VFC-Australien Analyse: Manziel GP - Leben am Limit(er)


Leben am Limiter. Das ist das Lebensmotto von Travis Carter. Die GSO-Legende fühlt den Motorsport mit jeder Faser und geht dafür 2021 wieder an alte neue Grenzen.


Zu diesem Zweck bringt er das Comeback-Team Manziel GP wieder an den Start. Groß war die Vorfreude als sich letzten Sommer die Nachricht im Fahrerlager verbreitete. Verbindet man doch innerhalb der GSO nostalgische Erinnerungen mit dem Rennstall. Im schicken schwarz-gold-weißem Design ist der Wagen zumindest auf der Strecke schon einmal ein echter Hingucker. Natürlich lässt Travis Carter es sich nicht nehmen selbst ins Lenkrad zu greifen. An seine Seite holte er sich dafür einen der Neulinge der VFC. Sebastian Steinhauer war bereits 2020 zu einem Gastauftritt als Reservefahrer des Volksmobil Teams aktiv und holte dabei einen WM-Punkt in einem chaotischen Rennen. Weitere Auftritte in der VFC blieben bis heute aus. Sein Leistungsstand lässt sich somit noch schwer einschätzen.


Doch genau wie Carter konnte er auch beim letztjährigen RaceBet-500 auf sich aufmerksam machen. Für Travis Carter war 2020 dennoch kein erfolgreiches Jahr. Gerade in der VFC hatte er einen schweren Stand mit seinem Clipper Wagen und nur selten gelangen ihm wirkliche Höhepunkte. Einer davon dürfte der Punkteerfolg beim Chaos Regenrennen von Belgien gewesen sein. Ansonsten gab es viel Frust und Blech für den erfahrenen Piloten.


Das soll sich 2021 ändern. Doch auf der Strecke scheint man noch nicht ganz in der Wohlfühlzone angekommen zu sein. Gerade Carter bereitet der Umstieg Probleme. "So ganz warm bin ich mit dem Wagen noch nicht geworden. Er fährt sich anders als der Clipper letztes Jahr, wir müssen abwarten was möglich ist."


Bereits die bisherigen Trainingszeiten deuten auf einen schweren Stand hin. Innerhalb des Fahrerlagers vermutet man den Manziel daher eher auf den hinteren Positionen. Beim offiziellen Wintertest machte der Rennstall vor allem durch seine unkonventionelle Herangehensweise auf sich aufmerksam. So schlichen die Manziel regelrecht um die Strecke, da man darauf aus war sich die Punkte im Bereich Konstanz zu sichern. Die Suche nach dem Leistungsindiz blieb also Fehlanzeige!


Für Sebastian Steinhauer gilt es also für die neue Saison weiter Erfahrungen zu sammeln und sich stetig weiterzuentwickeln. Travis Carters Mission wird heißen, die Freude am Fahren wiederzufinden, welche im letzten Jahr hier und da abhanden gekommen war. Wir drücken die Daumen bei der Suche und freuen uns auf den neuen alten Klassiker.



Hier findest du die aktuellen Trainingszeiten zum Australien-GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021



Autor: Julian Kopp