VFC-2022: Fahrerstimmen zum Kanada GP

Aktualisiert: 11. Juni

Platz 1: Jannis Wollborn (Scuderia Cesario)

„Ja mit einem Sieg auf jeden Fall überrascht. Ist zwar ein Sieg, der jetzt nicht wirklich schmeckt wenn ich ehrlich sein soll. Ich wäre jetzt lieber Dritter geworden, aber wir haben schon mit einem Podium gerechnet.“„Pascal und ich haben uns dazu entschlossen das Quali nicht mit-zufahren und von hinten zu starten.“


„Ich denke das hat man gut gesehen mit Fabian, als ich beim letzten Stopp aus der Box kam. Ich glaube man hat ganz gut gesehen, was die kalten Reifen da gemacht haben, weswegen ich die Position an Fabian kurzzeitig wieder abgeben musste. Ansonsten ist das auf jeden Fall schwieriger Leuten zu folgen, teilweise zu überholen, weil mit dem letzten Update (rFactor 2) mit der Downshift-Protection ist es auf jeden Fall schwieriger geworden als davor.“

Platz 2: Fabian Walter (Falcon Phylum Racing)

„Bei mir hat das Auto komplett nicht gelegen, hat gar nicht das gemacht was ich wollte. Das komplette Training für Quali und Rennen bis zuletzt am Setup rumgetüftelt. Von daher bin ich schon sehr zufrieden mit dieser Position und hätte so gedacht, dass wir so Platz 5-6 ungefähr werden, von daher definitiv happy.“


„Wir hatten vollgedacht und sind beim ersten „Safety Car“ reingefahren, weil wir eine Lücke nach hinten hatten. Dann hatten wir auch wieder vollgetankt zu gucken, wann das nächste „Safety Car“ kommt. Beim zweiten „Safety Car“ war ich nicht drin. War ein bisschen taktisch, die Kiste einfach vollzutanken, gucken wie weit man kommt und dann das Glück zu haben, dass es dann genau aufgeht.“


„Ja das war so bisschen eher gegen Bastian [Paisler] zu verteidigen, weil die Reifen waren dann etwa 20 Runden alt am Ende. Und dann hab ich kurz vor der Geraden die Info bekommen, dass es vorne gekracht hat, Gelbe Flagge und Trümmerteile und ich hab dann da geguckt, dass ich da ohne Probleme durchkomme. Und wenn es halt dritter oder vierter geworden wäre, wäre das trotzdem gut und mit Platz 2 bin ich sehr zufrieden.“

Platz 3: Alexander Kraft (Manziel Grand Prix)


„Ich kann momentan nur sagen, dass ich „gebrochen“ bin. Weil ganz ehrlich: Ich hätte auch nicht gerechnet, dass ich überhaupt vorne mitfahren kann und dann bis zur letzten Runde dann in Führung zu liegen und dann so das Rennen zu verlieren. Und ein Rennsieg ist ein starker Hit und ich denke herzbrechender als Bathurst damals.“


„Ich wollte ihm die Wahl lassen, aber eben auch einen guten Exit bekommen, falls er nicht genug rankommt, damit er dann auf dem Stück zur Start-Ziel mich noch holen kann. Und dann sah das aus, als ob er außen mit lang geht. Ich bremse normal und dann ist er halt innen. Und da kann ich dann auch nichts mehr machen.“


„Ich denke jetzt kommen Strecken, wo ich fahrerisch besser dar stehen kann, weil ich Kanada habe ich mich nicht wohl gefühlt und ich denke Belgien, Italien, Silverstone, Hockenheim könnten mir dann mehr liegen, dass ich dann wahrscheinlich mehr wohl fühle im Auto.“

Platz 4: Bastian Paisler (Razor GP)

„Natürlich sehr zufrieden, wenn man´s mal mit 2021 vergleicht, wo wir drum kämpfen mussten um nicht letzter zu werden. Solange wir unsere Rennintelligenz nutzen und maximal von den Fehlern anderer profitieren, bin ich zufrieden. Da dürfen so Rennen wie Watkins Glen dann natürlich nicht passieren.“


„Also vorab ist Cliffort generell ja besser aufgestellt als wir. Sie fahren die eigentlich besseren Yasudas und haben (noch) das bessere Auto...also es wird schwer, da anzugreifen. Aber wie gesagt, wenn die anderen vor uns Fehler machen und wir immer wieder leise still und heimlich die Punkte abstauben, kann sich das natürlich immer mal drehen. Hat man ja auch 2020 gesehen. Aber generell würde ich mich lieber nach hinten orientieren, da wir im Moment mehr zu verlieren haben, als wir gewinnen können.''

Platz 7: Alexander Hess (Buttler-Pal)

„Vielen Dank. Bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn ich Heiko gerne wieder vorgelassen hätte. Dennoch denke ich ist es ein super Ergebnis, besonders nach der schweren Zeit. Bin weiterhin an der VFC interessiert, bin gleichzeitig aufs nächste Jahr gespannt.“


„Ehrlich gesagt bin ich nicht abgeneigt erneut ein Stammcockpit zu besetzen. Besonders nach dem Rennen gestern fühlt sich das als richtiger Schritt an. Vielen dank nochmal an den Buttler-Pal Rennstall für die Chance.“

Platz 10: Morgan Freeway (Newman Racing Team)


„Mit der Platzierung bin ich zufrieden mit der Performance an sich nicht zu 100%. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben in den nächsten Rennen. Insgesamt aber ein akzeptabeles Ergebnis fürs Team wenn man den kurzfristigen Ausfall von Sven berücksichtigt.“


DNF: Marc Schlüter (Falcon Phylum Racing)

“Einfach das Auto verloren, obwohl ich so gefahren bin wie die letzten Runden. Ich weiß es nicht. Mir ging einfach das Heck weg.” „Fahrer WM ist jetzt egal. Es geht darum die Team WM am Ende zu gewinnen. 53 Punkte aufzuholen kann nur gehen, wenn Wollborn paar Rennen nicht fährt oder mehrere Nuller hat. Da geht´s jetzt noch um den Vize-Titel und den Titel in der Team WM.“


Interviewer: Larry Fischer