VFC-Australien Analyse: Beta Guilia - Juniorenteam mit Garantie für Überraschungen?


Mit Beta Giulia wird 2021 ein neues Team in die VFC einsteigen, welches stark an die Scuderia Toro Rosso erinnert. Und dieser Vergleich hat durchaus seine Richtigkeit, da dass italienische Team als Nachwuchs- bzw. Juniorenteam für die Scuderia Cesario dienen wird.


Laut Teamchef und Fahrer, Johannes Greulich, ist diese Zusammenarbeit aber erst in der letzten IGP-Wintersaison zustande gekommen, was an dem guten Verhältnis zwischen Gonzalez Cattivo (Scuderia Cesario Teamchef) und Greulich selbst liegt. Neben dieser persönlichen Komponente stand aber auch die Arbeit im Nachwuchsbereich im Vordergrund: Cattivo ist als Entdecker und Förderer für Nachwuchstalente in der GSO bekannt, der diese Fahrer auch in Zukunft in der VFC einsetzen möchte. Der erste Schritt zur Vorbereitung auf ein Topteam wie Cesario ist dementsprechend Beta Giulia. Im Gegenzug erhält Greulich den Rat und die Unterstützung von Cattivo und Cesario selbst.


Der Kampf um die Plätze bei Beta Giulia und Cesario wird intern wohl sehr hart werden. Im Bezug auf Entwicklung bleibt Beta Giulia allerdings unabhängig von Cesario. Und diese Entwicklung des Autos soll laut Greulich in eine, bestimmte Richtung gehen: Starker Motor und damit hoher Topspeed bei kleinem Budget. Das Team wird damit auf die selbe Philosophie wie Williams F1 in den ersten Formel 1 - Turbojahren setzen, die mit ihren hohen Topspeedwerten sogar auf die Pole in Österreich 2014 fuhren. Ob so ein Erfolg Beta Giulia erreichen wird, ist abzuwarten. Laut Greulich will man auf jeden Fall seine Chancen auf Strecken mit hohen Topspeedwerten nutzen, weshalb der Wagen auf Strecken wie Monza und Spielberg ein Überraschungskandidat für gute Punktresultate oder sogar ein Podium sein könnte. "Bis dahin gilt es an unserer Konstanz zu arbeiten [....]", so Greulich. Daniel Bentenrieder, Fahrer neben Greulich, bestätigt im Gespräch mit uns diese Entwicklungsrichtung und ist zufrieden mit dem Auto.


Er sei zuversichtlich, dass der Wagen auf Strecken mit hohen Topspeedwerten aufgrund des Motors und der starken Bremsen des Beta Giulias gute Ergebnisse für das Team einbringen wird. Bentenrieder hält dabei an einfachen Zielen für sich fest: "Ich möchte dieses Jahr so oft wie es geht fehlerfrei bleiben, dass ist eines meiner Ziele." Auf seinen eigentlichen Teamkollegen muss Bentenrieder aber für ein Rennen verzichten: Sein Teamchef ließ verkünden, dass er im ersten Rennen nicht fahre werde, wodurch Jan Winter, Sieger des ersten Rennens in der D2, dessen Platz einnehmen wird. Mit Winter muss man im Rennen rechnen, ist er doch als trainingsfreudiger und zielstrebiger Fahrer bekannt. Allerdings stapelt er für das Australien-Rennen eher tief: "[...] mein Ziel ist es eher ruhig zu bleiben, das Autos übers Ziel zu bringen und die Zeit darin zu genießen.", so Winter. Trotz der starken Unterschiede zwischen VFC und D2 Wagen und der kurzen Eingewöhnung sei er hochmotiviert.


Wie sich Bentenrieder und sein jeweiliger Teamkollege im ersten Rennen und über die Saison hinaus schlagen werden, wird sich zeigen. Beta Giulia ist auf jeden Fall eine Überraschungsbox, die sich in den ersten Rennen langsam öffnen wird.


Hier findest du die aktuellen Trainingszeiten für den Australien GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Jörn Dicks