VFC-2022 - Brasilien GP - Kurzanalyse Teil 1

Scuderia CM Motorsport

Ergebnistechnisch war der Australien Grand Prix für SCMM ein Reinfall. Weder Teamchef Gino Gaggiano noch Dominic Rustemeier konnten sich in den Punkterängen platzieren. Dabei hatte man gar nicht so viel falsch gemacht. Gerade Gaggiano war zuvor stets in den Punkterängen zu finden gewesen. Einen Top-10 Platz warf der Italiener jedoch im letzten Renndrittel weg durch einen selbstverschuldeten Unfall in der ersten Kurve. Rustemeier indessen zog seinen Stiefel durch, scheiterte aber dennoch wie in Südafrika knapp an den Punkterängen. So geht der italienische Rennstall mit null Punkten aus den ersten beiden beiden Grand Prix.


Dementsprechend hat man in Brasilien einiges gut zu machen. Hier gibt es durchaus parallelen zum letzten Jahr, als man ebenfalls mit 2 Nullern nach Interlagos reiste. Dementsprechend versucht man sich an der guten Pace für kommende Aufgaben zu motivieren. Doch in den bisherigen Trainings waren die SCMM Boliden noch unauffällig und nicht in den Top-10 zu finden. Ein ähnliches Muster wie in den bisherigen Vorbereitungen. Die komplette Pace dürfte man erst kurz vor Start des Rennabends zeigen. Dass der Regen wohl dem Kurs fern bleibt dürfte beide Piloten freuen, hätte wohl nur die Aufgabe selbst erschwert. Gaggiano ist zudem mit über 250 Runden einer der fleißigsten in den Trainingssessions. Nach dem bisherigen Pech und eigenen Fehlern ist es an der Zeit für Erfolgserlebnisse. Die Zeichen stehen gut, zumindest wenn nicht wieder etwas sehr unvorhergesehenes passiert.

Volksmobil-Blue Horns

Der Saisonauftkakt lief für das Weltmeisterteam von Volksmobil zumindest ergebnistechnisch denkbar schlecht. Nach einem Punkt in Südafrika ging man nun in Bathurst leer aus. Nach einer demotivierenden Qualifikation außerhalb der Top-12 hatten die beiden Rookies Alexander Hess und Jörn Dicks eigentlich eine gute Performance in der Anfangsphase des Grand Prix gezeigt. Doch dann kamen nach und nach die eigenen Fehler auf der schwierigen Strecke. Erst Dicks, dann Hess scheiterten auf dem Mount Panorama.


So ist es zwar noch zu früh von einer Krise zu sprechen, unter Zugzwang ist man aber nun bei Volksmobil. Gerade für die Motivation der Piloten sollten Worten Punkte folgen. Dabei begeben sich beide Piloten nun auf vertrautes Terrain in Interlagos. Ein Kurs den die meisten Fahrer schon einige Male absolviert haben. Dennoch steht man bei VM wohl weiter vor Reifenproblemen. Der eigentlich rennstärkere Duurzaam läuft noch nicht wie gewünscht beim Team von Andrews und Co. Man ist aber nach den Trainings wohl zuversichtlich die Probleme behoben zu haben. Endgültig zeigen wird sich das am Sonntag. Auf dem Asphalt stellt VM zumindest das fleißigste Team in den Trainings. Über 800 Runden absolvierten beide Piloten gemeinsam, scheinen fest entschlossen dem negativen Trend entgegen zu wirken. Und Fleiß zahlt sich bekanntlich irgendwann aus...

Equipo Saldo

Die Sektkorken flogen nach dem Australien Grand Prix durch die Garage des spanischen Saldo Teams. Nach einem nicht überraschenden Saisonauftakt, konnte man schon im zweiten Rennen das erste Mal überzeugen. In dem Survival-Fight auf dem Mount Panorama konnten sich aber beide Piloten durch das Rennen und in die Punkte kämpfen. Ein wichtiges Erfolgserlebnis für die Motivation und eine gute Grundlage für den Brasilien Grand Prix.


Hier wird man auch wie zuletzt seinen Stand eher im hinteren Mittelfeld haben. Gerade Fabian Jungbluth bewies in den Trainings Konstanz und eine gewisse Pace. Leif Nordic hingegen sah man bisher noch nicht seine Runden in Interlagos drehen. Ein Einsatz ggf. sogar fraglich? Bisher zumindest hatte man keinen Ersatzpiloten in der Saldo Garage sehen können. Genauso wie Teamchef Luca Zorn, welcher sich in schweizer Art erst einmal neutral hält. Gut für die Underdog Position am Sonntag, denn so könnten die beiden Toreros bei Fehlern der Konkurrenz durchaus nach vorne in die Top-12 stürmen.



Autor: Julian Kopp