VFC-2022 - Geglückter Saisonstart bei Buttler Pal - Kolvenbach optimistisch!


Den Start in das VFC-Teamchef dasein hatte sich Heiko Kolvenbach Ende letzten Jahres sicherlich noch anders vorgestellt. Zwar lief die Fusion mit dem ehemaligen R-Cademy Team soweit problemlos, mit Beginn der Vorbereitung kamen jedoch die ersten Hürden auf den kleinen Rennstall zu. So durfte man sich nach Bau des Wagens einiges an Hohn und düsteren Prophezeiungen (auch von Redaktionsseite) anhören. Viele sahen Buttler-Pal trotz der erfahreneren Piloten Heiko Kolvenbach und Alex Woitala so schon auf dem sicheren letzten Platz der Team-WM.

Nach nun vier gefahrenen Grand Prix gestaltet sich das Bild deutlich weniger düster als zuvor angenommen. Kolvenbachs Kampfansagen und Hoffnungen vor der Saison dürften sich auch für ihn schneller erfüllt haben als erwartet. Der ehrgeizige Racer fuhr in den ersten drei Rennen jeweils in die Punkte und die Top-10. Höhepunkt: Ein starker Siebter Platz auf dem Kurs in Interlagos. Kolvenbach dazu zwinkernd: "Dafür dass das Auto als das Langsamste im Feld gesehen wurde find ich die Leistung gar nicht so schlecht." Erst in San Marino riss die Serie. Aussgerechnet an dem Abend, an welchem er die wahrscheinlich beste Zeiten-Performance zeigte. Das offenbarte sich schon in der Qualifikation, denn trotz Qualy-schwacher Duurzaam Reifen und schlechterem Material gelang der überraschende achte Startplatz.

Das Rennen verlief dann jedoch Glücklos. Elektrisiert durch den guten Startplatz legte Kolvenbach einen Frühstart hin, wurde durch die Strafe wieder ins hintere Feld geworfen. Ab da lief kaum noch etwas zusammen, letztlich reichte es mit Platz 14 nicht ganz für Zählbares. Die Schuld dabei sieht der Teamchef dabei klar bei sich, blickt auf Grund der Entwicklung des Autohandlings aber optimistisch nach vorne. "Der Wagen kommt so langsam in die Richtung die uns noch was weiter nach vorne bringen sollte. Bin relativ zufrieden mit den Ergebnissen. In Imola währe mehr drin gewesen aber da hab ich es selbst vermasselt." so Kolvenbach.

Ein Wehrmutstropfen der ersten Rennen, grüßt man doch derzeit von Platz Neun in der Team-WM. Trotzdem, von einem reibungslosen Saisonauftakt für das Team zu sprechen wäre dann wohl doch etwas zu viel des Guten. Sorgen macht dem Teamchef derzeit vor allem die zweite Fahrerposition. Alex Woitala erlebte einen Saisonstart zum Vergessen. Nachdem der Deutsche beim Auftakt in Südafrika kurzfristig wegen gesundheitlicher Belange ausfiel, folgte in Australien ein Ende durch einen Unfall mit dem eigenen Teamkollegen. In Interlagos setzte sich der Frust durch mehrere unglückliche Situationen mit anderen Fahrern sowie Entscheidungen der Rennleitung fort. Schließlich schied Woitala nach einem Unfall aus. Der Frust? Riesengroß!

Dass das junge Nachwuchstalent Rouven Meschede in Imola für Buttler-Pal startete hing damit aber wohl nicht mehr zusammen. Woitala war für anderweitige Race-Events verplant. Eine Rückkehr des Deutschen in Valencia bestätigte Kolvenbach nun aber gegenüber der Presse: "Alex hat sich nach Brasilien beruhigt und ist in Valencia wieder Start klar." Wir auf jeden Fall sind gespannt was das Team weiter aus seiner Underdog Position herausholen kann.



Autor: Julian Kopp