VFC-2022 - Belgien GP Kurzanalyse Teil 1

Die Tour über die Traditionsstrecken Europas hat begonnen. Nach dem Auftakt in Deutschland geht es nun nach Belgien. Die Kurzanalyse der hinteren Teams liest du in unserem Beitrag.


Volksmobil-Blue Horns

Die bisher frustrierende Saison setzte sich für Volksmobil auch in Deutschland fort. Roy Seifert holte zwar einen Zähler am Hockenheimring, hätte aber ohne Fehler und Zwischenfälle auch einen Top-10 Platz ergattern können. Gleiches galt wohl auch für Teamkollege Jörn Dicks. Der amtierende D2 Meister verlor jedoch nach einem Unfall mit Max Riedmüller den Frontflügel und konnte auf Grund fehlender Unterbrechungen die Lücke nicht mehr zu fahren.


Zwar gewann man so einen Zähler auf das Punktlose Saldo Team in Deutschland, gegenüber der Scuderia Rinaldi jedoch musste man sich durch den starken Philipp Puschke (P6) einen weiteren Rückschlag hinnehmen. In Belgien nun wird der Rennstall einen neuen Anlauf nehmen. Die Chancen beim Back-to-Back GP stehen dabei gar nicht schlecht, denn bisher haben nur wenige Piloten Zeit für Training nutzen können während man bei VM schon wieder fleißig Trainingsrunden drehte. Fest steht: Ein Erfolg für das Team wäre immens wichtig.



Scuderia Rinaldi

Zwar war die Scuderia in Hockenheim wieder nur mit einem Fahrer vertreten, dennoch war dies auch in den letzten Rennen die gewohnte Situation für Philipp Puschke. Teamkollege Tim Hauck fiel krankheitsbedingt aus und so war Puschke abermals auf sich allein gestellt. Dies meisterte der erfahrene Racer aber mit bravour. Letztlich sicherte er sich Rang sechs und sammelte so wichtige Punkte für sein Team.


Umso wichtiger wird auch ein gutes Resultat in Belgien. Denn bisher gelang es Puschke nicht in zwei Rennen in Folge Punkte zu sichern. In Spa drehte er bisher aber schon erste Trainingsrunden und wird zweifellos wieder ein klarer Top-10 Kandidat sein. Gerade falls das Trainingspensum der Konkurrenz nicht noch steigt. Ob Teamkollege Hauck in Belgien dabei sein wird ist unterdessen fraglich. Bisher zumindest sah man den Rookie noch nicht auf dem Kurs in Spa-Franchorchamps.



Equipo Saldo

Für die Spanier von der Equipo Saldo war der Deutschland GP ein Auf und Ab. Oder eine Fahrt zwischen Genie und Wahnsinn. In der Qualifikation fuhr Ersatzpilot Rouven Meschede sensationell auf einen 5. Platz und sicherte so das beste Startergebnis der Saison für das Team. Dabei lag der Rookie nur knapp sechs Zehntel hinter der Spitze. Umso bitterer, dass es nach der ersten Kurve quasi schon vorbei war.


Nach einer unglücklichen Kollision mit Cooper McAllister verlor Meschede seinen Frontflügel und hatte auf Grund fehlender Unterbrechungen während des Rennens keine Chance mehr auf Punkte. Auch bei Teamkollege und Mr. Zuverlässig Fabian Jungbluth lief es diesmal nicht gut. Der Deutsche landete am Ende auf Platz 14, blieb blass und ging so ebenfalls leer aus.

Für die Spanier war es erst der dritte Teamnuller der laufenden Saison. Eine Statistik die sich sehen lassen kann. Dank einem guten Punktepolster auf die Konkurrenten Volksmobil und Rinaldi bleibt der Rückschlag aber verkraftbar.


Ob man in Belgien nun zurückschlagen kann wird man abwarten müssen. Bisher sah man noch keinen Saldo auf dem Ardennen-Kurs trainieren. Gerade der eigentliche Stammfahrer Leif Nordic könnte somit wieder fehlen und so wird man vor allem wieder auf Fabian Jungbluth setzen müssen. Rennen wie diese kommen dem langjährigen Racer aber in der Regel entgegen. 2021 konnte sich Jungbluth zumindest einen 6. Platz in Belgien sichern.



Autor: Julian Kopp