VFC-2022 - Portugal GP - Kurzanalyse Teil 1

Die europäischen Wochen sind in der VFC in vollem Gange. Am morgigen Ostersonntag reisen die Piloten nun nach Portimao. Wir geben euch einen Kurzüberblick über die Chancen der hinteren Teams.

Scuderia Rinaldi

Die Scuderia Rinaldi zählte beim vergangenen Spanien GP zu den Verlierern des Rennabends. Debütant Tim Hauck merkte man die begrenzte Vorbereitung an. Der ehemalige Sapphire Pilot kam auf dem anspruchsvollen Stadtkurs nicht zurecht und musste nach mehreren Unfällen letztlich den Wagen abstellen. Für Philipp Puschke endete das Rennen dagegen unglücklich. In den Top-8 liegend verlor vor Puschkes Rinaldi der Newman Fahrer David Jundt die Kontrolle, schlug in der Streckenbegrenzung ein und nahm beim zurückkommen Puschke mit ins Aus.


Damit setzt sich für Puschke das Dilemma der unglücklichen Rennausfälle weiter fort. In drei VFC Rennen sah er dabei nie die Ziellinie. Ob der Turnaround dabei morgen gelingt ist aber fraglich. Puschkes Einsatz steht wohl noch auf der Kippe. Eine Teilnahme wäre also nur mit geringer bzw. fehlender Vorbereitung und damit unter erschwerten Umständen möglich. Tim Hauck dagegen könnte man auf dem Kurs entdecken. Der Deutsche hat bisher aber wie schon zuletzt in Spanien nur eine zweistellige Rundenanzahl auf der Uhr. Ob das reicht um in Portimao erfolgreich ins Ziel zu kommen wird abzuwarten sein.

Volksmobil-Blue Horns

Nach dem Valencia Rennen fand man in der VM Garage eine gut gelaunte Truppe an. Zwar war Alexander Hess kurz vor Schluss durch eigene Fehler und Zwischenfälle auf einem guten Punkteplatz liegend ausgefallen, dafür konnte Teamkollege und D2 Meister Jörn Dicks von der chaotischen Schlussphase profitieren. Dicks wurde am Ende Achter und holte damit erstmals Punkte in der VFC. Ein Achtungserfolg nach schwerem Saisonstart.


Zeit zum Ausruhen bleibt bei VM dennoch nicht. Denn trotz der eigenen Punkte verlor man dennoch Boden auf die Konkurrenz, da diese selbst einiges Zählbares holten. In Portimao wartet dabei eine Herausforderung auf die beiden ehemaligen D2 Fahrer. Die Vorbereitung lief aber scheinbar vielversprechend. Sowohl Hess als auch Dicks trainierten im Vorfeld akribisch, finden sich wie bisher meist gewohnt im Mittelfeld der Hotlapliste wieder. Beide werden außerdem auf Ausfälle und leere Cockpits bei der Konkurrenz auf Grund des Ostersonntags hoffen. Ob Valencia nur eine Eintagsfliege war oder man nun eine Positiv-Serie startet wird aber abzuwarten sein.

Equipo Saldo

Die Equipo Saldo ist und bleibt ein Phänomen der laufenden Saison. Nach gutem Saisonstart folgte nun in Valencia ein sensationeller 6. Platz von Fabian Jungbluth, welcher das Chaos im Rahmen des GP für sich zu Nutzen wusste. Scheinbar hatte Jungbluth diese Eigenschaft zuvor auch an Leif Nordic weitergegeben. Selbiger war ebenfalls in der Schlussphase auf gutem Punktekurs gewesen, hätte wohl sein Bestes Saisonergebnis klar machen können. Unglücklicherweise fuhr ihm jedoch der Manziel Pilot Sebastian Steinhauer auf und beendete so die Punktehoffnungen beider Piloten.


Dennoch, dank Jungbluth gab es dicke Punkte für die Spanier und eine Menge Motivation für die kommenden Aufgaben. Dementsprechend sah man in den vergangenen Tagen beide Fahrer ihre Runden drehen. Gute Argumente für eine ordentliche Vorbereitung gibt es dabei auf jeden Fall. Denn durch den Ostersonntag werden bei den anderen Teams einige Ersatzfahrer zum Einsatz kommen oder Cockpits gänzlich leer bleiben. Diese Chance wird man auch bei den Spaniern nutzen wollen. Da tut es kaum weh, dass man wie bisher gewohnt in der Hotlapliste eher am unteren Ende zu finden ist.


Autor: Julian Kopp