VFC Fahrerlager 2022 - Neue Gesichter, alte Bekannte

Aktualisiert: 15. Dez. 2021


Lange dauert es nicht mehr, bis die Motoren für die VFC Saison 2022 erstmalig gestartet werden. Wie jedes Jahr war auch 2021 die „Silly Season“ voll im Gange und verursachte einige Verschiebungen im Fahrerlager sowie einige Neu- und Abgänge. Gehen wir gemeinsam im Uhrzeigersinn durch die Grafik und beginnen mit dem amtierenden Konstrukteurs-Champion:

Volksmobil Blue Horns


Volksmobil Blue Horns war das erste Team, welches ihre neue Fahrerpaarung bekanntgab. Sven Schubert und Kevin Peters verhalfen der Marke mit dem Titelgewinn zu altem Glanz. Die interne Stimmung jedoch, insbesondere zwischen den beiden Fahrern, war sehr kalt und würde dem Team auf lange Sicht vermutlich schaden.

Daher hat Teamchef Peter Andrews den amtierenden D2-Champion Jörn Dicks zusammen mit Alexander Hess verpflichtet. Die beiden Piloten zeigten für Afelian nicht nur starke Pace, sondern auch außergewöhnliche Teamchemie. Durch ihr erfolgreiches Jahr wird diese nochmals gestärkt und genau das braucht Andrews für das kommende Jahr.



Newman Racing Team

Nach 2019 ging die Fahrerkrone 2021 wieder zum deutschen Rennstall Newman Racing. Doch die Nummer 1 wird den nächstjährigen Boliden nicht schmücken dürfen. Stattdessen bekommt man die Nummern 5 und 6, die 2021 VFC-Vizechampion Sven Schubert und Yannik Barwig tragen werden.

Nach einer bärenstarken Saison bei Volksmobil kehrt Schubert dahin zurück, wo für ihn alles begann und wird vermutlich das letzte Kapitel des Schwaben werden.

Barwig überzeugte seinen Teamchef Patrick Newman und bleibt bei dem deutschen Rennstall. Der Sieger vom letztjährigem US-Grand Prix pflegt zudem ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Sven, was ebenfalls für gute Teamchemie sorgen dürfte.

Razor GP

Razor GP ist das einzige Team im Grid mit unverändertem Line-Up. Teamchef Bastian Paisler greift ein weiteres Jahr ins Lenkrad und wird von Tim Brendel komplettiert. Die beiden haben 2021 eine große Herausforderung gemeistert und wollen sich als eingespieltes Duo neu beweisen.


Cliffort Royal Racing

Cooper McAllister hatte schon früh in der Saison seine Verlängerung für 2022 in der Tasche. Mit 99 Punkten in der Saison hat sich die Erfahrung des Weltmeisters von 2012 gut bezahlt. Doch Dominic Röhken reicht ein Weltmeister nicht aus. Der Teamchef holt sich den Weltmeister von 2020 ins Boot – Kevin Peters!

Nach der erfolglosen Titelverteidigung bei Volksmobil sucht Peters nun eine neue Möglichkeit sich die Krone von Jannis Wollborn wegzuschnappen.

Equipo Saldo

Die Spanier hielten sich bis zuletzt bei allen Fragen bedeckt und gaben ihre Fahrer erst sehr spät bekannt. Erst kurz vor der Abreise aus Japan wurde bekannt, dass Fabian Jungbluth von Russia GP zusammen mit Leif Nordic von Clipper für das spanische Team antreten werden.

Beide Fahrer waren in ihren vorherigen Teams jeweils zweiter Fahrer und können mit ihren gemeinsamen Erfahrungen das Team gut voranbringen.



Clipper Motorsport

Pascal Pohlenz ist nicht nur der Teamchef, sondern auch der Träger des Teams, wenn man seine Punkteausbeute 2021 ansieht. Logisch, dass er auch 2022 mit Clipper weiter auf Punktejagd gehen und versuchen wird den Titel für sich zu beanspruchen.

Neu ist Team ist Alexander Rütt. SCMM konnte ihn aufgrund des knappen Budgets nicht verlängern. Da sah Pascal Pohlenz eine gute Möglichkeit das Potenzial von Rütt zu sich rüber zu lotsen.

Scuderia Cesario

Jannis Wollborn sieht rot! Der amtierende Weltmeister schließt sich der Scuderia Cesario an und ersetzt einen anderen Weltmeister. Damit nimmt er die Nummer Eins nach Italien mit und wird damit die Nase seines Cesarios schmücken.

