VFC-2022 - Spanien GP - Kurzanalyse Teil 1

Nach einer mehrwöchigen Pause steht am morgigen Samstag die 5. Station der VFC 2022 auf dem Programm. Dazu reist die Königsklasse zum Stadtkurs im schönen Valencia. Im ersten Teil unserer Kurzanalyse blicken wir auf die Chancen der hinteren Teams.


Scuderia Rinaldi

Für die Scuderia Rinaldi gab es beim Comeback in San Marino nur wenig zu feiern. Für den aufstrebenden Philipp Puschke war der Grand Prix bereits nach wenigen Kurven beendet. Er wurde Opfer des großen Kettenunfalls in Runde 1. Teamkollege und Hauck Ersatz Christian Dittmer überlebte diese Situation zwar, fuhr in der Folge unauffällig seinen Stiefel runter ohne letztlich zählbares mitzunehmen. Daher könnte der Valencia Grand Prix für den Rennstall der nächste Anlauf zum erfolgreichen Comeback werden.


Erstmals wird der ehemalige D2 Pilot Tim Hauck wohl zusammen mit Puschke an den Start gehen. Letzterer zeigt sich nach zwei Ausfällen in den bisherigen zwei VFC Rennen motiviert nun das erste Mal zählbares mitzunehmen. Puschke drehte einige Trainingsrunden und findet sich derzeit in den Top-5 der Hotlapliste wieder. Tim Hauck dagegen sah man bisher kaum auf dem Kurs. Wie erfolgsversprechend sein VFC-Debüt sein wird dürfte also erst einmal fraglich sein.



Volksmobil-Blue Horns

Die Stimmung beim Deutschen Rennstall war nach dem vergangenen Rennen in San Marino im Keller. Mit großen eigenen Erwartungen ging man in den Grand Prix und wurde früh wieder enttäuscht. D2 Meister Jörn Dicks wurde bereits Opfer des Crashes in Runde 1 und musste den Wagen direkt abstellen. Alexander Hess dagegen hatte einen hoffnungsvollen Rennstart, kämpfte um die Top-8 Positionen. Doch eigene Fehler an der Box und auf der Strecke versauten dem Deutschen auch dieses Mal wieder den Rennabend.


"Machen wir uns nichts vor, die ersten vier Rennen haben wir uns anders vorgestellt. Dennoch sind es eben erst vier Grand Prix. Wir müssen uns jetzt erden und anschließend mit Ruhe sowie Zuverlässigkeit Stück um Stück Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückholen." so Andrews gegenüber der Presse. In Valencia stehen die Vorzeichen dafür gut. Beide Piloten fühlen sich nach eigenen Aussagen gut auf das Rennen vorbereitet. Alexander Hess grüßte zwischenzeitlich sogar von Platz eins der Hotlapliste. Liegt momentan immernoch auf dem zweiten Platz. Auch wenn die Konkurrenz bei weitem noch nicht alles gezeigt haben dürfte.


Jörn Dicks dagegen hinkt zeitlich noch etwas hinterher dürfte aber ebenfalls schon eine solide Pace an den Tag legen. Am Ende wird es die Frage sein wie die Rookies während des Rennens mit der angeschlagenen Motivation umgehen. Die Chance auf Zählbares dürfte so oder so realistisch sein.



Equipo Saldo

San Marino war wieder einmal eine gute Saisonstation für den spanischen Rennstall der Equipo Saldo. Beide Piloten konnten wie bereits in Australien in die Punkteränge fahren. Dabei zeigte das Team seine vorrangige Stärke in dieser Saison: Konstant das eigene Rennen durchbringen und die Fehler der anderen mit Konstanz wettmachen.


Dabei zeigte vor allem Fabian Jungbluth, welcher wieder in die Top-10 fuhr, warum er auch in den letzten Jahren immer wieder als zuverlässiger Punktekandidat galt. Dementsprechend findet sich das Team aktuell vor dem großen Bruder von Volksmobil mit 8 Zählern Vorsprung auf dem 10. Platz der Team-WM wieder. Leichter wird es für die Spanier zwar nicht werden, in Valencia steht aber dennoch wieder ein Kurs an, bei welchem die Fahrer von Luca Zorn eben jene genannte Stärke wieder ausspielen können.


Bemerkenswert ist dabei wieder die besonders niedrig gehaltene Vorbereitung. Fabian Jungbluth war bisher der einzige Saldo Pilot, welchen man auf dem Kurs bewundern konnte. Dabei lässt sich das Kräfteverhältnis aber noch schlecht abschätzen. Zumindest aktuell findet man den erfahrenen VFC Fahrer nur auf den letzten Plätzen wieder. Teamkollege Leif Nordic dagegen sah man bisher noch gar nicht trainieren.


Die Spanier stehen also vor der nächsten großen Herausforderungen. Läuft es wie bisher in der Saison sind die Chancen auf zählbares aber gar nicht einmal so gering.



Autor: Julian Kopp