VFC-Fahrermarkt 2022 - Clipper bestätigt Fahrerpaarung! - Pohlenz hält dem Team die Treue!


Lange hatte das Clipper Motorsport Team die Veröffentlichung der eigenen Fahrerpaarung herausgezögert. Zuviel passierte auch in der laufenden Saison auf den Strecken der VFC und Pascal Pohlenz der einmal mehr weltmeisterliches Potenzial bewies. Aber es war auch ein weitestgehend einsamer Kampf. Dennoch überzeugte sowohl Pohlenz als auch der Wagen bei einigen Rennen und zeigte sich mit dem Cesario Antrieb deutlich konkurrenzfähiger als noch 2020.


Das große Problem hingegen war von Anfang an die zweite Fahrerposition. Nach dem glücklosen Marvin Schumacher fuhr Leif Nordic den Großteil der Saison für das Team zu Ende und konnte nur ab und an Punkte sammeln. Gerüchten nach Stand aber der zweite Fahrer für 2022 schon weit vor Saisonende fest und auch Pohlenz selbst schien sich früh für ein weiteres Engagement als Teamchef und Fahrer begeistern zu können. In einem Interview bestätigte Pohlenz nun, dass er weiterhin Teamchef und erster Fahrer des Rennstalls bleibt. "Ich gehe zwar das 3. Jahr in Folge mit Clipper an den Start, jedoch kam es bisher nicht dazu, dass ich tatsächlich jedes Rennen antreten konnte. Trotzdem ist Clipper inzwischen natürlich eine Herzensangelegenheit - insbesondere seitdem ich selber dieses Team leiten darf. (...)" so Pohlenz.

Eine schwierige Saison erwartend entschied er sich für eine neue zweite Personalie und zeigte auch den Hergang der Verpflichtung des diesjährigen SCMM Fahrers Alexander Rütt auf: "Um unsere Ziele zu erreichen haben wir uns auch für einen neuen 2. Fahrer entschieden, nämlich Alexander Rütt. Alex hat eine schwierige Saison hinter sich, in welcher er sich vor allem mit einem unterentwickelten Auto, der Technik und rFactor2 allgemein herumschlagen musste. Jedoch hat mich sein Rennen in Belgien überzeugt, wo er in schwierigen Bedingungen, in denen viele Leute Fehler gemacht haben, viele Punkte geholt hat, indem er ein fehlerfreies, sauberes Rennen gefahren ist. Genau das ist auch was Clipper brauchen wird um in der K-WM anzugreifen. Weiterhin hat Alex auch im privaten Tests mit dem Clipper durchgeführt." Bereits in Spa konnte Rütt seinen zukünftigen Teamchef also überzeugen. Eine Verpflichtung die Chancen und Risiken birgt.


Für die neue Saison erwartet der Teamchef indes schwierige Bedingungen und hebt die abgelaufenen Leistungen besonders durch den Titan Motor hervor: "Insbesondere der Titan-Motor und eine Affinität meinerseits für die Fahrweise des diesjährigen Autos haben zu unverhofften Ergebnissen geführt. Das nächstes Jahr zu wiederholen wird denke ich sehr sehr schwer, da die neuen Autos mir nicht liegen und vor allem auch stand jetzt weniger Spaß machen, was sich eventuell im Trainingspensum äußern kann. Es wird, denke ich, primär eine Saison werden, in dem Clipper als Team, sprich in der Konstrukteur-WM Fortschritte machen wird. Sollte dies gelingen wird das Budget auch einen guten Fortschritt machen, sodass man 2023 voll angreifen wird."

Für Alexander Rütt ist es indessen die Chance die verkorkste erste VFC-Saison wieder wett zu machen. Im SCMM blieb Rütt meist Glücklos und nicht frei von eigenen Fehlern. Doch es gab auch Glanzlichter wie die Rennen in Imola und Belgien, welche die Stärken des Alexander Rütt hervorhoben. Der Pilot selbst zeigte sich sehr glücklich über das neue Umfeld: "Ich freue mich sehr über die Chance bei Clipper und kann es kaum erwarten mit der Saison 2022 zu beginnen, grade auch weil die Autos mir viel besser gefallen wie die 2021er." sagte Rütt gegenüber der Presse. Für den Deutschen ist es ein Neuanfang in der VFC und für Clipper die Chance 2022 das erste Mal als starkes Gesamtpaket anzutreten. Ob das Material das am Ende hergeben wird könnte die entscheidende Frage sein.



Autor: Julian Kopp