VFC-2022 - Fahrerstimmen zum Südafrika GP

Platz 1: Pascal Pohlenz (Clipper Motorsport)

„Ja es war ganz schön eng. Ich weiß nicht ob man es gesehen hat, aber selbst heute habe ich es einmal fast wieder eigenverschuldet weggeschmissen. Aber ja, ansonsten war das ein Rennen, auf das Clipper sehr stolz sein kann mit dem Auto jetzt schon mitfahren zu können, obwohl das Auto erst über die Saison eigentlich durch die Entwicklung stärker werden sollte. Und joa, ist auch mal schön für mich, ich glaub ich habe es noch nie gemacht, aber die WM anzuführen ist gar nicht so verkehrt.“

Platz 2: Jannis Wollborn (Scuderia Cesario)

„Die letzten Tage, als das Wetter kam, wurde es nochmal enger. Wir haben Zeit verloren auf unsere persönlichen Bestzeiten. Dadurch kam jeder halt nach vorne irgendwie, nur wir die einzigen, die Zeit verloren haben. Dadurch wurde es echt sehr eng und hab schon mit einem engem Qualy gerechnet. Meine Pit-Crew hat mich nur zwei Sekunden später losgelassen, weil sie noch Schaden reparieren wollten, den ich nicht ablehnen konnte so schnell, war ich schon direkt hinter „Polle“ und dann mit Kolvenbach dann wieder leicht kollidiert; das hat mir im Endeffekt nicht so sehr geholfen.“

Platz 3. Alexander Kraft (Manziel Grand Prix)


„Ja gut das war erstmal der Druck natürlich, die unterm FCY natürlich nochgestoppt haben zu überholen. War zum Glück nur Jundt und Sven (Schubert) am Ende und halt die Fights mit „Watty“ (McAllister) den noch zu bekommen dabei. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht! War ein bisschen eng hier und da, vielleicht ein bisschen zu eng, aber ist ja im Endeffekt für mich alles gut ausgegangen und konnte ja dann P3 holen. War sehr, sehr kritisch und hat mich ziemlich ins Schwitzen gebracht.“


„Bevor wir überhaupt richtig wussten wo wir standen beim Training, dachten wir erstmal Punkte für beide Autos ja schon so ein Ziel. Dass wir im Endeffekt soweit vorne mitfahren ist eben halt schon eine Überraschung. Und ich denke halt auch einfach, dass das Auto für mich und mein Fahrstil sehr, sehr gut liegt und ich deswegen das Maximum bei rausholen kann.“


Platz 10: Heiko Kolvenbach (Buttler-Pal)

„Stolz auf jeden Fall! Ich hätte jetzt nicht unbedingt Punkte erwartet nach dem schwerem Quali. Positiv überrascht war ich über die Rennpace die wir hatten, womit ich nicht im geringstem gerechnet hatte.“


„Ich hoffe doch, dass wir noch einiges mit unserem fahrerischen Können und wie z.B. auf so speziellen Strecken wie Bathurst wieder Punkte holen können.“


DNF: Sven Schubert (Newman Racing Team)

“Im Endeffekt war P9 um einiges mehr was in dem Wagen steckt. Das Auto ist in allen Punkten außer der Motorleistung einfach nicht gut genug um auch nur ansatzweise vorne mitzuhalten.“


„Mit etwas Abstand betrachtet sehe ich die Kollision als Rennunfall. Klar ich war zu spät auf der Bremse, keine Frage, aber wenn beide nicht aufgeben, endet es meistens nicht gut. Wäre es besser gewesen P3 kampflos aufzugeben und P4-P6 mitzunehmen? Bestimmt, aber für mich ist das Aufgeben. Und aufgeben gibt´s nicht. Dafür bin ich nicht hier. Dann hätte ich direkt meinen Helm an den Nagel hängen können.“


DNF: Jan Winter (Scuderia Cesario)

“Ich gehe mit der Intension rein, wenn Jannis diese Zeiten schafft, dann schaff ich das auch und das geht nur durch hartes Training. Dass ich allerdings in diesem Zustand gerade in Q1 so dicht an ihm war, das hat mir noch mehr Stärke gegeben weiterhin auf dem Niveau bleiben zu wollen und im Laufe der Saison auch mal mit Jannis zusammen auf dem Podest stehen zu können.“


„Der Kontakt mit Alexander Rütt war mein Versehen, da ich in dem Moment nicht aufmerksam genug war und ich in dem Moment nur von der Ideallinie wollte, schoss Rütt noch an mir links vorbei und bin beim einlenken hängengeblieben. Tut mir leid dafür. Bei anderen Kontakten sehe ich das bisschen anders. Auch wenn es nicht so aussieht, ich habe noch rechtzeitig gebremst, habe aber nicht damit gerechnet, dass Heiko dann plötzlich schlagartig noch innen zu macht und bin ihm deswegen aufgefahren. Zudem kam Paisler aus der Box, was die Situation noch risikoreicher gestaltet hat. Ich war hart auf Pace, hatte die Runde zuvor die schnellste Runde in dem Moment gefahren und wollte mich dann nicht von Heiko aufhalten lassen, aber dann war’s das mit dem Rennen.“


DNF: Gino Gaggiano (Scuderia CM Motorsport)

„Der Start an für sich war nicht schlecht. Ich hatte Schlüter weit außen, Jan (Winter) war mittig dahinter. Gerechnet habe ich damit, Winter direkt hinter mir zu lassen und Schlüter vielleicht in Kurve 2-3 zu kriegen, da ich innen war. Alles was danach passiert ist, war eine absolute Katastrophe. Sowohl vom Cesario, als auch vom VM danach. Dazu habe ich mich nochmals nach dem Rennen an die Rennleitung gewandt. Sowas ist nicht akzeptabel.“


„Dass das Auto einiges hergeben wird, war uns schon vorher klar. Wir wussten ungefähr wo wir stehen oder stehen könnten. Das ist weniger das Problem und dazu ist unser Selbst-vertrauen natürlich hoch, wenn man an das letzte Jahr zurückdenkt. Auf der anderen Seite muss man dafür dieses Jahr hoffen, irgendwie die erste Runde zu überleben. Trotzdem liegt der Fokus jetzt voll auf Australien. Was passiert ist, ist passiert, das sollte man nun hinter sich lassen.“



Zusammengetragen von Larry Fischer.