Topspeed, aber Jannis, wegen den abgefahrenen Reifen, war gut zu überholen. Ich muss sagen, die Strafe (von Jannis Wollborn) hat er wahrscheinlich verdient, so wie er immer fährt und die Boxensache hat er ja auch wieder versucht abzuziehen, die ja keine Absicht war. Ich denke, dass (das Leistungshoch) kam einfach durch den Motorenwechsel nach Monza, der war ja sieben oder acht Rennen alt und jetzt haben wir einen der einigermaßen gut funktioniert. Und in Silverstone haben wir nochmal einen komplett neuen, da müsste es weiter bergauf gehen.



Jannis Wollborn - P4 (Newman Racing)


War nicht das Rennen was viele von uns erwartet haben. Bin ganz gut mitgekommen bei Polle und Cooper. Nach dem 1. Stopp wollte ich unbedingt an Gino vorbei um so wenig Zeit zu verlieren und war dann zu ungeduldig und hab zurecht die Durchfahrtsstrafe bekommen. Danach kam ich nicht mehr richtig in Fahrt weil ich im Verkehr rausgekommen bin. Am Ende mit Platz 4 doch meine WM Führung ausgebaut. Zu der erneuten Boxenstopp Geschichte kann ich nur sagen, dass Kevin lernen sollte in seiner Box zu parken und nicht halb in meiner.



Fabian Walter - P5 (Cliffort Royal Racing)


Es war echt ein gutes Rennen, hatte zwar leichte setup Probleme, aber immerhin p4 in der Quali. Mein Start war nicht so gut und Sven konnte vorbei ziehen. Da ich von Vorhinein wusste das ich die pace mit den top Leuten nicht mitgehen konnte, entschied ich mich für die 2 Stopp Strategie, die mit den Pironis jetzt nicht so einfach war, sich jedoch auszahlte bis runde 38 als das virtuelle safty car kam und mir mit großer Wahrscheinlichkeit das erste VFC Podium raubte.



Jannik Maleika - P11 (Equipo Saldo)


Pace war viel besser als erwartet, aber dauerhaft nach dem Stopp hinter Schmidt im cesario rauszukommen war absolut frustrierend, da ich ihn nie überholen konnte. Daher auch enttäuscht von dem Ergebnis.





Gino Gaggiano - P13 (Scuderia CM Motorsport)


Da, da gibt es leider nicht viel zu sagen. Am Start hatte ich einen Platz verloren, was ich aber als halb so wild empfand, da es in der ersten Kurve eher darum ging, keinen Schaden davonzutragen und möglichst geordnet in Runde 1 zu gehen. Am Ende meines ersten Stint's wurde ich leider von Wollborn getroffen. Ich wäre 200 Meter später eh in die Box zum Reifenwechsel abgebogen, daher natürlich umso ärgerlicher dass die Zusatzreparatur dazu kam.

Das hätte ich aber noch kompensieren und sogar in die Punkte fahren können. Nach dem Stopp gab es direkt mehrere Zwischenfälle, unter anderem die Aktion von Hayman, die mich dann alles gekostet hat. Die FCY hat mir bei der Strategie leider nicht geholfen, sondern eher geschadet, weil sich wahrscheinlich der ein oder andere einen Stopp dadurch gespart hat. Hess hatte leider auch kein Glück.

Wehrmutstropfen bleibt, dass wir die Autos für die Entwicklung ins Ziel gebracht haben.


Tim Brendel - DNF (Razor GP)


Katastrophal... Einfach nur ein katastrophales Rennen von mir. Nach dem dummen Dreher im ersten Renndrittel hab ich die Pace nicht mehr gefunden. War extrem deprimierend. Ich war fast schon froh, als mir der Motor "abgebrendelt" ist. Verkürztes Leid (lacht).




Redakteur: Jörn Georg Dicks