VFC-2022: Großbritannien GP – Wollborn mit Start-Ziel Sieg – Zweites Podium für Buttler-Pal!


Nach einem knappen Monat Pause startete die VFC in Silverstone am vergangenen Wochenende seine zweite Jahreshälfte. Dabei ging ein geschrumpfter aber eingeschworener Haufen von 13 Fahrern an den Start. Das gab zeitgleich auch einigen Teams die Möglichkeit Boden gut zu machen. Am Ende blieb ein unterhaltsamer Rennabend und ein Jannis Wollborn, welcher eigentlich schon quasi Weltmeister ist.

Die Ambitionen dazu unterstrich der amtierende Weltmeister bereits in der Qualifikation. Während Pole-Favorit Marc Schlüter (Falcon) patzte und seine Runde in der zweiten Session nicht zusammenbekam, lieferte Wollborn und sicherte sich so seine zweite Pole der laufenden Saison. Daneben qualifizierte sich Alexander Kraft im Manziel für die erste Startreihe. Bitter lief die Qualy dagegen für Yannik Barwig. Der Cliffort Pilot kam beim Heimspiel des Rennstalls nicht über den 13. Rang hinaus während Teamkollege McAllister Platz vier vor dem starken Rookie Rouven Meschede, welcher sein Stammfahrer Debüt für Buttler-Pal gab. Bereits beide Qualy-Sessions wurden vom Regen begleitet, welcher sich auch im Rennen und den kompletten Abend fortsetzte.

Die Startphase verlief in der Folge weitestgehend ruhig und während vorne Jannis Wollborn Platz 1 direkt verteidigte, kollidierten weiter hinten im Feld Heiko Kolvenbach und Jörn Dicks kurz, ohne größere Schäden und Folgen. Der erste Stint wurde dann geprägt von Duellen des Mittelfelds während vorne Wollborn, Kraft und Schlüter den Ton angaben. Der Dreikampf wurde dabei aber noch vor den ersten Boxenstopps zu einem 2-er Duell, da Alexander Kraft im Fight mit Marc Schlüter den Wagen in der letzten Kurve verlor und bis ans Ende des Feldes zurückfiel. In der Folge lieferte der Sieger aus Italien eine gute Aufholjagd. So konnte er den Manziel bis zum Ende des Abends sogar noch bis auf den sechsten Rang nach vorne bringen.

An der Spitze zeichnete sich zudem ab, dass Marc Schlüter zwar die Lücke zu Jannis Wollborn schließen konnte, der Falcon aber wie bereits in USA nicht in der Lage war am roten Cesario vorbeizuziehen. Schlüters Versuch die Führung durch einen Undercut zu holen misslang ebenfalls. Dass dieser im Gegensatz zu Wollborn dann noch einmal an die Box musste entschied letztlich das Duell um den Sieg. Dahinter zeigten die Akteure tolle Fights im Mittelfeld während Rouven Meschede unauffällig den Buttler-Pal auf Platz 3 ins Ziel fuhr und damit sein zweites Podium für das Underdog Team holte. Das lag auch am verpatzten Stopp der Clifforts. Cooper McAllister kam anschließend in den Verkehr im Mittelfeld und verlor so die entscheidenden Sekunden auf seinen Kontrahenten ums Podest.

Teamkollege Yannik Barwig blieb am Ende der Unglücksrabe. Erst kollidierte der Deutsche mit Daniel Bentenrieder, was auch nach dem Rennende für eine Kontroverse sorgte, da Bentenrieder bereits zweifach vorverwarnt gewesen war und die Situation als Rennunfall gewertet wurde. Anschließend ging man bei Cliffort als einzige das Risiko Barwig auf Trockenreifen loszuschicken. Was schon in der Box schief ging. Letztlich stellte der Deutsche den Wagen gänzlich ab und blieb als einziger der Teilnehmer ohne Punkt. Ganz im Gegensatz zu den Piloten von Volksmobil. Sowohl Roy Seifert als auch Jörn Dicks sicherten sich einen Top-10 Platz und gewannen so weiter Zähler zur Konkurrenz von Rinaldi und Saldo.


Damit geht Jannis Wollborn mit 55 Punkten Vorsprung in die nächsten Rennen und kann sich im Kampf um die Fahrer-WM eigentlich nur selber schlagen.

Autor: Julian Kopp Das komplette Rennergebnis:


Die komplette Wiederholung:


Der WM-Stand: