VFC 2022 - Südafrika GP - Kurzanalyse Teil 2

Weiter geht's mit Teil 2 der ersten Voranalyse in dieser Saison!



Razor GP

Eine große Unbekannte vor dem Südafrika GP ist Razor GP und seine beiden Fahrer Tim Brendel und Bastian Paisler. Die Teamchemie der beiden stimmt schon seit der letzten Saison, beide trainieren viel, sind aber auch mal für Späße untereinander zu haben. Die große Achillesferse dürfte wie letztes Jahr das Auto sein, so zumindest laut Paislers Aussagen. Ob man diesen aber Glauben schenken darf, ist eine andere Sache. Der Razor Teamchef kann oftmals ganz gut seine Konkurrenten an der Nase herumführen und überrascht diese dann im Rennen oder sogar Qualifying. Wo die Chrompfeile also am Ende des Tages stehen, bleibt abzuwarten. Die Pace sah im Testrennen allerdings ganz gut aus und seitdem ist einige Zeit vergangen. Möglich, dass beide noch was am Setup gefunden haben.

Saldo GP

Bei Saldo stehen zum Saisonstart erstmal die Zeichen auf Eingewöhnung. Man wird sich erst an die neue Mod, die neue Rolle im VFC-Feld und den jeweils neuen Teamkollegen gewöhnen. Zumindest Letzteres scheint aber schon ganz gut von statten zu gehen, die Zusammenarbeit zwischen Leif Nordic und Fabian Jungbluth ist laut Berichten und allgemeinen Beobachtungen schon jetzt sehr gut. Der Setupaustausch soll gut sein, dazu bringt Jungbluths Erfahrungen und Tipps den jungen Esten schon jetzt weiter. Das Problem wird währenddessen der Wagen und seine Pace sein, die zwar nicht ganz so abseits des Feldes sein wird wie angenommen; jedoch werden es beide Saldo-Fahrer schwer haben, bei normalem Rennverlauf in die Punkte zu kommen. Das erste Rennen verspricht aber immer ein wenig Chaos und wenn beide Fahrer heile durch die ersten Runden kommen, könnte es was werden mit den Punkten.

Clipper Motorsport

Wie immer ist Clipper und Pascal Pohlenz das sogenannte "Dark Horse" vor dem ersten Rennen der Saison. Bisher ist der Hesse wie immer ein Favorit auf die Pole-Position, auch, wenn die Zeitentabelle dies eigentlich bisher nicht aufzeigt. Doch es ist ein gesicherter Fakt, dass Pohlenz wieder ein Wörtchen um den Sieg mitzureden haben wird. Sein neuer Teamkollege Rütt scheint währenddessen entweder noch Probleme mit dem Auto oder der Strecke zu haben; oder er sandbaggt wie so viele vor dem ersten Rennen der Saison. Sollte dem nicht so sein, so kann man zumindest wieder mit Fug und Recht behaupten, dass Pohlenz einer der besten Piloten der Liga ist und das Auto komplett outperformed. Es dürfte interessant werden, gerade in dem Hinblick, dass Pohlenz wieder einer der Fahrer sein könnte, die Jannis Wollborn und Marc Schlüter herausfordern können.



Falcon Russia GP

Die Truppe von Falcon Russia GP mausert sich jetzt schon zum größten und auch lautesten Team in der VFC und GSO. Der Charakter von dem Team rund um Wladislav Russinov und Johannes Michl wird dabei voll ausgelebt, Party mit Kaviar und voll im Speed dabei. Und das zeigt sich nicht nur im virtuellen Paddock, sondern auch auf der Strecke selbst. Denn dort zeigt Marc Schlüter wie immer seine rohe Pace ganz ungehemmt. Momentan ist der gesprächige Deutsche wieder einmal auf Platz 1 in der Zeitentabelle und setzt dafür den Maßstab im Qualy. Ob er dies aber auch am Sonntag auch im Rennen umsetzen kann ist eine andere Frage. Schlüter lebt ein wenig von seiner eigenen Verfassung. Es ist wie bei einer Fußballmannschaft: Ist man im Hoch, kann man alles gewinnen.

Fabian Walter scheint währenddessen noch Probleme zu haben. Im Testrennen war der neue alte Falcon-Pilot noch gar nicht auf Pace, jedoch könnte er auch gesandbaggt haben. Die Hosen werden auf jeden Fall am Sonntag runtergelassen werden und dann ist sicher, wo beide Falcons stehen.



Autor: Jörn Georg Dicks