VFC-Australien Analyse: Russia GP - Mit wehenden Fahnen in ein neues Zeitalter


Hinter dem Comeback von Russia GP in das VFC-Universum steckte vergangenes Jahr eine Menge Euphorie. Bei Kaviar und Wodka hatte Teamchef Wladislav Russinov unter großem Applaus im kalten Russland das Team für die Zukunft vorgestellt. Hinter dem Comeback steht dabei nicht nur ein Plan für die VFC, sondern für die gesamte GSO, denn Russia GP will sich auch in den anderen Rennserien wieder verstärkt engagieren. Ein schönes Beispiel dafür war bereits das RaceBet-500 im letzten Jahr.


Diese Euphorie ist zwar normal für ein Comeback Team, dürfte aber noch deutlich größer als bei anderen Teams wie Manziel GP ausfallen. Grund dafür war unter anderem das großzügige Budget, welches durch mitgebrachte Millionen von Ex-Speedster Pilot Fabian Jungbluth weiter gefördert wurde. Das gibt dem russischen Rennstall ungeahnte Möglichkeiten. Angefangen bei der Fahrerpaarung, hier ging man den Weg der gescheiterten Qualität, denn obwohl die Saison 2020 für Marc Schlüter (8. mit VM) und Fabian Jungbluth (14. mit Speedster) nicht nach Plan lief, verfügen beide über unbestritten große fahrerische Fähigkeiten. Das wurde unter anderem in den GSO-Events wie dem RaceBet, der VTCC oder der IGP wieder deutlich.


Dementsprechend viel verspricht sich Russinov von seiner Fahrerpaarung und dem Auto, welches er den Piloten gebaut hat. "Grundsätzlich ist das Auto so wie wir es uns am Anfang vorgestellt haben. Die Entwicklung wird uns im Laufe des Jahres weiter voranbringen." gab Russinov gestern im Fahrerlager zu Protokoll. Gerade die bisherigen Trainingszeiten von Marc Schlüter geben Anlass von einem fantastischen Comeback zu träumen, zählt er doch bei den bisherigen Fahrten zu einem der schnellsten Piloten. Schlüter selbst stapelt aber eher tief. "Die Konkurrenz hat noch nicht alles gezeigt was geht. In der Rennpace geht es sehr eng zu, da brauchen wir auch einfach etwas Glück. (...) Ich bin allerdings aktuell zufrieden mit der Pace des Autos, die sich ja im Laufe der Saison noch steigern wird."


Andere und vor allem positivere Töne als man sie letzte Saison von Marc Schlüter zu hören bekam. Doch lief bisher nicht gänzlich alles nach Plan im Team. Schlüters Teamkollege Fabian Jungbluth hatte deutliche größere Probleme sich an den Wagen zu gewöhnen. So wirkte Jungbluth beim Testrennen am vergangenen Sonntag noch nicht konkurrenzfähig. Aber auch hier scheint man bei Russia mittlerweile an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben, denn auf Nachfrage sagte Jungbluth der Redaktion: "Durch eine intensive Trainingswoche wird es solche Schwierigkeiten, welche ich am Sonntag hatte, nicht geben."


Russia GP kommt also mit viel Optimismus und Rückenwind zum Saisonauftakt nach Australien. Ein Podium oder gar ein Sieg wären eine kleine Sensation und würden das Comeback in die Königsklasse wohl perfekt machen.


Hier gehts zu den aktuellen Trainingszeiten des Australien GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021


Autor: Julian Kopp