VFC-2022 - Monaco GP - Kurzanalyse Teil 1

Die europäischen Wochen sind in der VFC in vollem Gange. Nach Spanien und Portugal reist die Königsklasse nun zum Prestigerennen nach Monaco. Wir werfen einen Blick auf die Chancen der hinteren Teams.


Volksmobil-Blue Horns

Zwar ging es für das Weltmeisterteam von Volksmobil Blue-Horns in den letzten beiden Rennen aufwärts, dennoch hat man in diesen Rennen sogar noch Punkte auf die Konkurrenz verloren. Durch das starke Ergebnis der Scuderia Rinaldi in Portugal stürzte das Team nun auf den letzten Platz der Team-WM ab. Zumindest was die aktiven Rennställe angeht. Eine Entwicklung mit der man beim deutschen Rennstall alles andere als zufrieden sein wird. Hauptgrund für das schlechte Gesamtergebnis ist vor allem fehlende Teamkonstanz. Alexander Hess befindet sich seit Saisonbeginn in einer Pechserie. Mit einer Mischung aus eigenen Fehlern und unglücklichen Unfällen durch Konkurrenten gelang dem ehemaligen Afelian Fahrer bisher lediglich ein einziger Punkt.


Teamkollege und D2 Meister Jörn Dicks hingegen scheint mittlerweile seinen Grouve gefunden zu haben. Nach vier Nullern zum Start konnte Dicks in den letzten beiden Grand Prix immerhin in die Punkte fahren. Das Gesamtresultat des Teams erinnert VFC-Beobachter dabei schon beinahe an den krassen Absturz des Cesario Teams 2020. Beim kommenden Monaco Grand Prix eröffnen sich dabei neue Möglichkeiten aber auch die Chance auf einen weiteren Dämpfer. Dabei sind die Ausgangssituationen völlig verschieden. Während Alexander Hess begeisterter Anhänger des Kurses ist hat Jörn Dicks noch ordentlich zu kämpfen. Für ihn wird es um ein sicheres Rennen mit Hoffnung auf Zählbares gehen.


Für Alexander Hess hingegen bietet sich der Lieblingskurs an um das eigene Selbstvertrauen zu stärken. Beide haben eine ordentliche Anzahl an Trainingsrunden absolviert und sollten so gut vorbereitet in das größte Prestigerennen des Jahres gehen. Ausgang ungewiss.



Scuderia Rinaldi

Die Scuderia Rinaldi hatte nach dem Portugal GP ordentlich zu feiern. Nicht nur, dass Philipp Puscke in seinem vierten VFC Rennen endlich die Zielflagge sah und mit Rang sechs sogar ordentlich Punkte mitnahm, auch Teamkollege Tim Hauck holte nach einem verkorksten Debüt in Spanien nun mit einem starken 10. Platz sensationell Punkte. Damit springt die Scuderia Rinaldi direkt vom Platz der roten Laterne und kommt mit einiger Motivation nach Monaco.


Der Prestige-GP wird dabei aber keine Kaffeefahrt. Gerade für Rookie Tim Hauck wird es vor allem ums ankommen gehen. Eine Mission die bei Erfolg auch Punkte versprechen könnte. Für Philipp Puschke hingegen könnte nach der Motivationsspritze in Portimao nun der ganz große Wurf warten. Aktuell steht Puschke knapp vor Weltmeister Wollborn auf Platz 1 der Hotlapliste, spulte ein ordentliches Trainingspensum ab und scheint entsprechend auf der herausfordernden Strecke klar zu kommen. Dabei könnte die fahrerische Klasse Puschkes, welcher sein VFC Debüt in Brasilien beinahe gewonnen hätte umso mehr zum Vorschein kommen.


In Monaco warten also große Chancen auf den Rennstall. Ein punktereiches Ergebnis dürfte die Lücke zu den Kontrahenten Butterl-Pal und Razor GP schließen. Die Voraussetzungen sind gut. Doch weiß man auch, dass es im Fürstentum selten läuft wie geplant...



Equipo Saldo

Die Equipo Saldo ist wird gerne einen Haken an das vergangene Rennen in Portugal gemacht haben. Die eigenen Ziele wurden dabei treffend erreicht. Fabian Jungbluth sicherte dem Rennstall abermals wichtige Punkte, Teamkollege Leif Nordic hingegen scheiterte denkbar knapp mit Rang 13 an den Punkteplatzierungen.


Für Fabian Jungbluth ist es dabei die Fortsetzung einer starken Serie. 5-Mal in Folge gelang es ihm im eigentlich unterlegenen Saldo in die Punkteplatzierungen zu fahren. Zuletzt zwei Mal sogar in die Top-10. Der Deutsche bestätigt damit bisher eindrucksvoll seinen Hang zur Konstanz ein Ruf, welcher ihm schon eine ganze Weile, spätestens seit dem Speedster 2020er Jahr anhaftet. Damit ist er auch das maßgebliche Punktezugpferd des Teams und wird auch in Monaco wieder gefordert sein.


Zumindest von der Hotlapliste sollte man sich dabei nicht täuschen lassen. Dort steht der Saldo wie gewohnt auf der unteren Seite der Tabelle. Ein Bild, was man dieses Jahr schon öfter sah, da der Saldo gerade durch die Durzaam Reifen auf einer Runde wenig Chancen hat. Jungbluths Teamkollege Leif Nordic sah man hingegen noch nicht zum Training auf dem Kurs. Auch das war bereits in den vergangenen Rennen so, groß geschadet hat es dabei selten. Nordic war stehts im Kampf um die hinteren Punkteränge zu finden.


Man darf also gespannt sein zu was der spanische Stier im Fürstentum im Stande ist.



Autor: Julian Kopp