VFC-Brasilien Analyse: Russia GP - Erste Störfeuer für Teamchef Russinov


Der Saisonstart in die VFC-Saison 2021 gestaltete sich bei dem Comeback-Team Russia GP schwerer als gedacht. Eigene Fehler und Pech führten dazu, dass man bisher mit keinem der beiden Rennen zufrieden sein konnte.


Gerade der zurückliegende Grand Prix in Südafrika gestaltete sich schwierig. Beide Russias wählten zu Beginn des Rennens die Regenreifen. Eine fatale Fehlentscheidung, welche das Rennen der beiden Piloten im vorneherein erschwerte. Als dann Marc Schlüter auf der Strecke vom zurückfahrenden Marvin Schumacher (Clipper) abgeräumt wurde, war zumindest für Schlüter, die Pleite bereits perfekt. Die verlorene Zeit konnte der Russia Pilot nicht wieder gut machen. Der Nuller, am Ende ein Resultat, welches nicht zufriedenstellend für den Rennstall gewesen sein kann. Auch Fabian Jungbluth erlebte einen schweren Stand, konnte seine Aufholjagd aber zumindest mit Platz 12 und einem Punkt belohnen.


So steht der russische Rennstall nun beim Brasilien Grand Prix unter Zugzwang. Die Pace und damit die Vorraussetzung für einen erfolgreichen Rennabend zumindest scheint gegeben. Wie bereits vor den bisherigen zwei Rennen findet sich Schlüter innerhalb der Hotlapliste in der Spitzengruppe wieder. Angesprochen auf seinen Saisonstart und dem morgigen Rennen gibt er sich optimistisch vorrausschauend: "Ja, die Rennen liefen nicht gut, vor allem Kyalami. Nach dem Crash mit Schumacher war das Auto einfach langsam und mir fehlten satte 6 kmh am Ende von der Start/Ziel Geraden. Während dem Rennen war ich nur noch frustriert und habe es für die Entwicklung zu Ende gefahren. An meiner Herangehensweise für Brasilien ändert das nicht wirklich was. Wladislav sowie das gesamte Team stehen weiterhin hinter mir und haben mich mit guten Worten wieder aufgebaut. Jetzt muss ich es ihnen nur noch mit einem guten Ergebnis zurückzahlen."


Der Optimisimus und die Vorraussetzungen sind also bei Schlüter gegeben. Ob es dieses Mal mit der Umsetzung besser funktioniert wird abzuwarten sein. Besorgt zeigt sich hier Schlüter eher auf Grund der Wetterprognose. "Es ist wieder Regen vorhergesagt, der wieder alles durcheinanderwürfeln kann, selbst wenn die Regenwarscheinlichkeit diesmal deutlich geringer ist." sagte er gegenüber den Reportern. Sein Teamkollege Fabian Jungbluth, derzeit in der Fahrer-WM vor Schlüter, gibt sich indessen noch zurückhaltend. Zwar findet sich der ehemalige Speedster Pilot in der Trainingsliste in den Top-5 wieder, die reale Situation weiß Jungbluth aber einzuschätzen. "Ich denke nicht dass jeder schon seine Qualyzeit gezeigt hat, daher lasse ich mich von den Trainingszeiten nicht blenden. Wo wir wirklich stehen zeigt sich am Renntag."


Auch das Material dürfte dem Team etwas Motivation geben. Für Interlagos gab es ein Update im Bereich Abtrieb, ein Umstand, welcher sich auf der eher Topspeed lastigen zwar nicht extrem auswirken dürfte, aber wohl dennoch helfen kann. Ob es dem in der Regel, unauffäligen Fabian Jungbluth wieder gelingt in die Punkte zu fahren und auch Marc Schlüter sein erstes großes Erfolgserlebnis findet, wissen wir dann am morgigen Abend.



Hier gehts zu den Trainingszeiten des Brasilien-GP:

https://www.race-view.com/server?user_id=Virtual%20Formula%20Championship&server_id=VFC%202021



Autor: Julian Kopp