Jan Winter wurde ebenfalls für den zweiten Wagen der Scuderia bestätigt. Mit drei Rennsiegen in der D2 2021 war er bis zum Schluss im Titelkampf drin und zusätzlich mit seinen 6 Ersatzauftritten in der VFC gezeigt, dass er reif für den Aufstieg in die VFC ist.



Manziel Grand Prix

Für Manziel war das kein leichtes Einstiegsjahr. Mit 7 Punkten und dem letztem Platz in der Team-WM sind Veränderungen nötig. Sebastian Steinhauer holte 6 davon und wurde für seinen Einsatz mit einem neuen Vertrag belohnt.

Travis Carter wird in der VFC nicht mehr an den Start gehen und übernimmt die Leitung des Teams. Als Ersatz hat er Alexander Kraft herangeholt. Mit starken 36 Punkten 2021 für Razor GP und R-Cademy wird Kraft eine große Hilfe sein das Team konkurrenzfähiger zu machen.



Russia GP

Das russische Werksteam hatte eine erfolgreiche Saison 2021. Marc Schlüter konnte in Mexiko einen überzeugenden Sieg sowie mehrere Podestplätze einfahren. Gut genug, um sich den Vertrag für 2022 zu verdienen und diesen Aufwärtstrend in russischen Farben fortzuführen.

An Marcs Seite wird Fabian Walter sein. Er war letztes Jahr eines der großen Überraschungen und ist hat ein vielversprechendes Talent. Kein Wunder also, dass Russinov viele Versprechen brach und Walter von Cliffort abluchste.



Beta Giulia

Unter der Führung von Johannes Greulich findet sich bei Beta Giulia die höchste Zahl der Rennstarts der GSO.

Als enger Freund des Teamchefs wird Daniel Bentenrieder eine weitere Saison für das italienische Team antreten.

Mit 81 Rennstarts kehrt Aleksandar Knezevic ein weiteres Mal in die VFC zurück und wird die Italiener mit seiner immensen Erfahrung weiter nach vorne bringen.



R-Cademy

R-Cademy hat im Gegensatz zu ihrem Schwesterteam Razor GP für 2022 eine komplett neue Fahreraufstellung. Heiko Kolvenbach und Alex Woitala von Buttler-Pal werden zusammen für das Team auftreten. Ähnlich wie bei dem Duo Dicks-Hess haben auch die beiden eine sehr gute Chemie in der D2 gezeigt und sind schnell genug für ein VFC-Cockpit.



SCMM

Gino Gaggiano hatte als Teamchef und Fahrer kein leichtes Rookiejahr. Dennoch wird er 2022 weiter auf Punktejagd gehen, obwohl er sogar überlegte sich voll aufs Management zu fokussieren.

Den zweiten Renner übernimmt der bereits sechste D2-Rookie Dominic Rustemeier. Er zeigte konstante Ergebnisse in den Punkten für das Volksmobil Junior Team und ist nun bereit den nächsten Schritt in die VFC zu wagen.

Abgänge


Nicht jeder Pilot konnte sich erfolgreich für ein VFC Cockpit bewerben. Einige wollten dies aber auch nicht und treten im kommenden Jahr in der D2 an. Travis Carter und Johannes Greulich werden dort im Grid zu finden sein und leiten gleichzeitig ihre VFC-Teams. Ebenso sucht Jannik Maleika nach der Saison mit Equipo Saldo dort nach neuen Herausforderungen.


Andere Fahrer ziehen sich vorerst von den Strecken zurück. Darunter ist auch der Doppelweltmeister Lukas Schmidt, der nach seinem Jahr bei der Scuderia Cesario trotz zwei Rennsiegen kein neues Vertragsangebot erhielt und zu teuer für andere Teams war.

Auch Lorenzo de Ciutiis wird 2022 nach drei Jahren bei Razor GP und R-Cademy nicht an den Start gehen. Gleiches Schicksal teilt Larry Fischer, der das Renngeschehen als Co-Kommentator neben Julian Kopp hautnah mit verfolgen wird. Indessen möchte Luca Zorn sich einzig auf die Leitung seines Rennstalls konzentrieren und ist ebenso nirgends als Fahrer gemeldet.


Die genannten Fahrer sind sogenannte „Free Agents“ und können bei einem entsprechenden Vertragsangebot jederzeit aus dem Ruhestand geholt werden.





Autor: Larry Fischer